Familie

Die Taufe des Babys – Tipps für eine stimmungsvolle Feier

Die Taufe des Babys – Tipps für eine stimmungsvolle Feier
geschrieben von Adelheid Fangrath

Eine der schönsten christlichen Zeremonien ist die Taufe eines Babys, die in der Regel in den ersten Monaten nach der Geburt stattfindet. Die folgenden Tipps helfen Eltern, wichtige Fragen zum Sinn der Taufe zu stellen. Lesen Sie, wie die Taufzeremonie abläuft und wie Sie eine wunderschöne Feier planen.

Was ist die Taufe

In der christlichen Religion ist die Taufe eine elementare sakrale Handlung, die durch das Neue Testament bekannt ist. Die Taufe gehört zum christlichen Glauben, allerdings sind die Riten je nach Kirche oder Glaubensgemeinschaft unterschiedlich.

In der Regel wird der Täufling durch die Taufe in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. Besondere Voraussetzungen für die Taufe sind nicht erforderlich, zum Beispiel ist es unwichtig, ob die Eltern verheiratet sind. Es wird zwar gern gesehen, dass mindestens ein Elternteil der entsprechenden Kirche angehört, aber auch hier reagieren die meisten Geistlichen überraschend unbürokratisch.

Tipps zur Entscheidung für die Taufe

Es ist immer eine Frage der eigenen Religiosität, ob Eltern ihre Kinder taufen lassen oder nicht. Berücksichtigen Sie bei dieser Entscheidung nicht die Ratschläge von Verwandten und Freunden sondern vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie Ihr Kind nicht religiös erziehen, stehen Sie wahrscheinlich auch nicht hinter den Gründen für eine Taufe.

Wenn Sie allerdings Ihrem Kind den christlichen Glauben vermitteln wollen, spricht vieles dafür, das Kind taufen zu lassen. Wer sich ganz unsicher ist, braucht sich nicht zu entscheiden. Auch im Jugend- oder Erwachsenenalter ist es möglich, sich zum christlichen Glauben zu bekennen und sich taufen zu lassen. Vor der Konfirmation findet zum Beispiel die Taufe der ungetauften Konfirmanden statt.

Die Taufpaten

In der Regel tendieren Eltern zu zwei Taufpaten, die dem Verwandten- oder Freundeskreis angehören. Da die Paten die Kinder bei der religiösen Entwicklung unterstützen, ist es sinnvoll, dass sie auch der entsprechenden Religion angehören. Die katholische Kirche erkennt nur Taufpaten an, wenn sie katholisch sind. Je nach Landeskirche kann bei den Protestanten ein Taufpate auch einer anderen christlichen Kirche angehören.

Die Taufe planen

Beginnen Sie rund zwei Monate vor dem Tauftermin mit der Planung der Feier. Überlegen Sie sich, in welcher Kirche Sie gerne Ihr Kind taufen lassen möchten. Das muss nicht unbedingt das Gotteshaus in Ihrem Wohnviertel sein. Vereinbaren Sie im Büro der gewünschten Pfarrgemeinde einen Termin für ein Vorgespräch mit dem Pastor oder Pfarrer.

Hier erfahren Sie auch, welche Unterlagen Sie brauchen. In der Regel benötigen Sie Ihre Personalausweise, das Familienstammbuch, eine Geburtsurkunde und Name und Adressen der Paten sowie eine Patenbescheinigung, die das Gemeindebüro am Wohnort des Paten ausstellt.

Das Vorgespräch zur Taufe

Beim Gespräch mit dem Geistlichen erfahren Sie den Ablauf der Zeremonie und legen den Termin für die Tauffeier fest. In welchem Alter Sie Ihr Kind taufen lassen, ist Ihnen überlassen. Wenn Ihnen der Ablauf einer Taufe fremd ist, bitten Sie den Geistlichen um Tipps für eine gelungene Feier.

Tipps für die wichtigsten Fragen:

  • Findet die Taufe im Rahmen des Gottesdienstes oder im kleinen Rahmen statt?
  • Wer hält das Baby während der Taufzeremonie.
  • Wie wird die Taufe vollzogen.
  • Ist es üblich, dass die Eltern bzw. Taufpaten etwas sagen.
  • Ist es möglich, Geschwisterkinder bzw. kleine Kinder in die Zeremonie einzubinden, indem sie zum Beispiel die Taufkerze halten.
  • Können Sie Liedwünsche äußern.
  • Wer sucht den Taufspruch aus?
  • Ist es möglich, ein Taufkleid zu leihen?
  • Wer organisiert die Dekoration der Kirche?

Taufkleidung

Oft wird ein Taufkleid seit Generationen in der Familie weitervererbt. Es ein weißes, langes, umhangartiges Kleidchen, das die Reinheit des Kindes symbolisiert. Oft trägt der Täufling ein passendes Mützchen. Das Taufkleid ist meistens für Babys im Alter von drei bis sechs Monaten gedacht.

Legen Sie den Tauftermin so, dass Ihr Kind auch in das Familienerbstück passt. Wenn Sie keine spezielle Taufkleidung bei Verwandten oder Bekannten ausleihen können, brauchen Sie nicht extra Geld für ein Taufkleid ausgeben. Ziehen Sie Ihrem Kind zur Taufe einfach einen weißen Pulli und Strumpfhöschen über.

Tipps für die Feier

Üblicherweise findet nach der Taufe ein Mittagessen statt und der Tag klingt bei Kaffee und Kuchen aus. Gestalten Sie den Ablauf frei nach Ihren Vorstellungen. Bedenken Sie bei der Taufe eines Babys, dass Sie mit Wickeln und Stillen genug zu tun haben.

Gehen Sie im Restaurant feiern oder bestellen Sie ein Catering. Bestimmt sind Verwandte und Freunde bereit, einige Kuchen zu backen. Bitten Sie jemanden aus dem Bekanntenkreis, die Feierlichkeiten zu fotografieren.

Weinen in der Kirche

Findet die Taufe im Rahmen eines normalen Gottesdienstes statt, passiert es leicht, dass das Baby aufgrund der ungewohnten Geräuschkulisse weint. Bleiben Sie in diesem Fall gelassen, denn niemand in der Gemeinde stört sich daran. Lässt sich das Kind gar nicht beruhigen, gehen Sie  mit dem Baby auf dem Arm kurz hinaus. Übrigens staunen viele Eltern, weil Ihr Kind entgegen aller Erwartungen entweder neugierig die fremde Umgebung betrachtet oder den ganzen Gottesdienst einfach verschläft.

Bildnachweis: mylu / stock.adobe.com

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