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Zeugnis: Seien Sie vorsichtig mit mündlichen Zusagen

Grundsätzlich ist es Ihre Sache als Arbeitgeber, wie Sie ein Zeugnis formulieren. Es muss allerdings wahr und berufsfördernd sein. Wenn Sie aber bestimmte Inhalte mündlich zusagen, sind Sie daran gebunden. Überlegen Sie daher lieber zweimal, bevor Sie sich zu mögliche Zeugnisinhalten äußern.

Zeugnis: Seien Sie vorsichtig mit mündlichen Zusagen

Denn sonst geht es Ihnen wie einem Arbeitgeber, der sich wegen eines von ihm ausgestellten Zeugnisses mit seinem Ex-Arbeitnehmer vor dem Landesarbeitsgericht in Nürnberg wiederfand. Und dort verlor.

Der Arbeitgeber hatte sich mit einem Ex-Mitarbeiter über einen bestimmten Zeugnistext geeinigt. Davon gingen jedenfalls zunächst das Arbeitsgericht und dann in zweiter Instanz das LAG aus. Dieser Inhalt fand sich dann aber nicht in dem tatsächlichen Zeugnis komplett wieder. Der Mitarbeiter klagte.

Vorsicht mit der Zusage bestimmter Formulierungen im Zeugnis
In dem Urteil (LAG Nürnberg; Urteil vom 16.06.2009, Az.: 7 Sa 641/08) stellten die Richter fest, dass solche mündlichen Zusagen für den Arbeitgeber bindend seien. Selbst, wenn Sie sich geirrt haben und hinterher feststellen, dass die vereinbarte Formulierung falsch ist, haben Sie den Ärger am Bein.

Man wird zwar noch argumentieren können, dass Sie sich von einer solchen Formulierung Im Zeugnis lösen können, wenn die Tatschen unbekannt waren und sich hinterher herausstellte, dass die vereinbarte Zeugnisformulierung grob falsch ist, aber den Ärger haben Sie auf jeden Fall. Vermeiden Sie daher mündliche Zusagen über den Inhalt eines Zeugnisses.

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