Kinder

Die schönsten Kreisspiele für Kinder

Die schönsten Kreisspiele für Kinder
geschrieben von Adelheid Fangrath

Bei vielen Spielen stehen der Wettkampf und das Gewinnen im Vordergrund. Kreisspiele sind eher dafür gedacht, eine größere Kindergruppe zu unterhalten. Außerdem ist diese Spielform sehr gut für Kinder unterschiedlichen Alters geeignet.

Kreisspiele

Statt Wettkampfcharakter liegt der Schwerpunkt bei Kreisspielen auf dem gemeinschaftlichen Spielspaß. Deshalb wird diese Spielform besonders gerne in Kindergärten und Grundschulen eingesetzt. Aber auch zu Hause finden sich bei Kindergeburtstagen oder anderen Gelegenheiten viele Einsatzmöglichkeiten. Für Kreisspiele benötigen Sie keine aufwändigen Vorbereitungen. Die Regeln sind leicht verständlich und außerdem können die meisten Spiele mit Kindern in unterschiedlichem Alter gespielt werden. In diesem Beitrag finden Sie die Regeln für bekannte, lustige und unterhaltsame Kreisspiele.

In der Regel hat ein Kind bei Kreisspielen eine besondere Funktion. Das jeweilige Kind wird stets mit einem Abzählreim ermittelt. Spielen Sie so lange, bis jedes Kind einmal die besondere Funktion eingenommen hat.

Der Plumpsack geht um

Für diesen Klassiker brauchen Sie ein Stofftaschentuch, das Sie in der Mitte verknoten. Die Kinder setzen sich im Kreis mit dem Gesicht zur Kreismitte. Ein Kind erhält das Taschentuch und geht außen um den Kreis herum.

Alle singen: „Dreht euch nicht um, der Plumpsack geht um, wer sich umdreht oder lacht, kriegt den Buckel vollgemacht!“

Unbemerkt lässt das Kind den Plumpsack hinter dem Rücken eines der sitzenden Kinder fallen. Dieses muss so schnell wie möglich den Plumpsack aufheben, aufstehen und hinter dem Kind her rennen. Wer zuerst den leeren Platz erreicht, darf sich setzen und das andere Kind geht um den Kreis herum.

Katz und Maus

Die Kinder stehen im Kreis und halten sich an den Händen. Ein Kind ist die Maus, es befindet sich in der Mitte. Ein Kind ist die Katze, sie ist außerhalb des Kreises. Jetzt ruft die Katze: „Mäuslein, Mäuslein komm heraus.“ Die Maus antwortet: „Nein, ich komme nicht heraus.“ Katze: „Dann fang ich dich in deinem Haus.“

Die Katze versucht in den Kreis zu gelangen. Es liegt aber an den Kindern, ob sie die Hände heben und die Katze durchlassen bzw. der Maus helfen zu entkommen. Hat die Katze die Maus gefangen, übernehmen zwei andere Kinder ihre Rollen.

Ringlein, Ringlein, du musst wandern

Die Kinder sitzen oder stehen im Kreis. Ein Kind steht in der Mitte und nimmt einen Ring oder eine Münze zwischen die Hände. Die anderen Kinder formen mit ihren Händen einen nach oben ganz leicht offenen Trichter.

Alle singen: „Ringlein, Ringlein, du musst wandern, von der einen Hand zur anderen. Oh wie schön, oh wie schön, lasst das Ringlein nur nicht sehn!“

Das Kind mit dem Ring streicht seine Hände reihum über die Hände der anderen Kinder und lässt möglichst unbemerkt das Ringlein in eine Hand fallen. Ist es ein- oder zweimal rundum, fragt es ein Kind seiner Wahl, wer den Ring hat. Rät es richtig, darf es das Ringlein wandern lassen. Rät es falsch, ist das Kind mit dem Ring an der Reihe.

Hänschen, piep mal

Dieses Kreisspiel eignet sich gut zum Kennenlernen der Kinder auf einer Geburtstagsfeier. Einem Kind werden die Augen verbunden, die anderen Kinder sitzen im Kreis auf Stühlen. Führen Sie das Kind in den Kreis zu einem der sitzenden Kinder. Es setzt sich auf seinen Schoß und sagt: „Hänschen, piep mal!“ Der Sitzende antwortet mit möglichst verstellter Stimme „Piep“. Das Kind mit den verbundenen Augen rät den Namen des Kindes. Ist er falsch, setzt es sich auf den Schoß eines anderen Kindes. Wird der richtige Name genannt, darf dieses Kind mit verbundenen Augen weiterspielen

Oberschenkel-Kette

Alle Kinder sitzen im Kreis und legen die Hände rechts und links auf den Oberschenkel des Nachbarn. Ein vorher ausgewählter Spieler beginnt. Er klopft mit einer Hand auf den Oberschenkel eines seiner Nachbarn. Die Klopfkette läuft dann im Uhrzeigersinn weiter. Der Nebenmann schlägt also auf den entsprechenden anderen Oberschenkel. Achtung, wenn jemand zweimal klopft, ändert sich die Richtung der Kette. Wer zu früh oder gar nicht klopft, muss die betreffende Hand aus dem Spiel nehmen und hinter den Rücken legen. Macht jemand dann den zweiten Fehler, ist er ausgeschieden.

Elchspiel

Wenn es mit Tempo gespielt wird, macht dieses Spiel richtig Spaß. Alle stehen im Kreis und legen die Hände rechts und links an den Kopf. Die Daumen zeigen zum Kopf, die Finger sind wie Elchschaufeln geöffnet. Jetzt beginnt ein Kind. Es wackelt mit beiden Händen und nennt den Namen eines anderen Kindes. Dieses wackelt ebenfalls mit beiden Händen. Seine Nachbarn rechts und links wackeln jeweils mit der Hand, die zum genannten Spieler zeigt.

Wollknäuel

Alle Kinder stehen im Kreis. Der Spielleiter braucht ein Wollknäuel. Er nennt einen Namen, hält den Wollfaden fest und wirft die Wolle dem Kind zu. Dieses nennt ein weiteres Kind, hält den Faden fest und wirft das Knäuel. Ab dem letzten Kind wird das Knäuel wieder aufgewickelt und das Spiel läuft rückwärts. Wer die Wolle zurückwirft, nennt vorher den Namen des Kindes. Die Spielrunde kann mit weiteren Fragen nach Alter, Hobby oder Lieblingstier verlängert werden. So entsteht ein schönes Spinnennetz.

Mein rechter Platz ist leer

Bei diesem Stuhlkreisklassiker sitzen oder stehen alle Kinder im Kreis. Ein Platz bleibt frei. Jetzt sagt das Kind neben dem leeren Stuhl: „Mein rechter Platz ist leer, ich wünsche mir die Lia herbei.“ Lia wechselt den Platz und das Kind neben dem freien Stuhl sagt den Vers auf. Mindestens so lange spielen, bis alle einmal ihren Platz getauscht haben.

Wer gibt den Ton an?

Alle Kinder stehen im Kreis. Ein Kind geht kurz nach draußen. In der Zwischenzeit wählen die anderen einen Spielleiter. Dieser macht Bewegungen vor (Arm heben, am Kopf kratzen, in die Hände klatschen, winken), die die anderen Kinder alle nachmachen. Das wieder hereingeholte Kind muss jetzt erraten, wer der Spielleiter ist. Dieser geht dann nach draußen, während die anderen einen neuen Spielleiter bestimmen.

Finde den Unterschied

Alle Kinder sitzen oder stehen im Kreis. Wieder geht ein Kind nach draußen. Die Gruppe überlegt sich jetzt eine Änderung: Zwei Kinder tauschen ihren Platz, ein Kind nimmt seine Brille ab, jemand wickelt seinen Schal um den Arm. Je nach Alter der Kinder kann die Aufgabe eher leicht oder anspruchsvoll gestaltet werden. Das Kind kommt wieder herein und versucht die Veränderung zu erraten. Das Kind hat drei Versuche.

Schlapp hat den Hut verloren

Alle Kinder sitzen im Kreis. Anschließend erhalten alle Kinder reihum eine Nummer, die sie sich einprägen müssen. Der erste Spieler nimmt einen Hut, Mütze oder Ball und sagt: „Schlapp hat den Hut verloren, Nummer vier hat ihn.“ Dann wirft er den Hut zu der genannten Nummer.

Dieser antwortet. „Schlapp hat den Hut verloren. Aber Nummer vier hat ihn nicht, Nummer eins hat ihn.“ So geht es immer weiter. Wer den Text vergisst oder den Hut zur falschen Nummer wirft, muss ein Pfand abgeben. Bei kleinen Kindern ist es besser, statt Nummern die Namen der Kinder zu verwenden.

Lesen Sie diese witzigen „Aufgaben für Pfänderspiele“.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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Adelheid Fangrath