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Kinder lieben Haustiere

Kinder lieben Haustiere
geschrieben von Adelheid Fangrath

Haustiere bereichern das Familienleben. Kinder, die mit Tieren aufwachsen, lernen Verantwortung zu übernehmen. Aber ab welchem Alter können Kinder sich um die Tiere kümmern und welches Tier ist für den Sprössling geeignet? Bevor Sie die Zoohandlung betreten, sollten Sie einige Fragen grundsätzlich klären.

Warum ein Haustier

Die meisten Kinder lieben Tiere. Über kurz oder lang entwickelt sich automatisch der Wunsch nach einem kuscheligen Spielkamerad. Super, ein Haustier fördert die Entwicklung des Kindes, denn es lernt Regeln zu beachten und Verantwortung zu übernehmen. Auf diese Weise stärken Kinder ihr Selbstbewusstsein. Außerdem müssen sie sich aktiv mit dem kleinen Mitbewohner auseinandersetzen und erfahren ganz nebenbei viel über die Natur.

Angeblich sollen Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, in der Schule bessere Leistungen erbringen. Solche undifferenzierten Aussagen sind nicht bewiesen und mit Vorsicht zu genießen. Ein Haustier ist kein Wundermittel, im Gegenteil müssen viele Eltern feststellen, dass Kinder oft das Interesse an dem kleinen Wesen verlieren.

Die Altersfrage

Kleintiere sind relativ pflegeleicht. Kinder im Grundschulalter können sich ganz gut um sie kümmern, wenn die Eltern einen Teil der Verantwortung mittragen. Jüngere Kinder können einzelne Aufgaben wie das Füttern übernehmen. Ab 12 Jahren sind Kinder soweit entwickelt, dass sie sich auch alleine um ein Tier kümmern können. Bei großen Tieren wie einem Hund oder Pferd braucht es allerdings die Unterstützung der Familie.

Überhaupt sollten sich die Eltern darüber im Klaren sein, dass die Hauptverantwortung für das Haustier bei ihnen liegt. Manche Tiere leben immer noch, wenn die lieben Kleinen längst das Haus verlassen haben.

Denken Sie in Ruhe über ein Haustier nach

Wenn Kinder sich von ganzem Herzen ein Haustier wünschen, sollte die ganze Familie in Ruhe darüber nachdenken. Tiere sind auf die Menschen angewiesen, sie brauchen viel Zeit, Aufmerksamkeit und sie kosten auch Geld. Oft bleibt die Arbeit bei den Eltern hängen. Diese wichtigen Fragen sollten Sie zunächst für sich klären:

  • Gibt es Allergien gegen Tiere in der Familie?
  • Welche Tiere dürfen Sie in Ihrer Wohnung halten? Kleintiere sind in der Regel erlaubt, aber für einen Hund brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters.
  • Bevor Sie sich ein Tier anschaffen, sollten alle Familienmitglieder ihre Wünsche und Bedenken äußern.
  • Haben Sie genug Platz, um den Käfig aufzustellen? Ein Tier sollte immer artgerecht gehalten werden.
  • Wie viel Zeit möchten Sie investieren und wer übernimmt welche Aufgaben: Füttern, Käfig säubern, Gassi gehen?
  • Wer kümmert sich um das Tier im Urlaub. Würden die Großeltern oder Freunde das Tier in Pflege nehmen?
  • Wie viel Geld möchten Sie in den neuen Mitbewohner investieren? Bedenken Sie die Kosten: Sie müssen das Tier bezahlen, den Käfig oder das Halsband, das Futter und den Tierarzt.

Vogel oder Hund als Haustier?

Wenn Eltern wenig Erfahrung mit Tieren haben, entscheiden sie sich meistens für den Kauf eines Kleintieres wie Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen. Die Kosten sind gering und die Pflege überschaubar. Allerdings sind diese Tiere, besonders der Hamster, Nachttiere, die tagsüber in Ruhe dösen möchten. Auch sind sie keine Kuscheltiere, die sich eng an Menschen binden. Ein weiterer Nachteil: einige dieser Tiere werden meistens nicht sehr alt.

Hund und Katze eignen sich besser als Haustier. Sie bauen eine Beziehung zum Menschen auf. Allerdings brauchen sie wesentlich mehr Aufmerksamkeit.
Einige Haustiere wie Schildkröten oder Papageien werden sehr alt und können ihre Besitzer sogar überleben.

Ein Haustier aus der Zoohandlung oder dem Tierheim?

Bevor Sie sich für ein Tier entscheiden, sollten Sie sich beim Tierhändler umsehen. Lassen Sie sich ausführlich beraten und lesen Sie auch Literatur über das Wunschtier. Wenn Sie das Tier bei einem Züchter kaufen, erkundigen Sie sich genau über ihn. Will er nur schnell Geld verdienen, sind die Tiere meistens überzüchtet und nicht selten verhaltensgestört.

Schauen Sie auch im Tierheim vorbei. Die meisten Mitarbeiter kennen das Verhalten der Tiere genau und können Ihnen ein Tier empfehlen, das gut zu Ihrer Familie passt.

Stress mit dem Haustier

Kinder können noch nicht absehen, dass die Pflege eines Tieres sie überfordert. Ist der Reiz des neuen verflogen, wird das lästige Käfigsäubern gerne vergessen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es Verantwortung für das Tier übernommen hat und jetzt durchhalten muss. Entlasten Sie Ihr Kind und übernehmen Sie die Pflege, wenn es sich dafür ausgiebig mit dem Tier beschäftigt.

Vielleicht können Sie ein Haustier für einige Zeit in Pflege nehmen. Dann kann Ihr Kind probeweise testen, ob es überhaupt Spaß daran hat, ein Tier zu versorgen.

Bildnachweis: nuzza11 / stock.adobe.com

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