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Wirtschaftswachstum: Dauerkrise der Wirtschaft hält an

Dieses Jahr endet das Wirtschaftswachstum bestenfalls mit einer Null vor dem Komma. Problem: Die Krise ist eine sich selbst bestätigende Vorhersage geworden. Unternehmen und Konsumenten stellen Ausgaben zurück und verstärken so den Abwärtstrend der Wirtschaft. Stellen Sie sich in den folgenden 12 Monaten auf folgende Entwicklung des Euros und die Gefahr einer Deflation ein.

Wirtschaftswachstum: Dauerkrise der Wirtschaft hält an

Rechnen Sie frühestens 2004 mit einem Aufschwung der Wirtschaft, getrieben von der kommenden Erholung der US-Konjunktur. Nächstes Jahr wird auch das Wirtschaftswachstum hier zu Lande wieder rund ein Prozent betragen.
Impulse von der Politik sind nicht zu erwarten. Die Agenda 2010 mutiert zum Reförmchen, als Zugeständnis an die SPD-Linken wird die Erbschaftssteuer erhöht, gefolgt von der Mehrwertsteuer. Auf der Ausgabenseite tut sich nichts: die Staatsausgaben bleiben hoch, der Stabilitätspakt wird erneut verletzt, der Schuldenberg steigt – obwohl auch die Steuereinnahmen ständig steigen (in diesem Jahr um etwa 2 Prozent).

Stellen Sie sich in den kommenden 12 Monaten auf folgende Entwicklungen ein: Euro bleibt stark
Die Zeiten der Euro-Dollar-Parität sind vorerst vorbei. Auch auf lange Sicht wird die Einheitswährung den Greenback überflügeln. Rechnen Sie für 2004 mit Kursen bis zu 1,30 Dollar für einen Euro.

Ursachen:
Anleger sehen vor allem den Import-Überschuss der USA, derzeit 500 Mrd. Dollar, als großes Risiko an. Folgen des starken Euros: Die Exportwirtschaft gerät in die Wechselkursfalle, da ausländische Konkurrenz dann 20 Prozent billiger anbieten kann. Vor allem die deutsche Wirtschaft wird dadurch belastet: Jeder fünfte Euro im deutschen Bruttosozialprodukt ist von der Euro-Stärke betroffen.

Ausnahme: Firmen, die in Fernost produzieren und auf Dollarbasis abrechnen.

Langfristig sind für den Euro-Kurs zwei Szenarien denkbar:

– Wahrscheinliches Szenario: Der Euro steigt weiter auf 1,20 bis 1,40 Dollar. Das kostet die deutsche Konjunktur einen halben Prozentpunkt Wirtschaftswachstum.

– Worst-Case Szenario: Eurokurse oberhalb von 1,50 Dollar. Folge: minus drei Prozent Wachstum, Rezession in Deutschland. Die Zahl der Arbeitslosen steigt auf 5 Millionen.

"Deutschland wird zur Deflation-Nation"

"Geiz ist geil" war erst der Anfang: Jetzt beginnt der große Preisverfall.
Anzeichen: In Deutschland liegt die Inflationsrate unter einem Prozent, einige Preise sind in den letzten Monaten so stark gefallen wie seit 17 Jahren nicht mehr.

Mögliches Szenario:
Europa – und vor allem Deutschland – könnte in eine Deflation rutschen, warnt der Internationale Währungsfonds in einer aktuellen Studie. 

Wie eine Deflation Nation aussieht, zeigt Japan: Das Land steckt seit Jahren in einer Deflationsspirale. Die Preise sind seit 1995 um 7 Prozent gesunken. Doch die Konsumenten halten sich weiter zurück – in der Hoffnung auf erneute Senkungen. Grundstückspreise sind um 75 Prozent gefallen, die Besitzer müssen dennoch weiter hohe Raten zahlen – und das bei um ein Drittel gesunkenen Löhnen. Folge: Die soziale Mittelschicht rutscht ab, Rekorde bei persönlichen Insolvenzen und Selbstmorden.

Aber:
In Deutschland ist eine Deflation relativ unwahrscheinlich, weil eine wichtige Voraussetzung fehlt: sinkende Löhne.

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