Photoshop Elements: HDR-Bilder für schwierige Motive

Bei Motiven mit extrem hellen und extrem dunklen Stellen kann eine einzelne Belichtung nicht alle Helligkeitsstufen abbilden. Lassen Sie aus Belichtungsserien von Photoshop Elements HDR-Bilder (etwa: „Bilder mit hohem Kontrastumfang“) erzeugen, um alle Stellen perfekt wiederzugeben.

Der Kontrast von Szenen ist oft so hoch, dass auch modernste Digitalkameras nicht alle Bildstellen in einer einzelnen Belichtung richtig wiedergeben können. Fertigen Sie von solchen Motiven Belichtungsreihen an, um später in Photoshop Elements HDR-Bilder zu erstellen.

Belichtungsreihe als Ausgang für HDR-Bilder
Bei sonnigen Landschafts- und Architekturaufnahmen und bei Bildern, in denen die Lichtquelle Teil des Motivs ist, kommt es oft zu Problemen mit der Belichtung. Der Helligkeitsunterschied zwischen den dunklen und hellen Stellen ist zu groß, z. B. zwischen einem Innenraum und der Aussicht aus dem Fenster. Selbst mit modernen Digitalkameras kann nur ein Teil des Motivs richtig belichtet werden.

Bei unbeweglichen Motiven können Sie Belichtungsserien anfertigen, aus denen Photoshop Elements HDR-Bilder zusammenfügt.

Fotografieren Sie die Szene mehrfach mit verschiedenen Belichtungseinstellungen, sodass Sie eine Reihe von Bildern erhalten, die von einer Unter- bis zur Überbelichtung reicht. Diese Belichtungsreihe wird in Photoshop Elements zum HDR.

Photoshop Elements: HDR mit dem Photomerger
Mit einem einfachen Werkzeug lassen sich in Photoshop Elements HDR-Bilder erstellen. Laden Sie dazu alle Bilder der Belichtungsreihe in den Editor. Im Öffnen-Dialog lassen sich mehrere Bilder mit gedrückter Strg-Taste auswählen.

Unter Datei -> Neu -> Photomerger-Belichtung öffnen Sie das Werkzeug um HDR-Bilder zu erstellen. Zuerst berechnet Photoshop Elements ein HDR automatisch und zeigt es in der Vorschau an. Das Ergebnis lässt sich jedoch noch verbessern.

Ist das Ergebnis viel zu hell oder zu dunkel, können Sie über die Kontrollkästchen neben den einzelnen Belichtungen Bilder abwählen. Diese werden dann nicht berücksichtigt, wenn Photoshop Elements das HDR-Bild zusammenfügt.

Zunächst ist im Photomerge-Dialog "Einfaches Überblenden" aktiviert. Durch Wechsel zu "Selektives Überblenden" können Sie mehr Einfluss darauf nehmen, wie Photoshop Elements das HDR errechnet. Über Schieberegler können Sie die Sättigung und die Tiefen Ihrer HDR-Bilder steuern.

Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, klicken Sie auf "Fertig". Die von Photoshop Elements erstellten HDR-Bilder lassen sich danach als eigenständige Dateien beliebig weiter bearbeiten, retuschieren und verfeinern.

Mit Photoshop Elements HDR-Bilder manuell anlegen
Im manuellen Modus erzeugt Photoshop Elements HDR-Bilder nach präzisen Vorgaben.

Das Bild, auf dem die meisten Stellen richtig belichtet sind, ziehen Sie mit der Maus in das Feld "Hintergrund". Andere Bilder können nun als Quelle benutzt werden, um HDR-Bilder zu erstellen. Durch Doppelklick auf ein Bild wird es in das Feld "Vordergrund" geladen.

Mit dem Auswahl-Werkzeug umranden Sie nun grob die gut belichteten Bereiche im Quell-Bild. Aus den beiden unterschiedlichen Belichtungen erzeugt Photoshop Elements ein HDR-Bild. Auch die Ergebnisse aus der manuellen Erstellung können noch weiter verfeinert werden.

Veröffentlicht am 22. März 2011