Kinder

Die größten Irrtümer: Dem eigenen Kind sofort jeden Wunsch erfüllen

Die größten Irrtümer: Dem eigenen Kind sofort jeden Wunsch erfüllen
geschrieben von Clara Alexa

Natürlich wollen Sie als Eltern Ihrem Kind nur etwas Gutes tun. Deshalb werden kleine und auch große Wünsche schnell, ja manchmal zu schnell erfüllt. Dadurch verlernen Kinder, Wünsche reifen zu lassen und Sehnsüchte zu entwickeln, das Gefühl der Vorfreude geht gänzlich verloren. Lesen Sie hier, was Sie beachten sollten!

Ihr Kind wünscht sich etwas – was liegt da näher, ihm diesen Wunsch auch zu erfüllen? Nun ja, generell erst einmal nichts, doch erfüllen Sie nicht alles immer sofort. Kinder brauchen Zeit, um ihre Wünsche wachsen zu lassen und Vorfreude zu erlernen, auch, um an den geschenkten Dingen länger Freude zu haben und sie als etwas Besonderes wahrzunehmen.

Lassen Sie Ihrem Kind also die Zeit, um zu träumen. Wenn es sich nach etwas sehnt, freut es sich schlussendlich viel mehr darüber, wenn es dann das Gewünschte bekommt, und auch der Moment des Schenkens ist dann etwas ganz Besonderes und bleibt besser in Erinnerung.

Nehmen Sie die Wünsche Ihres Kindes ernst, auch wenn das vielleicht bedeutet, dass Ihr Sohn sich eine Puppe wünscht. Drücken Sie wenn nötig beide Augen zu, sollte Ihr Kind etwas haben wollen, das Sie persönlich nicht gut finden. Natürlich gibt es auch hier Grenzen, moralische sowie finanzielle, aber diese Grenzen werden Sie situativ erkennen und wahrnehmen. Wünscht sich Ihr Kind beispielsweise ein Kriegsspielzeug, dann sagen Sie dazu ruhig Nein und erklären Sie ihm ohne Ausreden, wieso Sie ihm diesen Wunsch nicht erfüllen werden.

Ein Herzenswunsch?

Wenn sich Ihr Kind etwas Bestimmtes wünscht, dann versuchen Sie herauszufinden, ob es ein großer Herzenswunsch ist oder nur ein spontaner Anflug von „will-ich-haben“. Ein wirklicher Herzenswunsch bleibt über längere Zeit bestehen und landet womöglich auch auf dem weihnachtlichen Wunschzettel.

Erwarten Sie dabei aber nicht, dass Ihr Kind sich sinnvolle Dinge wünscht und dabei mit Verstand vorgeht. Es kann noch nicht verstehen, dass Naturholz pädagogisch natürlich wertvoller ist und nur, weil Sie das gerne möchten, wird es noch lange nicht damit spielen. Vergessen Sie also bei aller Vernunft nicht: Schenken soll Freude bereiten und strahlende Kinderaugen rechtfertigen auch eine Plastikpuppe, wenn es sein muss.

Bildnachweis: Monkey Business / stock.adobe.com

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