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Saisonobst: Was sich mit der Quitte kulinarisch alles machen lässt

Saisonobst: Was sich mit der Quitte kulinarisch alles machen lässt
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geschrieben von Stephan Pelzl

Alte Obstsorten erleben eine Renaissance. Eine der edelsten und wertvollsten ist die Quitte. Sie wird aller Wahrscheinlichkeit bereits seit 6.000 Jahren kultiviert und wurde von den Griechen und Römern wegen ihrer heilsamen Wirkungen und natürlich auch wegen ihrer kulinarischen Vielfältigkeit geschätzt. Zwar kann man sie in den seltensten Fällen roh essen. Verarbeitet dagegen ist sie ein wahres Multitalent, mit dem man so einiges anstellen kann.

Quitte geliert: Der Konfitüren-Klassiker

Die Quitte ergibt dank ihres eigenständigen, vielschichtigen Aromas exzellente Gelees („Quittenkäs“ in Österreich), Konfitüren und Marmeladen. Dank des hohen Pektingehaltes (vor allem in den Schalen) geliert sie zudem ausgezeichnet, daher mit Schale und Kerngehäuse einkochen. Das Wort „Marmelade“ geht übrigens auf die Quitte zurück, die auf Portugiesisch „marmelo“ heißt, was sich wiederum vom griechischen Wort „melimelon“ (Honigapfel) ableitet.

Quitte flüssig: Aromatische Alternative

Quittensaft schmeckt nicht nur hervorragend, sondern ist auch überaus gesund. Ein Schuss Quittensaft in den Sekt ergibt einen erfrischend abwechslungsreichen Aperitif. Und natürlich lässt sich die Quitte auch gut zu Likör oder Obstbrand verarbeiten.

Quitte eingelegt: Herzhafte Beilage

Quitten in Stücke geschnitten und mit Gewürzen und Essig eingelegt sind ein Hochgenuss, als Vorspeise oder Beilage von Fleisch (Wild geht gut, auch Lamm). Auch in der Kombination mit Ingwer eröffnen sich interessante Aromawelten.

Quitte püriert: Basis neuer Ideen

Als Mus oder Chutney lässt sich die Quitte zu vielen Desserts verarbeiten oder als aromatische Füllung einsetzen.

Quitte aus dem Ofen: Der bessere Bratapfel

Nichts gegen Omas Bratapfel – aber eine Bratquitte läuft im Ofen zu Hochform auf. Dank ihres festen Fruchtfleisches behält sie eine gute Konsistenz, und als Füllung von Geflügel gibt die Quitte reichlich Aroma ab. Gut eignen sich Gans und Ente.

Quittenbrot: Süße Verführung

Das Quittenbrot ist eine Süßigkeit, die mit eigentlichem Brot gar nichts zu tun hat. Es besteht aus mit Zucker eingedicktem Quittenmus, das etwa 1 cm dick auf ein Backblech gegeben und dann im Ofen getrocknet wird. Es entsteht ein süßer Fladen, der dann in 2-3 cm lange, rautenförmige Streifen geschnitten und gerne noch in Zucker gewendet wird. In Spanien ist das Quittenbrot als dulce de membrillo sehr beliebt und wird traditionell zu Weihnachten und im Winter gebacken.

Quitte roh: So geht es doch

Sehr reife Quitten lassen sich auch roh genießen, als Zugabe im Salat beispielsweise, oder in Honig getaucht oder eingelegt. In den Mittelmeerländern gibt es Quittensorten, die besser roh genossen werden können als die bei uns die heimischen Quitten. Sie finden sie hierzulande bei türkischen oder arabischen Gemüsehändlern.

Quitte als Duftspender: Natur für die Nase

Früher legte man Quitten gerne in den Kleiderschrank, um den Kleidungsstücken einen feinen Duft zu verleihen. Vergessen Sie die Früchte aber bloß nicht. Empfehlenswerter dagegen ist eine Schale Quitten in der Küche, dem Bad oder dem Esszimmer. Die Früchte sorgen schnell für einen wohligen, natürlichen Duft, der sich angenehm von dem Aroma künstlicher Duftspender unterscheidet.

Bildnachweis: Printemps / stock.adobe.com

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