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Zeugnis: Wie lange Sie ein Zeugnis ausstellen müssen

Lesezeit: < 1 Minute Jeder Mitarbeiter hat einen gesetzlichen Anspruch auf ein Zeugnis. Aber wie lange nach Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis kann er diesen Zeugnisanspruch geltend machen?

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Zeugnis: Wie lange Sie ein Zeugnis ausstellen müssen

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Irgendwann müssen Sie auch einmal Ruhe haben und sich nicht mehr der „Gefahr“ ausgesetzt sehen, einem Mitarbeiter ein Zeugnis ausstellen zu müssen. Natürlich hat ihr Mitarbeiter einen Anspruch auf ein Zeugnis, aber je länger das Ende des Arbeitsverhältnisses her ist, desto schwerer ist es für Sie, ein sachgerechtes Zeugnis zu formulieren.

Im Zusammenhang mit der Frist zum Ausstellen von Zeugnissen gibt es ein wichtiges Urteil. 

Ausschlussfristen gelten auch für den Anspruch auf Zeugnis
Sind in Ihrem Tarifvertrag oder in dem Arbeitsvertrag Ausschlussfristen vereinbart, so gelten diese auch für den Anspruch auf Zeugnis (Sächsisches LAG, Urteil vom 30.01.1996 – 5 Sa 996/95). Und: Dies gilt auch für den Anspruch auf Berichtigung des Zeugnisses. Die Ausschlussfrist beginnt dann allerdings nicht mit Ende des Arbeitsvertrages zu laufen, sondern dann, wenn Sie dem Mitarbeiter die erste Version des Zeugnisses gesendet haben.

Das bedeutet für Sie:
Sie sind nur dann zur Ausstellung des Zeugnisses verpflichtet, wenn die Ausschlussfristen noch nicht abgelaufen sind. Ist in Ihrem Fall keine Ausschlussfrist vereinbart, so gilt als Obergrenze die dreijährige Verjährungsfrist für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis (§§ 195, 199 BGB).

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