Familie

Mein Sohn benimmt sich in der Pubertät unmöglich

Mein Sohn benimmt sich in der Pubertät unmöglich
geschrieben von Katharina Schlamp

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Die Zahl der Jungen, die sitzenbleiben oder die Schule ohne Abschluss verlassen, ist größer als die der Mädchen. Vor allem reduziert sich oftmals der Kontakt zwischen Sohn und Eltern auf das Allernötigste. Während Kinder im Grundschulalter in den Eltern noch „die Größten“ sehen, grenzen sich dieselben Kinder in der Pubertät von ihren Eltern ab.

Schritt 1: Verständnis zeigen

Die anstehende Entwicklungsaufgabe dieser Altersstufe ist der Ablöseprozess von den Eltern. Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, erklärt: „Um diese Loslösung zu bewerkstelligen, müssen die Jugendlichen ihre Eltern erst einmal durch Gegenwehr und negative Beurteilungen von ihrem Sockel stoßen“.

Oft schießen die Jugendlichen über das Ziel hinaus. Ihre Meinung bringen sie mit verletzenden, abwertenden oder beleidigenden Äußerungen vor. Auch wenn ein Ablöseprozess dahinter steckt, heißt dies keineswegs, dass Sie sich als Eltern alle Frechheiten gefallen lassen müssen. Im Gegenteil, Verhaltensnormen und Umgangsformen zu lernen, ist eine wichtige Vorbereitung auf die Erwachsenengesellschaft.

Schritt 2: Grenzen setzen

Setzen Sie Grenzen, doch bleiben Sie dabei wertschätzend:

  • Verständnis zeigen: Du findest meine Meinung nicht gut und denkst anders über die Sache.
  • Grenze setzen: Das kannst du mir gerne sagen. Jedoch verbitte ich mir diesen Ton, den du grade eben angeschlagen hast.
  • Zielverhalten beschreiben: Ich erwarte von dir, dass du deine Ansichten mit Respekt und Höflichkeit vorbringst, ohne meine Ansichten abzuwerten.

Sie werden sehen: So rigide mit Ihrem Sohn umzugehen, fällt Ihnen bestimmt nicht leicht. Doch es lohnt sich. Er merkt damit, dass Sie ihn schätzen und dasselbe von ihm erwarten.

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Bildnachweis: alephcomo1 / stock.adobe.com

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Katharina Schlamp