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Android-Apps mit BlueStacks App-Player unter Windows nutzen

Android-Apps mit BlueStacks App-Player unter Windows nutzen
Rudolf Ring
geschrieben von Rudolf Ring

Sie haben ein Smartphone oder einen Tablet-PC mit Android-Betriebssystem? Und ein Windows-PC oder -Notebook? Wie wäre es, wenn Sie Ihre Android-Apps auch auf dem Windows-Rechner laufen lassen könnten? Dieser irre Anwendungstrick gelingt Ihnen zukünftig mit dem „BlueStacks App Player“, einem Windows-Programm, das Ihnen ein perfektes Zusammenspiel von Android-Apps mit einem Windows-PC ermöglicht.

BlueStacks App-Player ist ein Virtualisierungssystem für Android-Apps unter Windows

Jedes Betriebssystem legt die Plattform fest, nach der sich die Programme und der verwendete Programmcode richten müssen. Allerdings gibt es mit den Emulatoren eine Software-Spezies, mit der Sie die Grenzen der Betriebssystemabschottung niederreißen. Ein ganz besonderes Virtualisierungssystem ist der neue "BlueStacks App-Player" der Firma Blue Stacks aus dem kalifornischen Campbell.

BlueStacks ist ein Virtualisierungssystem, das es ermöglicht, auf einem Windows-PC die Programme (Apps) des Android-Betriebssystems laufen zu lassen. Das ist gleich aus mehrerlei Gründen bemerkenswert, denn Android ist vom Kern her eine Linux-Variante. Zudem sind die Apps für Android für eine Geräteumgebung spezifiziert, die per Touchscreen (berührungsempfindlichem Bildschirm) gesteuert wird. Nicht zu vergessen: die Android-Apps sind für völlig andere Auflösungen programmiert.

Doch BlueStacks schafft diese kleine Zirkusnummer. BlueStacks ist allerdings kein vollständiger Emulator, sondern ein App-Player, denn er stellt dem Anwender keine "nachgemachten" Betriebssystemfunktionen des Gast-Betriebssystems zur Verfügung. Nachdem Sie BlueStacks unter Windows installiert haben, können Sie Android-Apps wie gewöhnliche Windows-Programme auf Ihrem Rechner laufen lassen.

Mit BlueStacks App-Player geht Windows so richtig "App"

Mit BlueStacks gelingt das kleine Kunststück, dass Android-Apps auf einem Windows-PC laufen und Sie die Daten der Programme zwischen der Android-Betriebssystemebene und Windows verschieben können. Die Voraussetzung für diesen Trick liegt darin, dass Android-Apps in der Programmiersprache Java entwickelt werden, die vom US-Unternehmen Sun auch für Windows-PCs kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Der Wechsel zwischen Windows-Programmen und Android-Apps ist praktisch nahtlos. Besonders praktisch: BlueStacks greift im Hintergrund auf nützliche Dienste von Windows zurück, sodass Sie auch direkt aus Android-Applikationen heraus drucken können oder auch Kamera und Mikrofon Ihres Windows-Rechners mit der Android-App nutzen können, um beispielsweise mit der Smartphone-Version von Skype Videotelefonate zu führen. Ihre wichtigsten drei Vorteile durch BlueStacks:

  1. Sie erschließen sich die Nutzung von hunderttausenden Apps, die es für Android gibt. Die meisten davon sind sogar kostenlos.
  2. Zudem können Sie als Besitzer eines Android-Mobilgeräts (Smartphone, Tablet-PC, Netbook) lokal auf Ihrem Windows-Rechner testen, ob die App Ihnen gefällt und die Installation lohnt, schließlich ist auf Mobilgeräten der Speicherplatz immer knapp.
  3. Der BlueStacks-Emulator bindet nicht nur die Apps und Daten in Ihr Windows-System ein, zudem können Sie über den Dienst "BlueStacks Cloud Connect" Apps auf einem Android-Smartphone und auf dem Computer automatisch synchronisieren.

Download und weitere Infos zum BlueStacks App-Player

Aktuell ist BlueStacks in der Beta-Phase der Programmentwicklung und kann kostenlos unter der Adresse http://www.bluestacks.com (ca. 120 MB) heruntergeladen werden. Bitte seien Sie noch nicht allzu kritisch, was Fehler und Darstellungs- und Geschwindigkeitsmängel angeht, schließlich ist eine Beta-Version ja eine Testphase. Auf der genannten Webseite finden Sie auch eine Video-Tour zur Beta-Version sowie den Download für das Apple Mac-Betriebssystem OS X.

Tipp: Weitere Infos zu Android-Apps finden Sie in diesen experto-Beiträgen:

Über Ihren Experten

Rudolf Ring

Rudolf Ring

Rudolf Ring gehört zu den frühen Einsteigern in die Informationstechnologie in Deutschland und hat ab den 80er Jahren die Vorzüge so ziemlich jeden Computertyps irgendwann persönlich in Erfahrung gebracht. Nach Bundeswehr, Studium und freien Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung leitete der Computer-Experte die PC-Werkstatt eines mittelständischen IT-Unternehmens.

Als selbstständiger Journalist und Autor verfasste er seit Anfang der neunziger Jahre bis heute unter anderem für PC-Anwender-Handbuch, PC-Hardware-Profi und PC-Pannenhelfer mehrere hundert Beiträge, hinzu kommen Bücher und Studien. Vom ersten IBM-PC 1981 bis zu den neuesten Mobilgeräten reicht sein Interessengebiet.

Schwerpunkt seiner aktuellen Beiträge sind die klassischen Themen PC-Hardware und -Pannenhilfe, hinzu kommen Home-Entertainment und Mobile Computing. Dem Informationsdienst „Einfach Android“ steht Rudolf Ring als Chefredakteur vor.

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