Erziehung

Chaos ade – So entrümpeln Sie das Kinderzimmer

Chaos ade – So entrümpeln Sie das Kinderzimmer
geschrieben von Adelheid Fangrath

Die meisten Kinder horten ihr Spielzug und können sich einfach nicht von alten Spielsachen trennen. Deshalb sind Schränke, Regale und Kisten mit Dingen vollgepfropft, die eigentlich nicht mehr gebraucht werden. Mit diesen Tricks ist es ganz einfach, das Kinderzimmer zu entrümpeln.

Kinderzimmer jedes Jahr entrümpeln

Wenn es um ihre Spielsachen geht, benehmen sich Kinder wie kleine Messis. Sie können sich einfach von nichts trennen. Schließlich gibt es genügend Stauräume in den Schränken oder unter dem Bett. Aber irgendwann ist das Chaos so unübersichtlich, dass sich weder Eltern noch Kinder überwinden können, die längst fällige Entrümpelung in Angriff zu nehmen. Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen sondern planen Sie jedes Jahr eine Aufräumaktion. Das muss nicht der traditionelle Frühjahrsputz sein. Legen Sie den Termin lieber in die Ferien, wenn Ihr Kind Zeit und gute Laune hat.

Eltern sind Vorbilder

Kinder durchschauen sofort, wenn von ihnen Dinge verlangt werden, die ihre Eltern selbst nicht leisten. Nun hat jeder Mensch sehr unterschiedliche Vorstellungen von einem ordentlichen Zuhause. Eine Wohnung muss nicht so steril aufgeräumt sein, dass man vom Fußboden essen kann. Aber es ist wichtig, wenigstens grobe Ordnungsstrukturen vorzuleben: Sortieren Sie regelmäßig kaputte oder zerschlissene Sachen aus. Nicht getragene Kleidung kommt in den Container oder wird verschenkt. Wenn Sie ein neues Buch oder Deko kaufen, wird dafür ein altes Objekt aussortiert.

Entrümpeln nur mit Kind

Die Versuchung ist groß, ganz schnell alleine Ordnung im Kinderzimmer zu schaffen. Aber so lernt Ihr Kind nichts für sein späteres Leben. Im schlimmsten Fall gibt es sogar bittere Tränen und Vorwürfe, weil irgendein heiß geliebtes Spielzeug verschwunden ist. Motivieren Sie Ihr Kind, indem Sie gemeinsam überlegen, ob sich einige Sachen verkaufen oder verschenken lassen. So fällt es Kindern leichter, sich von den Spielsachen zu trennen statt sie in den Müll zu werfen. Ein toller Anreiz zum Entrümpeln ist der Gedanke, Platz für neue Spielsachen zu finden.

Entrümpeln mit System

Legen Sie im Kinderzimmer drei Kartons bereit. In einen Karton packen Sie einen Müllbeutel. Hier kommt kaputtes Spielzeug oder Einzelteile hinein, die entsorgt werden können. In den zweiten Karton sammeln Sie gut erhaltene Sachen, von denen sich Ihr Kind durchaus trennen kann. Diese Dinge werden verschenkt oder auf dem Flohmarkt verkauft. Der Anreiz zum Aufräumen ist für Ihr Kind größer, wenn es von einem Teil des Geldes ein neues Spielzeug kaufen darf. Der Rest kommt in das Sparschwein.

In die dritte Kiste kommen Spielsachen, für die Ihr Kind eigentlich schon zu alt ist. Trotzdem hängt sein Herz noch daran. Dieser Karton kommt in den Keller und wird bis zur nächsten Aufräumaktion aufbewahrt. Mit etwas Abstand fällt es Ihrem Kind leichter, diese Sachen neu zu sortieren.

Kleiderschrank regelmäßig durchschauen

Überprüfen Sie jeweils im Frühjahr und Winter, ob Ihrem Kind noch die vorhandene Kleidung passt. Was nichts mehr ist, landet in den Kleidersack. Fragen Sie sich selbstkritisch, ob Sie jemals wirklich Zeit finden, die Sachen zu verkaufen. Und ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Am besten geben Sie die Sachen gleich in den Altkleider-Container oder verschenken Sie an Freunde mit kleinen Kindern. So entsteht Platz für neue schöne Kleidung.

Der Karton für Lieblingsstücke

Das Entrümpeln fällt Ihnen und Ihrem Kind viel leichter, wenn Sie Lieblingsstücke aufbewahren. Zum Beispiel Kleidungstücke, die Ihr Kind gerne trug. Oder ein besonderes Stofftier. Oder das Lieblingsspielzeug. Oder kleine Einzelfiguren oder ein Pappbilderbuch. In einer Mappe sammeln Sie außerdem die selbst gemalten Bilder ihres Kindes. Aber wirklich nur ausgewählte Dinge aufheben.

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Bildnachweis: Superingo / stock.adobe.com

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