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Zukunftsforscher Matthias Horx: Abschied vom Informationszeitalter – Warum wir den Computer nicht mehr lieben

Lesezeit: < 1 Minute Irgendwann in diesem Winter, an einem grauen und windigen Tag, hat es 'knacks' gemacht. Und unsere Liebesaffäre mit dem Computer, die uns fünf Jahre in Herzklopfen hielt, zerbrach.

Der eigentliche Anlass war, wie bei jeder großen Leidenschaft, unerheblich. Der siebte Systemabsturz an einem Tag. Oder eine besonders hohe Flutwelle unsinniger Mails. Oder die Tatsache, dass der nette Langhaarige, der normalerweise mein System am Laufen hält, sich krank meldete. Egal, denn...

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Zukunftsforscher Matthias Horx: Abschied vom Informationszeitalter – Warum wir den Computer nicht mehr lieben

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Computer sind Zeitfressmaschinen. Sie locken uns mit immer neuen Features und Applications und Anwendungsversprechungen. Der Preis: Wir müssen eigentlich alle "Freaks" werden, unser Leben "dem System" opfern.

Computer sind teuer – was sich erst nach dem Kauf, im täglichen Kampf Mann/Frau gegen Maschine zeigt. Ein Computer fordert, so neueste Untersuchungen, ungefähr das Dreifache dessen, was er als Hardware kostet im Jahr – an Zubehör, Service, Wartung, Pflege, Nerven, Baldriantropfen, Agressions-Ausgleich etc.

Computer erzeugen in unserem Leben ein schmerzhaftes Paradox aus Wissen und Nichtwissen, Information und Ohnmacht. In der Tat haben sie eines ihrer Großen Versprechungen gehalten: Sie stellen uns via Internet gigantische Mengen an Information an jedem beliebigen Ort zur Verfügung. Aber gleichzeitig entwerten sie diese Information. Hier liegt der eigentliche faule Kern des Computerversprechens: Er hat nur selten die wahre Produktivität unserer Arbeit erhöht. Die diesjährige CeBIT-Messe wird das alles nur am Rande, in einigen intellektuellen Talkshows diskutieren. Erneut wird man uns ganz neue, sensationelle, ja "intelligente" Gadgets, Softwarelösungen, Geschäftsmodelle versprechen. Wieder werden sagenhafte Taktraten, Download-Geschwindigkeiten, Speichermethoden angekündigt – 4-Megabit-Chips, Neuroschaltkreise, Bioneuronen – alles megagünstig und sofort verfügbar. So treibt sich eine Branche selbst in den Ruin.

Aber gemach. Werfen wir einen milden Blick auf die Geschichte der Technologie. Das Auto etwa hat 100 Jahre gebraucht, bis es sich von den explodierenden, lebensgefährlichen Kisten der Pionierjahre in jene wohlriechenden und gut geformten Cocooning-Boliden verwandelte, mit denen wir sogar gerne im Stau stehen. Warum sollte es dem Computer anders ergehen?

Aus diesem Grund ist der Abschied vom Informationszeitalter nur vorübergehend. Wir müssen üben. Er muss sich verändern. Bis bald, alter Freund – in völlig anderer Gestalt!

Herzlichst Ihr
Matthias Horx

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