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Work-Life-Balance im Home-Office

Lesezeit: 3 Minuten Die Digitalisierung macht es möglich, dass heutzutage immer mehr Menschen im Home-Office arbeiten können. Mittlerweile nutzt fast ein Viertel der Deutschen das heimische Büro zur Telearbeit, Tendenz steigend.

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Work-Life-Balance im Home-Office

Work-Life-Balance im Home-Office

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Die Vorteile liegen auf der Hand: Man spart eine Menge Zeit, da die Arbeitswege wegfallen. Außerdem gibt man weniger Geld für Spritkosten aus und das ist gleichzeitig besser für die Umwelt. Ein Problem ist jedoch das Abschalten nach der Arbeit. Eine gesunde Work-Life-Balance ist somit oftmals schwer zu erreichen, wenn der Arbeitsplatz allgegenwärtig ist.

Das Problem mit dem Home-Office

Neben den ganzen Vorteilen ist das Abschalten nach der Arbeit im heimischen Büro ein wirkliches Problem. Meist arbeiten die Menschen im Home-Office länger und häufen Überstunden an. Der Arbeitstag dauert im Schnitt 48,5 Minuten länger als im Büro. Aber auch nachdem die Arbeit erledigt ist, kann die Telearbeit immer noch negativ nachwirken. Es fällt nämlich schwerer, Privates und die Arbeit voneinander zu trennen. Die Folge kann Stress sein und der wirkt sich meist auf die Gesundheit aus.

Nicht selten kann dies zu einem Burnout führen, einer der häufigsten Gründe für Berufsunfähigkeit. Also gilt es besser vorzusorgen und nach Feierabend eine klare Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben eingehalten werden. Zudem sollten auch zwischendurch immer wieder kurze Pausen eingelegt werden, um den Kopf freizubekommen und gleichzeitig noch produktiver und konzentrierter zu werden.  

Den Feierabend vom Arbeitstag trennen

Oft fällt es schwer, die Arbeit vom Privaten zu trennen. Vor allem dann, wenn das Büro eine Nische im Wohn- oder Schlafzimmer ist und kein abgetrennter Raum. So ist man noch nach Feierabend damit konfrontiert. Dagegen kann man jedoch etwas tun. Zum einen sollte der Arbeitsplatz auf keinen Fall im Schlafzimmer aufgebaut sein. Schlafstörungen sind ansonsten vorprogrammiert. Arbeitet man im Wohnzimmer sollte man nach Feierabend für einen Sichtschutz sorgen, beispielsweise in Form eines Paravent oder eines anderen Raumtrenners.

Ein klarer Cut durch Hausarbeit

Arbeit ist in dem Fall nicht gleich Arbeit. Egal ob während der Mittagspause oder am Feierabend, kann man sich perfekt vom Job ablenken, wenn man sich den Aufgaben im Haushalt widmet. Beim Putzen der Wohnung kann man in Ruhe den Kopf ausschalten und schafft auf diese Weise einen Übergang zu den Bürotätigkeiten. Gleichzeitig schafft ein aufgeräumter und gut organisierter Arbeitsplatz auch ein besseres Klima und kann die Produktivität fördern.

Wie also am besten anfangen? Besonders hilfreich ist das Ausmisten alter, ungebrauchter Sachen. Egal ob im Bücherregal, im Kleiderschrank oder auch der Abstellkammer – überall in der Wohnung verstecken sich Dinge, die schon lange nicht mehr genutzt wurden. Am besten sortiert man diese Sachen gleich aus und trennt sie auf zwei Haufen: gut erhalten und kaputt. Sind die gebrauchten Bücher, Filme oder CDs noch brauchbar, können diese schnell online zum Festpreis verkauft werden. Die kaputten Sachen sollte man hingegen korrekt aussortieren und recyceln.

Aktive Pausen einplanen

Während der Arbeit im Home-Office kann man sich die Arbeitszeit meist freier einteilen als im Büro. Das kann häufig zum Problem werden, wenn man nicht hin und wieder eine Pause einplant. Denn wer sich nicht ab und zu mal eine Auszeit gönnt, macht früher oder später Fehler, arbeitet langsamer und leidet unter einem höheren Stresspegel. Kleine intensive Pausen über den Arbeitstag verteilt können helfen. Nach 60 bis 90 Minuten sollte man fünf Minuten ruhen, um wieder konzentriert weitermachen zu können.

Nach 6 Stunden sollte man dann eine größere Pause von mindestens 30 Minuten einlegen. Wer sich schwer tut mit dem Einhalten von Ruhezeiten, kann sie direkt in seinen täglichen Kalender oder ins Smartphone als Erinnerung einplanen. So denkt man mit Sicherheit dran.  Grundsätzlich sollte man auf Warnsignale achten, die einem der Körper gibt, wenn er nach einer Pause verlangt. Das können Müdigkeit, Gereiztheit oder Unkonzentriertheit sein.

Bewegung und Stretching

Die Auszeit sollte nicht nur daraus bestehen, dass man am Platz sitzen bleibt. Im Idealfall läuft man ein paar Schritte, vielleicht sogar an der frischen Luft. Die sorgt nämlich dafür, dass das Gehirn wieder ordentlich mit Sauerstoff versorgt wird. Gleichzeitig regen die Sonnenstrahlen die Produktion von Vitamin D im Körper an, was unsere Abwehrkräfte stärkt und uns weniger anfälliger für Krankheiten macht. Dazu hört man noch ein bisschen Musik und man kommt auf ganz andere Gedanken. Wer keine Lust hat rauszugehen, kann einfach für 5 Minuten das Fenster öffnen und sich stattdessen am Tisch oder Sofa stretchen. Vor allem der Nacken und die Schultern werden von der Arbeit am PC stark beeinflusst. Aus diesem Grund sollten mindestens alle zwei Stunden ein paar leichte Übungen gemacht werden, um die Muskeln zu entspannen und die Blutförderung anzutreiben.

Sport als Ausgleich zum Job

Wer sich in der Mittagspause oder nach der Arbeit noch mehr Entspannung gönnen und gleichzeitig Stress abbauen will, sollte sich sportlich betätigen. Dabei ist es egal, welchen Sport man betreibt. Dennoch ist Ausdauersport wohl am besten geeignet. Der Stress wird dabei in Bewegungsenergie umgewandelt und abgebaut. Gleichzeitig schüttet der Körper Glückshormone aus, die den Stress des Arbeitstags in Vergessenheit geraten lassen. Für die Gesundheit bietet der Sport ebenfalls eine ganze Reihe von Vorteilen.

Gesunde Snacks für mehr Konzentration

Die Pause kann für einen kleinen Imbiss genutzt werden. Der kann die Energiereserven wieder auffüllen und neue Kraft bringen. Allerdings ist es wichtig, dass dieser Snack nicht allzu ungesund ausfällt. Besonders beliebt sind Nüsse, Avocados, Gemüsesticks, Joghurt mit Früchten oder Vollkornprodukte. Auf zu viel Zucker und gesättigte Fette sollte man verzichten. Sie liegen nur schwer im Magen und sorgen für einen kurzen Energieschub. Zum Mittagessen empfiehlt sich ebenfalls leichte Kost. Besonders bekömmlich und viele Vitamine hat ein Salat mit Putenbruststreifen oder eine Ofenkartoffel mit Magerquark.

Bildnachweis: lordn / stock.adobe.com

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