Familie Praxistipps

5 Tipps, wie Sie die Trauerbewältigung mit dem Kind richtig angehen

Lesezeit: 2 Minuten Der Verlust eines geliebten Menschen stellt für jeden Erwachsenen einer emotionalen Herausforderung dar, für Kinder ist das plötzliche Fehlen eines Verwandten oder Freundes oftmals umso schlimmer. Auch wenn Sie bei diesem Verlust Trauer und Leid nicht vermeiden können, helfen die folgenden Tipps dabei, die Trauerbewältigung mit Kind einfacher zu gestalten.

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5 Tipps, wie Sie die Trauerbewältigung mit dem Kind richtig angehen

5 Tipps, wie Sie die Trauerbewältigung mit dem Kind richtig angehen

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1. Geben Sie Ihrem Nachwuchs ausreichend Zeit

Jeder Mensch geht anders mit Tod und Trauer um, auch Kinder jeden Alters entwickeln einen ganz eigenen Umgang. Manche werden sich den Verstorbenen über Wochen und Monate hinweg in einer Fantasiewelt erhalten wollen, andere überwinden den Tod schnell mit tränenreichen Nächten. Egal, welchen Weg Ihr Nachwuchs wählt: Geben Sie ihm für die Verarbeitung so viel Zeit, wie er benötigt.

Selbst wenn Sie als Erwachsener den Verlust akzeptiert und überwunden haben, kann es bei Kindern länger dauern. Nehmen Sie dies ernst und lassen Sie der Trauerbewältigung mit Kind solange dauern, wie individuell benötigt.

2. Suchen Sie regelmäßig das Gespräch

Ob Groß oder Klein: Kaum ein Mensch redet gerne über einen erlittenen Verlust und die hiermit verbundene Trauer. Dennoch hilft ein Gespräch wesentlich dabei, die eigene Trauer in Worte zu fassen und den Verlust zu verarbeiten. Psychologische Hilfe kann Erwachsenen und Kindern auf diesem Weg helfen, doch bereits das vertraute Gespräch im Familienkreis leistet einen wertvollen Beitrag für die Trauerbewältigung mit Kind.

Geben Sie diese Aufgabe also nicht an einen professionellen Psychologen ab, sondern schenken Sie Ihrem Kind in Gesprächen großen Rückhalt. Der Verlust wird so durch das enge Zusammenrücken der Familie besser aufgefangen.

3. Veranstalten Sie eine kindgerechte Trauerfeier

Viele Eltern möchten Ihrem Nachwuchs das kollektive Leid beim Begräbnis mit Gottesdienst und Trauerfeier ersparen, was bei sensiblen Kindern empfehlenswert ist. Dennoch sollten Sohn und Tochter die Möglichkeit haben, sich auf ihre Weise von einem verstorbenen Freund oder Verwandten zu verabschieden.

Das Ausrichten einer eigenen kleinen Trauerfeier kann zum wichtigen Element für die Trauerbewältigung mit Kind werden. Bei der Gestaltung der Feier sollte der eigene Nachwuchs schildern, was er sich wünscht und wie er den Verstorbenen verabschieden möchte. Dies kann natürlich auch farbenfroh und mit Musik erfolgen, die würdige bis steife Atmosphäre einer echten Trauerfeier sollte einem Kind nicht aufgezwungen werden.

4. Geben Sie dem Kind Raum für Aktivitäten

Ein Todesfall reißt Erwachsene häufig radikal aus Berufsleben und Alltag heraus, von geregelten Abläufen kann über Tage und Wochen hinweg nicht gesprochen werden. Für Kinder ist dies anders, die unabhängig von Phasen der Trauer weiterhin Hobbys, Spielen und sonstigen Aktivitäten nachgehen.

In der Trauerbewältigung mit Kind sollte dies nicht untersagt werden, im Gegenteil: Zwischen kindlichen Trauerphasen ist es gut, dass Ihr Nachwuchs lebensfroh seinen eigenen Interessen weiterhin nachgeht. Auch wenn Ihnen nicht nach Spiel und Spaß zumute ist, darf und sollte sich das Kind frei mit seinen Freizeitaktivitäten befassen.

5. Nehmen Sie jeden Todesfall des Kinderlebens ernst

Kinder kommen über die Jahre nicht selten mit dem Thema Tod und Verlust in Berührung. Mal ist es der geliebte Goldfisch, in anderen Fällen ein imaginärer Freund. Solche Verluste sind für Erwachsene kaum ein ernsthaftes Trauern wert, im kindlichen Gefühl sieht dies jedoch anders aus. Der Hinweis, dass ja „nur ein Goldfisch“ gestorben ist, führt oftmals zu noch größerer Wut oder Trauer. Nehmen Sie bei der Trauerbewältigung mit Kind deshalb jeden Verlust ernst und sprechen Sie ernsthaft hierüber, wenn Ihr Kind diese Trauerhilfe benötigt.

Bildnachweis: Firma V / stock.adobe.com

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