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Zeitmanagement: Wie ist Ihr Verhältnis zur Zeit?

Lesezeit: 3 Minuten Zeitdruck und Hektik nehmen im Arbeitsalltag spürbar mehr zu, das Rad scheint sich immer zu drehen und scheinbar zählt nur noch Geschwindigkeit. Doch was ist, wenn Sie diese Hetze nicht mehr mitmachen wollen? "Schön wär's ja", höre ich Sie sagen. Und wie soll das gehen? Indem Sie anfangen, das Tempo mitzubestimmen und Ihre Zeit nicht zu verschwenden. Wie, das lesen Sie jetzt.

3 min Lesezeit
Zeitmanagement: Wie ist Ihr Verhältnis zur Zeit?

Zeitmanagement: Wie ist Ihr Verhältnis zur Zeit?

Lesezeit: 3 Minuten

Es ist immer leicht, anderen die Schuld für die eigenen Zeitprobleme in die Schuhe zu schieben. Beispiele gefällig? Sie standen im Stau, Ihr Chef hat Ihnen mal wieder viel zu viele Aufgaben übergeholfen oder die Bahn fuhr nicht pünktlich. Doch waren es wirklich immer die anderen oder die Umstände? Oder haben Sie nicht auch zu einem großen Teil selbst diese Probleme mitverursacht?

Schieben Sie keine Verantwortung ab

Denn egal was Sie auch unternehmen, Sie setzen die Ursache. Und damit tragen Sie auch die Verantwortung dafür. Natürlich ist es immer leicht, zuerst auf andere mit dem Finger zu zeigen, doch für Ihre Zeitprobleme sind in den meisten Fällen Sie zuständig. Wer ist denn zu spät losgefahren oder hat geglaubt, dass es schon nicht zu einem Stau kommen wird? Wer hat sich denn von seinem Chef Aufgaben aufhalsen lassen, die bei genauer Betrachtung gar nicht in dem angegebenen Zeitraum zu schaffen waren? Wer hat denn diese Problematik nicht offen angesprochen? Und wer lässt sich bei unliebsamen Projekten immer gerne ablenken?  
Sie sehen: Wenn Sie selbstkritisch an diese Angelegenheit herangehen, dann gelangen Sie zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass es Ihre ureigenste Aufgabe ist, Verantwortung für Ihr Handeln und damit über die Verwendung Ihrer Zeit zu übernehmen. Denn Sie entscheiden, welchen Dingen Sie sich widmen, ob Sie Störungen und Ablenkungen akzeptieren und ob Sie mit den Konsequenzen leben können oder nicht.

Drosseln Sie Ihr Tempo

Auch wenn es gerne immer wieder suggeriert wird: Es geht nicht immer schneller. Dem Menschen sind bestimmte Grenzen gesetzt, die er auch tunlichst nicht überschreiten sollte. Statt also immer schneller zu werden, probieren Sie es mal auf eine andere Art und Weise aus. Entscheiden Sie für sich, welche Geschwindigkeit für Sie optimal ist und behalten Sie diese bei. Sie werden über lang oder kurz eine entscheidende Erfahrung machen, nämlich die, dass es auch anders sprich langsamer geht. Das bestätigen übrigens auch Hirnforscher. Die sagen, dass Sie nur dann neue Gewohnheiten etablieren, wenn Sie bessere Erfahrungen machen als bisher.

Wenn Sie also Ihr Tempo gefunden haben, schauen Sie, was passiert. Vermutlich werden Sie wesentlich weniger Fehler machen als bisher (Nacharbeiten entfallen also), außerdem werden Sie ruhiger und gelassener. Sie stecken Schwierigkeiten besser weg und könnten in hektischen Situationen entspannter reagieren. Das entscheidende ist, dass Sie Ihre Arbeitsgeschwindigkeit finden und sich nicht in ein von außen aufgedrücktes Schema pressen lassen. Das wird über lang oder kurz zu Problemen führen. Orientieren Sie sich daher nicht an anderen, sondern finden Sie Ihren Weg. Das kommt einerseits Ihrer Gesundheit zugute, andererseits steigern Sie Ihre Leistungsfähigkeit.

Stärken Sie Ihre Gegenwartsorientierung

Die Hetze in den westlichen Industrieländern bringt es mit sich, dass viele Menschen häufig mit ihren Gedanken in der Zukunft sind, ohne  die Gegenwart wahrzunehmen. Im Alltag vergeht für Sie die Zeit, weil ein Ereignis dem anderen folgt. Würden Sie in einer dunklen Höhle leben ohne einer Tätigkeit nachzugehen, hätten Sie Mühe, den Zeitablauf überhaupt zu bemerken. Pressen Sie nun immer mehr Aufgaben in einen vorhandenen Zeitrahmen, empfinden Sie das schnell als Hetze. Ein Ausweg aus diesem Zustand besteht darin, dass Sie Ihre Gegenwartsorientierung bewusst stärken.

Was heißt das? Beispielsweise, dass Sie beim Frühstück nicht die Zeitung lesen, sondern sich auf das Essen konzentrieren. Dass Sie beim Autofahren sich nicht überlegen, wen Sie im Büro als erstes alles anrufen müssen und was die Eckpunkte für die Besprechung am Vormittag ist, sondern sich auf den Verkehr konzentrieren. Mit anderen Worten: Verlagern Sie Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit auf das, was Sie gerade tun. Der Begriff vom zerstreuten Professor resultiert nämlich genau daher. Denn der denkt an eine bestimmte Sache und macht real etwas anderes. Deswegen verlegt  er seine Schlüssel und sucht seine Brille, die er auf dem Kopf hat.

Wenn Sie sich mit diesem Thema näher befassen, werden Sie sehr schnell feststellen, dass Sie effizienter, weniger fehlerbehaftet und genauer arbeiten.

Viel Erfolg beim Umsetzen!

Bildnachweis: Egor / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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