Arbeit & Beruf Businesstipps

Worauf bei einem Jobwechsel geachtet werden sollte

Wenn es darum geht, sich für einen neuen Arbeitgeber zu entscheiden, haben Arbeitnehmer oft die ‘Qual der Wahl’. Während das Gehalt natürlich ein entscheidender Faktor bei der Jobwahl ist, sollte das Geld nicht die einzige Entscheidungsgrundlage sein. Vielmehr sollten bei einem Berufswechsel im Vorfeld weitere Aspekte, wie etwa Sozialleistungen, abgeklärt und in die Entscheidung miteinbezogen werden. Schließlich kann nur ein gesundes Arbeitsverhältnis zu einer langfristig guten Zusammenarbeit führen.

Worauf bei einem Jobwechsel geachtet werden sollte

Worauf bei einem Jobwechsel geachtet werden sollte

Work-Life-Balance und Flexibilität

Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig und gleichzeitig herausfordernd es ist, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Homeoffice, Gleitzeit oder eine 4-Tage-Woche: Eine flexible Gestaltung der Arbeitszeiten wird von immer mehr Arbeitnehmern gewünscht und auch in immer mehr Unternehmen eingeführt. Schließlich führt eine bessere Work-Life-Balance zu einer höheren Zufriedenheit bei den Mitarbeitern und erhöht die Motivation. Dennoch gehört Flexibilität noch nicht zur Norm, schließlich muss der Arbeitgeber darauf vertrauen können, dass die Aufträge tatsächlich ordnungsgemäß ausgeführt werden. Zudem benötigt es für die Remote-Arbeit bestimmter Aufgaben eine gute Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern – das kann nicht in jedem Unternehmen geboten werden. Daher sollten die Möglichkeiten für eine freie Gestaltung im Vorfeld abgeklärt werden. 

Handlungsfreiheit für Mitarbeiter

Innerhalb der Organisation ist es für Mitarbeiter wichtig, dass sie sich auch selber einbringen können. Schließlich wirkt sich eine höhere Handlungsfreiheit für Mitarbeiter positiv auf die Produktivität und Stimmungslage aus. Eine Möglichkeit für Unternehmen, mehr Handlungsfreiheit für Mitarbeiter zu ermöglichen, wäre es, Firmenkreditkarten für jedes Teammitglied zu erstellen. Dabei handelt es sich um Mitarbeiterkarten, die entweder für einen bestimmten Angestellten bzw. Zweck erstellt wurden und mit dem Geschäftskonto verknüpft sind. Somit können alle unternehmensbezogenen Ausgaben selbstständig ausgeführt werden, ohne dass noch einmal Rücksprache mit Vorgesetzten gehalten werden muss und ohne private Barauslagen. Das stärkt das Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Es lohnt sich daher abzuklären, wie das Unternehmen die Mitarbeiterausgaben im Unternehmen verwaltet. 

Angenehme Arbeitsatmosphäre

Eine angenehme Arbeitsatmosphäre kann sich durch bequeme Räumlichkeiten oder spannende Aufgaben kennzeichen. Doch auch zwischenmenschliche Aspekte sollten ein wichtiges Kriterium sein, denn ein kollegiales und ermutigendes Umfeld erleichtern die Arbeit enorm. Konflikte und Spannungen wirken sich hingegen negativ auf die Produktivität aus und beanspruchen Zeit und Nerven. Ein gutes Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten ist dabei essentiell. Daher sollte im Vorfeld ein Blick auf das Betriebsklima gelegt werden: gibt es flache oder starre Hierarchien im Unternehmen und wie gestaltet sich der Umgang mit Mitarbeitern? Während des Bewerbungsprozesses ist es schwierig, einen Einblick in das interne Umfeld eines Unternehmens zu erlangen. Es lohnt sich aber, sich im Vorfeld über online Plattformen darüber zu informieren, ob es ehemalige oder auch aktuelle Arbeitnehmer gibt, die Kommentare über das Unternehmen verfasst haben.

Authentische Wertschätzung

Ein respekt- und vertrauensvoller Umgang mit den Mitarbeitern ist das A und O einer gesunden Zusammenarbeit. Viele interne Probleme ergeben sich durch mangelnde Kommunikation. Besonders zu Beginn kommt es oft vor, dass neuen Mitarbeitern nur jene Arbeiten und Aufgaben übertragen werden, die andere Mitarbeiter selbst nicht erledigen möchten. Regelmäßige Feedback-Runden, in denen über Missstände und Änderungswünsche diskutiert werden kann, führen dabei zu mehr Transparenz. Auch die Möglichkeit, sich selber im Arbeitsalltag einzubringen, ist ein wichtiger Aspekt, der nicht außen vor gelassen werden sollte. Gleichzeitig sollten darauf geachtet werden, dass nicht nur Probleme aufgezeigt werden, sondern auch gute Arbeit wertgeschätzt wird: denn Lob und Anerkennung sind wichtig, um die Freude an der Berufung nicht zu verlieren. 

Weiterbildungsmöglichkeiten 

Wie attraktiv ein Arbeitgeber für jemanden persönlich ist, hängt letztlich auch davon ab, welche Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden. In fachlicher Form zeigt sich das etwa durch neue Aufgabenbereiche oder Aufstiegschancen. Aber auch Auslandseinsätze sind ein Element, um sich weiterzuentwickeln. Jegliche Zertifikate, interne oder externe Zusatzausbildungen sowie Auslandsaufenthalte sind aber nicht nur wichtig für die persönliche Weiterentwicklung: sie machen sich auch gut im Lebenslauf und heben Arbeitnehmer von der Masse ab. Abhängig von persönlichen Präferenzen, sollten daher mögliche Weiterbildungschancen erfragt werden. Wie es um die Weiterbildungsangebote letztlich steht, hängt aber auch von der Offenheit und Einstellung der Vorgesetzten ab. Wenn allerdings bereits zu Beginn festgestellt wird, dass persönliche Ziele innerhalb der gebotenen Möglichkeiten nicht erreicht werden können, sollte der Jobwechsel überdenkt werden. 

Fazit

Geld alleine macht nicht glücklich – das ist auch im Zuge der Suche nach einem neuen Arbeitgeber wichtig. Sozialleistungen und Benefits werden immer wichtiger und sollten bei einem Jobwechsel auf jeden Fall in die Entscheidung miteinbezogen werden. Wenn das Arbeitsumfeld und die interne Kommunikation stimmen, wirkt sich das positiv auf die Produktivität und Motivation der Mitarbeiter aus. Zusammen mit einer guten Work-Life-Balance und Möglichkeiten zur eigenen Selbstverwirklichung, führen diese Aspekte dazu, dass ein Arbeitnehmer langfristig mit der Arbeit und dem Arbeitgeber glücklich sind.     

Bildnachweis: kerkezz / stock.adobe.com

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