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Zusatzurlaub für schwerbehinderte Mitarbeiter gilt immer

Lesezeit: < 1 Minute Schwerbehinderte erhalten einen gesetzlichen Zusatzurlaub von normalerweise fünf Arbeitstagen im Jahr (§ 125 Abs. 1 Satz 1 SGB IX). Zu was Sie diese fünf Tage Zusatzurlaub aber addieren: zum gesetzlichen Mindesturlaub oder zum vertraglichen Urlaub? Darüber stritten sich ein Arbeitnehmer und sein Arbeitgeber vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG).

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Zusatzurlaub für schwerbehinderte Mitarbeiter gilt immer

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Zusatzurlaub vor Gericht
Der Fall: Arbeitsvertraglich war mit dem schwerbehinderten Mitarbeiter ein Urlaub von 29 Arbeitstagen vereinbart. Der Arbeitgeber weigerte sich nun, dem Mitarbeiter auch noch den Zusatzurlaub nach § 125 SGB IX zu gewähren: Der Zusatzurlaub werde nur zum gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Werktagen hinzugerechnet; der Arbeitnehmer habe also mit den 29 Tagen im Ergebnis seinen Zusatzurlaub schon bekommen, so der Arbeitgeber.

Das Urteil des BAG
Die Richter am Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt sahen das allerdings anders: § 125 Abs. 1 Satz 1 SGB IX enthält für die Argumentation des Arbeitgebers keine Anhaltspunkte (BAG, Urteil vom 24. Oktober 2006, Az.: 9 AZR 669/05).

Zusatzurlaub – Auswirkungen für Sie als Arbeitgeber
Den Zusatzurlaub müssen Sie also immer zusätzlich gewähren. § 125 SGB IX bezieht sich auf eine 5-Tage-Woche (für die gibt es 5 Arbeitstage Zusatzurlaub). Arbeitet Ihr Mitarbeiter an mehr oder weniger Tagen in der Woche, müssen Sie den Urlaubsanspruch entsprechend umrechnen: In der 6-Tage-Woche bekommt er auch 6 Tage Zusatzurlaub; in einer 4-Tage-Woche nur 4 Tage Zusatzurlaub und bei einer 1-Tages-Woche bekommt er eben auch nur einen Tag Zusatzurlaub.

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