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Wozu dient die Kostenträgerrechnung?

Lesezeit: < 1 Minute Die Kostenträgerrechnung ist neben der Kostenartenrechnung und der Kostenstellenrechnung eine der drei großen Kostenrechnungen. Ihre Aufgabe ist es Auskunft darüber zu geben, wo genau die Kosten entstanden sind. Dadurch hilft sie bei der Ermittlung von Hersteller- und Selbstkosten von Leistungen und Produkten eines Unternehmens.

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Wozu dient die Kostenträgerrechnung?

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Die Kostenträgerrechnung
wird in die zwei Bereiche Kostenträgerzeitrechnung und Kostenträgerstückrechnung untergliedert.

Die Kostenträgerstückrechnung

Oftmals auch als "Kalkulation" bekannt, bietet die Kostenträgerstückrechnung die Möglichkeit, die Selbstkosten pro produzierter Einheit sowie die Kosten je Kostenträger zu erfassen. Die direkten Einzelkosten werden dabei aus der Kostenartenrechnung hinzugezogen und fließen unmittelbar in die Selbstkosten des jeweiligen Produktes ein (zum Beispiel die Kosten für Material).

Die Gemeinkosten werden hingegen aus der Kostenstellenrechnung abgeleitet und dann direkt auf den Kostenträger umgelegt. Dabei unterscheidet man noch einmal zwischen Teilkosten- und Vollkostenrechnungen. Letzteres enthält die gesamten Gemeinkosten des Kostenträgers, während bei der Teilkostenrechnung diese nicht in die Kalkulation mit einbezogen werden. Stattdessen werden die Gemeinkosten auf der Ebene des Gesamtunternehmens nachrangig verrechnet.

Man unterscheidet dabei die verschiedenen Kalkulationsverfahren nach ihrem Kalkulationszeitpunkt: Die Vor-, Zwischen- und Nachkalkulation sind die drei zeitlich relevanten Punkte.

Das einfachste Verfahren ist dabei die Divisionskalkulation, die im Normalfall bei Einproduktunternehmen Anwendung findet. Dabei werden die Stückkosten ganz einfach durch Division der kompletten Kosten durch die Produktions- beziehungsweise Absatzmenge ermittelt.

Bei Unternehmen mit mehreren Produkten wird hingegen die Zuschlagskalkulation benutzt, die auf unterschiedliche Bezugsgrößen als Grundlage berechnet werden kann: Einzelmaterial oder Fertigungseinzelkosten spielen hierbei eine große Rolle. Der Teilbereich der Kostenträgerrechnung dient somit der Preisfindung sowie der bilanziellen Bewertung von den jeweiligen Lagerbeständen. Außerdem hilft sie bei der Klärung der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Kostenträger.

Die Kostenträgerzeitrechnung

Bei der Betrachtung des zweiten Bereiches der Kostenträgerrechnung, der Kostenträgerzeitrechnung, kann man alle auf den Kostenträger aufgelaufene Kosten sehen, die innerhalb einer festgelegten Periode erfasst worden sind. Sie hilft bei der Auswertung aller Kosten und dient sowohl als Steuerung als auch zur Kontrolle eines Unternehmens.

Außerdem werden die Erträge der gleichen Periode den Kosten gegenüber gestellt und werden so zu Ergebnisprojekten. Wenn Sie Ihr Unternehmen also kosteneffizient aufstellen möchten, kommen Sie um die Kostenträgerrechnung nicht herum.

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