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Zusatzurlaub und Teilurlaub

Lesezeit: 2 Minuten Einige Arbeitnehmer haben längere gesetzliche Urlaubsansprüche. Hier die Sonderregeln für besondere Personengruppen im Überblick:

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Zusatzurlaub und Teilurlaub

Zusatzurlaub und Teilurlaub

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Schwerbehinderte Menschen:

Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf 5 Tage Zusatzurlaub im Jahr, wenn sie an 5 Tagen pro Woche arbeiten. Arbeitet ein schwerbehinderter Arbeitnehmer mehr oder weniger, reduziert bzw. erhöht sich der Urlaubsanspruch entsprechend

Jugendliche:

Arbeitnehmer, die noch keine 18 Jahre alt sind, haben einen Urlaubsanspruch von mindestens

  • 30 Werktagen, wenn sie zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt sind,
  • 27 Werktagen, wenn sie zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt sind,
  • 25 Werktagen, wenn sie zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt sind.

Schwangere:

Während des Mutterschutzes darf der Urlaubsanspruch nicht gekürzt werden.

Mitarbeiter in Elternzeit:

Ein Mitarbeiter, der in Elternzeit geht, muss hingegen mit einer Kürzung rechnen. Der Arbeitgeber darf den Jahresurlaubsanspruch um 1/12 pro vollen Monat kürzen. Dies gilt allerdings nicht, wenn sich der Mitarbeiter entschließt während der Elternzeit in Teilzeit zu arbeiten (§ 17 Abs. 1 BEEG).

Neue Mitarbeiter und Teilurlaub:

Den vollen Urlaubsanspruch erwerben Arbeitnehmer erst nach 6-monatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses.

Wenn Arbeitnehmer im laufenden Kalenderjahr die Wartezeit nicht erfüllen, haben sie Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. Gleiches gilt, wenn sie nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres ausscheidet.

Beispiel:

Das Arbeitsverhältnis mit einem in teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer besteht vom 1.1. bis zum 30.4. Vertraglich wurde ein Jahresurlaubsanspruch von 16 Tagen vereinbart. Nun muss der Arbeitgeber jedoch nur für 4 Monate Urlaub zu gewähren, sodass sich folgende Berechnung ergibt: 16 Urlaubstage : 12 Monate x 4 Monate = 5,33 Tage. Der Arbeitgeber gewährt für die 4 Monate also 5,33 Tage Urlaub.

Scheidet einer der Arbeitnehmer nach Erfüllung der 6-monatigen Wartezeit aber in der 2. Jahreshälfte aus, also in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember, hat er den vollen gesetzlichen Urlaubsanspruch.

Wichtig:

Nur bei der Berechnung des Teilurlaubs runden Sie Urlaubstage, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage auf.

Am Ende des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitgeber über den genommenen und den abgegoltenen Urlaub eine Bescheinigung auszustellen.

Krankheit im Urlaub:

Sollte ein Arbeitnehmer während seines Urlaubs erkranken, dürfen diese Tage nicht auf den Jahresurlaub angerechnet werden. Der Urlaub kann also nachgeholt werden.

Bildnachweis: haveseen / stock.adobe.com

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