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Worauf müssen Sie beim Urheberrecht bei Social Media achten?

Lesezeit: 2 Minuten Wussten Sie, dass ein "Copyright" nicht das Gleiche ist wie das Urheberrecht? Obwohl uns beide Begriffe fast täglich begegnen, ist das selbst Unternehmen, die Copyrights auf ihre Online-Inhalte beanspruchen, oft gar nicht bewusst. In Social Media geht das besonders bunt durcheinander. Worauf müssen Sie achten?

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Worauf müssen Sie beim Urheberrecht bei Social Media achten?

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Bei diesem Artikel handelt es sich nicht um eine Rechtsauskunft. Sie finden hier Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Social Media in der Unternehmenskommunikation. Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann stellen Sie diese bitte im experto-Forum. 

Kurz zum Unterschied zwischen Copyright und Urheberrecht: Der deutsche Begriff bezeichnet den Schutz der Interessen des geistigen Schöpfers eines Werkes (Wort, Bild, Ton oder Musik). Im Urheberrecht geht es also um die Interessen eines einzelnen Menschen.

Dagegen bezieht sich das Copyright, deutsch "Recht zur Vervielfältigung" auf das Werk und dessen rechtmäßige Nutzer. Das können mehrere sein, Firmen, Verlage, Sender, Personen. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der angloamerikanischen und z. B. der deutschen Verwendung des Begriffs. Da Sie mit Social Media im Internet immer weltweit verfügbar sind, ist auch das von großer Bedeutung. 

Gehen Sie mit dem Urheberrecht sensibel um

Das Thema lässt sich weder erschöpfend noch für alle Zeit richtig beschreiben, denn kaum ein Rechtsgebiet unterliegt durch Internet und Social Media solchen großen Veränderungen wie das Urheberrecht. Die Gesetze kommen der Realität nicht hinterher. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir es hier mit einem rechtsfreien Raum zu tun hätten, auch wenn geistiges Eigentum online mitunter so behandelt wird.

Das Risiko bei Verstößen sind teure Abmahnungen, Unterlassungsverfahren und Schadenersatzforderungen. Die rechtliche Bewertung selbst ist dabei zu einem Risikofaktor geworden, denn aus der Unsicherheit heraus sind regelrechte Abmahnfabriken entstanden, Anwaltskanzleien, die sich darauf spezialisiert haben, Geld aus solchen Forderungen einzutreiben, mitunter auch aus vollkommen unberechtigten. 

Für Ihr Social-Media-Projekt bedeutet das: Beschäftigen Sie sich mit dem Urheberrecht und lassen Sie wichtige Regelungen in Ihre Social Media Richtlinien einfließen.

Hier ist eine Liste der Themen, mit denen Sie sich im Zusammenhang von Social Media und Urheberrecht beschäftigen müssen: 

  • Urheberrecht in Deutschland (Urheberrechtsgesetz UrhG
  • Unterschiede zwischen kontinental-europäischem und anglo-amerikanischem Rechtsverständnis im Urheberrecht
  • Kennzeichnungspflichten bei urheberrechtlich geschützten Werken
  • Nutzungsrechte und deren vertragliche Absicherung, z. B. im Umgang mit Dienstleistern
  • Lizenzverträge und deren Ausgestaltung
  • Künstlersozialversicherung (eigentlich Sozialgesetzbuch, aber inhaltlich eng verknüpft mit dem Urheberrecht)
  • Abmahnungen und die Abwehr von Abmahn-Verfahren
  • Formulierung von Nutzungsbedingungen und AGB
  • Hinweis zum Urheberrecht im Impressum

Diese Liste ist nicht vollständig. Ich freue mich, wenn Sie weitere Hinweise oder Erfahrungen teilen und auf diesen Beitrag in sozialen Netzwerken verweisen. Vielen Dank!

Lesen Sie mehr zum Thema "Rechtsgebiete Social Media" in meinen Artikeln:

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