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Schulkind macht immer noch ins Bett: So verhalten Sie sich richtig

Schulkind macht immer noch ins Bett: So verhalten Sie sich richtig
geschrieben von Heike Schultz

Wenn Ihr Schulkind nachts immer noch ins Bett macht, dann können Sie davon ausgehen, dass es ein Problem mit der Urinkontrolle gibt. Schimpfen und nächtliches Wecken verschlimmern den Zustand nur noch. Sie sollten sich vertrauensvoll an den Kinderarzt wenden.

Gelassen reagieren

In der Regel erlangen Kinder etwa im Alter von 7 Jahren die volle Kontrolle über ihre Blase und bleiben dann auch nachts durchweg trocken. Einige Kinder aber wachen morgens immer wieder in einem nassen Bett auf. Auf keinen Fall sollten Sie aufgebracht reagieren und mit dem Kind schimpfen. Dem Kind ist es von allein schon peinlich genug, dass es seine Blase nicht unter Kontrolle hat. Wechseln Sie ohne viel Aufhebens die Bettwäsche und versuchen Sie, mit Ihrem Kind einfühlsam darüber zu reden.

Führen Sie einen Kalender

Notieren Sie sich genau die Tage, an denen Ihr Kind ins Bett gemacht hat. Versuchen Sie nachzuvollziehen, was es für Besonderheiten am Vortag gegeben haben könnte. Vielleicht hat Ihr Kind am Abend besonders viel getrunken oder es gab Situationen, die das Kind seelisch belastet haben könnten. Vielleicht ist Ihr Kind auch kränklich oder hat sich die Blase verkühlt. Schreiben Sie ruhig alles auf, auch wenn es im Moment noch unwichtig erscheint.

Ärztlichen Rat einholen

Tritt das Problem über mehrere Wochen auf, wird es Zeit sich ärztlichen Rat einzuholen. Ein Urologe kann abklären, ob das nächtliche Einnässen organische Ursachen hat. Wenn das ausgeschlossen werden kann, liegt das Problem nicht selten darin, dass das Kind mit belastenden Situationen nicht klar kommt oder zu sehr unter Stress steht.

Das kann eine neue familiäre Situation wie ein neues Geschwisterchen, ein Sterbefall oder einfach nur ein Streit der Eltern sein. Oder es kommt mit den schulischen Anforderungen nicht klar. Versuchen Sie gemeinsam mit dem Kind zu analysieren, warum es immer wieder passiert, dass es ins Bett macht.

Gemeinsam mit dem Kind nach Lösungen suchen

Anhand Ihres Kalenders haben Sie vielleicht schon erkannt, wann das Einnässen besonders häufig eintritt. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es sich auf keinen Fall zu schämen braucht. Überlegen Sie gemeinsam, wie sie dem Problem begegnen können. Hier ein paar Anregungen:

  • Legen Sie eine Gummieinlage über die Matratze.
  • Nehmen Sie davon Abstand dem Kind wieder eine Windel umzulegen, so lernt es nie, ein Gefühl für seinen Körper zu entwickeln.
  • Schicken Sie es vor dem Zubettgehen noch einmal auf die Toilette.
  • Abends sollte es nicht mehr zu viel trinken.
  • Vermeiden Sie es, Ihr Kind nachts zu wecken. Damit setzen Sie es zu sehr unter Stress und es nässt erst recht ein.

Für Klassenfahrten Vorsorge treffen

Damit sich Ihr Kind auf Klassenfahrten nicht blamiert und von den anderen verspottet wird, sollten Sie vorab vertrauensvoll mit dem begleitenden Pädagogen über das Problem reden. Bitten Sie darum, dass die Angelegenheit diskret behandelt wird. Zur Sicherheit kann Ihnen der Kinderarzt Tabletten verschreiben, die ein nächtliches Einnässen verhindern. So kann Ihr Kind der Reise entspannt entgegen sehen.

Bildnachweis: antic / stock.adobe.com

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Heike Schultz