10 Regeln für den sicheren Schulweg Ihres Kindes

Gegen Ende der Ferien ist der richtige Zeitpunkt, um mit Erstklässlern aber auch mit Grundschülern den Schulweg abzugehen. Mit einem Schulwegtraining üben die Eltern mit Ihrem Kind die richtigen Verhaltensweisen im Straßenverkehr ein.

Oft lassen sich mit kleinen Umwegen sogar Gefahrensituationen umgehen.

Schulwegtraining in den Ferien beginnen

Zu Beginn der Schulzeit sind Erstklässler aber auch Grundschüler der ersten Klassen oft viel zu nervös und hibbelig, um sich auf die Gefahren des Straßenverkehrs zu konzentrieren. Deshalb ist es ratsam, den Schulweg schon am Ende der Ferien in Ruhe abzugehen. So haben Sie und Ihr Kind viel Zeit, sich Gefahrensituationen anzuschauen und diese zu besprechen.

Den sichersten Schulweg finden

Grundschulen stellen Eltern so genannte Schulwegpläne zur Verfügung, auf denen sie den sichersten Schulweg finden. Das ist nicht immer der kürzeste Weg. Aber für die Sicherheit Ihres Kindes lohnt sich ein kleiner Umweg, wenn eine Ampel eines sichere Straßenüberquerung garantiert.

Beachten Sie die Tageszeiten

Trainieren Sie den Schulweg zur den entsprechenden Tageszeiten, also morgens und mittags.

Schulwegtraining

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind die sicherste Strecke zur Schule ab. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es immer diesen Weg nimmt. Dabei sind Eltern als Vorbilder gefragt. Nehmen Sie auch immer diesen Weg, wenn Sie zum Beispiel Ihr Kind von der Schule abholen.
  • Gehen Sie an schwierigen Stellen in die Knie, um auf Augenhöhe des Kindes zu schauen.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass es direkt an der Häuserseite sicher gehen kann. Balancieren auf der Bordsteinkante ist gefährlich und nicht erlaubt.
  • Straßen werden wenn möglich nur an Ampeln oder Zebrastreifen überquert.
  • Machen Sie Ihr Kind bei Ampeln darauf aufmerksam, dass es auf die anderen Verkehrsteilnehmer und besonders auf Abbieger achten muss.
  • Üben Sie eine Situation ein, in der die Ampel auf gelb umspringt, während das Kind noch auf der Straße ist. Es darf ruhig weitergehen.
  • Besprechen Sie auch das Verhalten Ihres Kindes, wenn einmal die Ampel ausfallen sollte. Am besten verhält es sich so wie bem Überqueren eines Zebrastreifens.
  • Beim Zebrastreifen geht Ihr Kind erst dann los, wenn es Blickkontakt mit den Autofahrern hat bzw. alle Autos wirklich stehen. Um sich bemerkbar zu machen, kann es den Arm gerade herausstrecken.
  • Nicht immer kann eine Straße an einer Ampel überquert werden. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, suchen Sie eine übersichtliche Stelle aus. Kinder sollten niemals zwischen parkenden Autos stehen, weil sie Schulanfänger verdecken. Zuerst geht der Blick nach links, dann nach rechts. Da Kinder die Geschwindigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer nicht einschätzen können, sollten sie erst die Straße überqueren, wenn diese frei ist.
  • Versuchen Sie Ihr Kind für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren aber ängstigen sie es nicht. Furchtsame Kinder haben große Probleme, sich auf dem Schulweg zurecht zu finden.

Begleiten Sie Ihr Kind auf dem Schulweg

Laut der Deutschen Verkehrswacht dauert es rund 5 Übungsgänge, bis sich der sichere Schulweg bei Kindern eingeprägt hat. Begleiten Sie Ihr Kind am besten in den ersten Tagen zur Schule. Wenn es wegen der Schule sehr aufgeregt ist, kann es sich wahrscheinlich ohnehin nicht auf den Straßenverkehr konzentrieren.

Vermeiden Sie Zeitmangel

Versuchen Sie die Bedingungen des Schulwegtrainings auch im Alltag einzuhalten. Stehen Sie rechtzeitig auf, damit Ihr Kind in Ruhe zur Schule gehen kann. Stress und Zeitmangel verringert die Konzentration Ihres Kindes.

Schulweg allein gehen

Überlassen Sie Ihrem Kind, wann es den Schulweg alleine gehen möchte. Eltern erscheint der Zeitpunkt wahrscheinlich viel zu früh. Zeigen Sie nicht, wenn Sie sich unwohl fühlen. Freuen Sie sich stattdessen über das Selbstbewusstsein Ihres Kindes.

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