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Worauf Sie bei den Formulierungen im Arbeitszeugnis achten sollten

Lesezeit: 2 Minuten Es gibt eine Vielfalt verschiedener Formulierungen, die einem Arbeitszeugnis auf den zweiten Blick eine ganz andere Note als beim schnellen Überfliegen verleihen. Daher ist es wichtig auf die Formulierungen im Arbeitszeugnis zu achten. Was Sie bedenken sollten, erfahren Sie hier.

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Worauf Sie bei den Formulierungen im Arbeitszeugnis achten sollten

Worauf Sie bei den Formulierungen im Arbeitszeugnis achten sollten

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Lesen Sie im Folgenden, was Sie bei den Formulierungen im Arbeitszeugnis beachten sollten.

Die Aussage-Zweideutigkeit im Arbeitszeugnis

Es gibt eine Vielfalt verschiedener Formulierungen, die einem Arbeitszeugnis auf den zweiten Blick eine ganz andere Note als beim schnellen Überfliegen verleihen. Findet der Arbeitnehmer in seinem Arbeitszeugnis beispielsweise die Aussage, dass er im Großen und Ganzen bemüht war oder Interesse zeigte, heißt dies nichts anderes, als dass er den Anforderungen nicht entsprochen habt.

Selbst eine Aussage zu den übertragenen Aufgaben, die der Arbeitnehmer zur Zufriedenheit erledigt hat, ist kein positiver Aspekt. Denn hier erfolgt die indirekte Mitteilung, dass er zu wenig Eigeninitiative zeigte und nur das getan hat, womit er direkt beauftragt wurde.

Alle missverständlichen, zweideutigen oder direkt negativen Formulierungen gehören nicht in eine Beurteilung für den Arbeitnehmer und sind subjektive Betrachtungsweisen, die bei Arbeitszeugnissen generell außen vor bleiben sollten.

Wie formuliert man eine Beurteilung richtig?

Wenn Sie einen Arbeitnehmer beurteilen, schätzen Sie seine Leistung realistisch ein und arbeiten weder mit negativen Formulierungen, noch mit Superlativen. Klingt die Beurteilung zu glatt und der Arbeitnehmer wird mehr als perfekt beurteilt, stellt sich ein neuer Arbeitgeber die Frage, warum er dann wechselt und eine neue Aufgabe sucht. Hier wird sehr schnell ersichtlich, dass Sie ein Gefälligkeitszeugnis entworfen und sich nicht auf die tatsächlichen Fakten berufen haben.

Am besten zeigen sich Formulierungen im Arbeitszeugnis, die die Aufgabenbereiche und den Einsatz Ihres Arbeitnehmers ansprechen und dabei mit einer eindeutigen Aussage und ohne Mehrbedeutungen des Inhalts auskommen. Längst hat sich unter den Personalchefs eine Art Geheimcode entwickelt, der vom Arbeitnehmer nicht zu verstehen ist. Was in den Augen des Beurteilten positiv klingt und keinen Schluss auf eine negative Tendenz zulässt, kann in Wirklichkeit ein ganz anderes Licht auf den Mitarbeiter werfen und seine Leistungen unter den Scheffel stellen.

Die Beurteilung in einem Arbeitszeugnis sollte nur mit sorgfältig gewählten Formulierungen, aber auch in der richtigen Form und mit Ausdrucksstärke erfolgen.

Kurze Sätze und Widersprüche als Zeichen mangelnder Wertschätzung

Fassen Sie sich zu kurz und geben praktisch in Stichpunkten Informationen weiter, waren Sie von Ihrem Arbeitnehmer nicht wirklich überzeugt. Dieser wird den Fauxpas im Arbeitszeugnis nicht unbedingt wahrnehmen, aber der neue Arbeitgeber weiß diese Form zu deuten und erkennt die mangelnde Wertschätzung ganz ohne negative Aussagen.

Um die passenden Formulierungen zu wählen, müssen Sie die tatsächliche Arbeit des Mitarbeiters beurteilen und sollten bei einem Arbeitszeugnis nie auf allgemeine Floskeln zurückgreifen. Während bei einem Mitarbeiter im Finanzgeschäft oder in der Buchhaltung vor allem die Ehrlichkeit Erwähnung finden müssen, darf beim Manager die Beurteilung seiner Führungsqualität und Kompetenz nicht fehlen.

Eine fehlende Danksagung oder das Ausbleiben bedauernder Worte zum Ausscheiden des Mitarbeiters ist nicht nur ein Fehler in der Formulierung, sondern lässt den neuen Personalchef ebenfalls auf mindere Wertschätzung blicken. Widersprüche und Negierungen von Positiv- oder Negativaussagen gehören nicht zu den Inhalten in Arbeitszeugnissen.

Bildnachweis: Bacho Foto / stock.adobe.com

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