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Kinder nicht überfordern: Zeit zum Kind sein lassen

Kinder nicht überfordern: Zeit zum Kind sein lassen
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geschrieben von Heike Schultz

Viele Kinder stehen heutzutage permanent unter Druck. Vormittags gehört die volle Aufmerksamkeit der Schule, am Nachmittag haben die Eltern ein ausfüllendes Freizeitprogramm organisiert. Kinder brauchen aber auch Zeit, um einfach mal auszuspannen und sich kindlich zu verhalten. Wie Sie Ihr Kind vor Überforderung schützen, lesen Sie nun.

Der Tag beginnt schon frühzeitig, am Frühstückstisch werden noch schnell die Vokabeln abgefragt, in der Schule ist volle Aufmerksamkeit gefordert und gleich nach der Schule müssen schnell die Hausaufgaben erledigt werden.

Denn danach stehen noch eine Reihe von Terminen auf der Liste: Zweimal die Woche Training, einmal Musikschule, einmal Arbeitsgemeinschaft und dann müssen auch noch Arztbesuche, Friseur und Einkäufe erledigt werden. Kaum eine freie Minute für das Kind. Es steht permanent unter Druck. Ein Zusammenbruch ist nur eine Frage der Zeit.

Nicht jeder Tag darf durchgeplant werden

Sicher ist es gut, wenn sich ihr Kind außerhalb der Schule sportlich betätigt, ein Musikinstrument erlernt oder sich mit naturwissenschaftlichen Experimenten im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft an Wettbewerben beteiligt. Aber die Hauptaufgabe des Kindes ist es, die Schule mit bestmöglichen Ergebnissen zu absolvieren. Ist der Tag bis zur letzten Minute durchgeplant, gerät das Kind schnell unter Zeitdruck, falls mal umfangreichere Hausaufgaben anstehen oder vor größeren Klassenarbeiten zusätzlich gelernt werden muss.

Stellen Sie einen Wochenplan auf

Am besten zu Beginn eines neuen Schuljahres stellen Sie gemeinsam mit dem Kind einen Wochenplan auf. Schreiben Sie nicht nur die Schulzeiten auf, sondern tragen Sie auch den Schulweg, der oftmals länger als eine Stunde dauert, ebenfalls mit ein. Setzen Sie täglich mindestens eine Stunde für Hausaufgaben an. Tragen Sie dann alle festen Termine wie Training, Musikschule, Arbeitsgemeinschaft etc. ein. Berücksichtigen Sie auch Übungszeiten, z. B. für das Erlernen eines Instrumentes. Überprüfen Sie nun, ob dem Kind genügend freie Zeiten bleiben, in denen es machen kann, was es will oder einfach mal faul herumliegt.

Freie Zeiten sind für Kinder wichtig

Es ist nicht nur wichtig, dass das Kind jeden Tag mindestens 30 Minuten hat, in denen es einfach nur abhängen darf, sondern es sollte auch wenigstens ein Nachmittag in der Woche frei bleiben. So kann es mal machen, worauf es gerade Lust hat, sich mit Freunden treffen, auf den Spielplatz gehen oder bei Bedarf auch mal eine umfangreichere Hausaufgabe erledigen.

Nicht jede Unternehmung als pädagogisch wertvoll einstufen

Wenn Sie eine Unternehmung mit Ihrem Nachwuchs planen, müssen Sie nicht immer darauf bedacht sein, dass diese auch einen Lerneffekt für die Kinder beinhalten muss. Erklären Sie Ihren Kindern die Welt, wenn es sich gerade anbietet, aber machen Sie nicht aus jeder Wanderung eine Lektion, die Sie schon ausführlich im Vorfeld vorbereiten.

Planen können Sie dagegen Entspannungsmomente, die nicht nur Ihrem Kind guttun werden, sondern auch Ihnen selbst zugutekommen. So können Sie sich einfach mal gemeinsam auf eine Wiese legen und die Wolken beobachten, bauen Sie zusammen eine Kleckerburg am Strand oder entspannen sich gemeinsam im Whirlpool.

Bildnachweis: pegbes / stock.adobe.com

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