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Kinder am Computer: Welche Vorteile und Nachteile gibt es?

Kinder am Computer: Welche Vorteile und Nachteile gibt es?
geschrieben von Janet Gießl

Ab wann dürfen sich Kinder am Computer beschäftigen? Einige Experten glauben, dass Kinder, die sehr früh mit einem Computer umgehen können, später besser für die Schule vorbereitet sind, während andere sagen, dass zu viel Technologie in solch einem zarten Alter die Kinder überfordert. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Vorteile und Nachteile der Computer für Kinder hat.

Vorteile für Kinder am Computer

  • Der Computer kann die feinmotorischen Fähigkeiten fördern

Durch das Drücken von Tasten und das Bewegen der Maus erhalten kleine Kinderhände und Kinderfinger am Computer dasselbe Training, das sie vom Fingermalen oder Kritzeln bekommen (auch wenn diese Tätigkeit nicht die Kreativität fördert wie die künstlerischen Tätigkeiten). Diese feinmotorischen Bewegungen verbessern auch die Augen-Hand-Koordination, was sich dann positiv bemerkbar macht, wenn Ihr Kind lernt, einen Ball zu fangen, eine Schere zu benutzen oder ein Puzzle zusammenzusetzen.

  • Der Computer lehrt Ursache und Wirkung

Es ist kein Geheimnis, dass Kleinkinder und Vorschulkinder Spielsachen lieben, mit welchen sie etwas anstellen können: wie z. B. Pop-up Bücher und alles, was Hebel, Schalter und Knöpfe hat. Aus diesem Grund passen Kinder und Computer gut zusammen. Sie freuen sich, dass etwas passiert, wenn sie auf eine Figur oder ein Symbol klicken oder vielleicht den richtigen Buchstaben oder die richtige Farbe aussuchen.

Nachteile für Kinder am Computer

  • Kinder am Computer verlieren soziale Kontakte

Computerspiele können zwar interaktiv sein, aber typischerweise nur zwischen dem Nutzer und dem Bildschirm. Aber Menschen, besonders kleine Kinder, müssen mit anderen Menschen zusammenwirken, um Empathie zu entwickeln, soziale Fähigkeiten zu bilden und Spaß mit anderen Menschen zu haben. Außerdem kann keine Lernsoftware Ihre Rolle als Erzieher ersetzen.

  • Für Kinder am Computer bietet dieser nicht genügend praktische und aktive Lernmöglichkeiten

Es gibt einen Grund, warum Kleinkinder alles anfassen und erfassen wollen. So lernen sie die Welt um sich herum kennen. Ob sie nun im Sand schaufeln, Bauklötze aufeinanderstapeln oder Wasser mit Dreck vermischen – alle diese praktischen und aktiven Erfahrungen sind wertvoller für ein Kind als jede Tätigkeit am Computer

  • Kinder am Computer erhalten zu viele Reize

Ein Kleinkind oder ein Vorschulkind kann schnell von all diesen Wahrnehmungseffekten überwältigt werden – laute Klänge, bunte Farben, blinkende Lichter und unendlich viel Action. Wenn Ihr Kind nach einer Computersitzung quengelig oder leicht frustriert ist, dann sollten Sie die Zeit, die es vor dem Computer verbringt, kürzen.

Lassen Sie Ihr Kind stattdessen mehr Zeit mit klassischen Kinderspielen wie Bobby-Car fahren, ein Buch lesen oder Kneten verbringen. Ein weiteres Problem, das auftauchen kann, wenn Kinder viel Zeit am Computer verbringen, ist folgendes: Kinder können von den Reizen durch den Computer abhängig werden und Probleme haben, sich auf ruhige Beschäftigungen wie Lesen oder Malen zu konzentrieren. Auch einfache Spiele und Aktivitäten, die nicht mit High-Tech zu tun haben, könnten sie dann langweilen.

  • Der Computer fördert eine sitzende Lebensweise

Computer fördern zwar das Gehirn, aber Kinder (und auch alle anderen) brauchen Bewegung. Körperliche Bewegung ist für die Entwicklung eines Kindes absolut wichtig. Durch Bewegung stärken Kinder ihre Muskeln und entdecken, was ihr Körper alles machen kann. Beschränken Sie also die Computerzeit (und Fernsehzeit) und integrieren Sie viele körperliche Aktivitäten in den Alltag, z. B. auf dem Spielplatz spielen, Basteln oder Turnen.

Fazit: Besonders für kleine Kinder bietet der Computer mehr Nachteile als Vorteile. Sie sollten Ihr Kind noch nicht an den Computer gewöhnen, wenn es gerade dabei ist, die Welt zu entdecken, da dies seine Entwicklung und Bewegung einschränken könnte. Ihr Vorschulkind können Sie durchaus mit pädagogisch wertvollen Lernprogrammen fördern und auf die Schule vorbereiten, wenn dies in einem gesunden Maß erfolgt.

Bildnachweis: WavebreakmediaMicro / stock.adobe.com

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Janet Gießl