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Wirtschaftsdaten, die Sie als Unternehmer beachten sollten

Als Unternehmer gibt es einige wichtige Wirtschaftsdaten, die man stets im Blick behalten sollte. Sie können einen erheblichen Einfluss auf die Performance Ihres Unternehmens haben, selbst wenn Sie glauben, davon nicht betroffen zu sein. BIP-Wachstum, Inflation, Arbeitsmarktdaten und der Leitzins gehören zu den wichtigsten davon, die wir in diesem Artikel noch etwas näher vorstellen möchten.

Wirtschaftsdaten, die Sie als Unternehmer beachten sollten

Wirtschaftsdaten, die Sie als Unternehmer beachten sollten

BIP als Indikator aller Wirtschaftsdaten

Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) misst die Gesamtleistung eines Landes und ist damit mit Abstand der wichtigste Indikator einer gesunden Wirtschaft. Während Deutschland in den meisten Jahren mit einem leichten Wachstum glänzen konnte, gab es zuletzt 2020 einen Rückgang um satte 4,6 Prozent. Das war natürlich der Corona-Krise und den daraus folgenden Einschränkungen geschuldet, die die Produktion in vielen Betrieben zum Stillstand gebracht hatten.

Im Jahr darauf gab es wieder ein leichtes Wachstum von 2,9 Prozent, die Wirtschaft konnte sich entsprechend ein wenig erholen. Und auch im Moment gibt es aufgrund der Folgen der Corona-Krise, der hohen Inflation und dem politischen Konflikt in der Ukraine jedoch nur sehr verhaltene Prognosen für die Zukunft. Deswegen rechnen Experten derzeit mit einer längeren Phase des mäßigen Wachstums, die sogar durchaus mehrere Jahre andauern könnte.

Hohe Inflation ist derzeit ein sehr großes Problem

Die hohe Inflation ist derzeit in aller Munde, denn die Preise steigen so schnell wie schon lange nicht mehr. Die Inflation misst hierbei die Teuerungsrate anhand eines Warenkorbs, der zuvor repräsentativ erstellt wurde. Wie repräsentativ der Warenkorb wirklich ist, liefert dabei immer wieder viel Diskussionsstoff unter Experten. Doch eines stand zuletzt außer Frage, die Teuerung betrifft alle Menschen und Unternehmen gleichermaßen.

Menschen müssen nämlich aufgrund der hohen Inflation immer tiefer in die Tasche greifen, um Waren zu kaufen. Als Unternehmen ist man hingegen gezwungen, Gehälter zu erhöhen, um auf die Inflation und den Fachkräftemangel zu reagieren. Beide Faktoren im Zusammenspiel führen schnell zu einer Lohn-Preis-Spirale, von der am Ende nur die wenigsten profitieren. Wer sein Vermögen jedoch vor der Inflation schützen möchte, hat mit dem Lithium ETF eine solide Investition für die Zukunft.

Wirtschaftsdaten für Unternehmen: Der Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktdaten sind ebenfalls ein wichtiger Indikator für Unternehmen, denn sie geben einen Hinweis darauf, wie leicht oder schwer sich Personal in Zukunft finden lässt. Das hat einen bedeutenden Einfluss auf die Produktivität eines jeden Unternehmens, denn viele Bereiche leiden unter notorischem Fachkräftemangel.

Zwar gibt es nach wie vor fast 2,5 Millionen Arbeitslose in Deutschland, doch diese eignen sich nur teilweise dafür, die vielen offenen Stellen zu besetzen. Die Anzahl der offenen Stellen wird nämlich derzeit auf 1,74 Millionen geschätzt und der Ruf nach gezielter Migration von Fachkräften wird demnach immer lauter. Ob die Politik dieses Problem kurzfristig lösen kann, bleibt abzuwarten.

Leitzins – Die Nullzins-Ära ist endgültig vorbei

Der Leitzins gehört ebenfalls zu den wichtigen Wirtschaftsdaten, auf die man als Unternehmer achten sollte. Sie drücken die Kosten des Geldes aus, bzw. wie viel es kostet, sich Geld zu leihen. Damit hat der Leitzins einen wesentlichen Einfluss darauf, wie viel Geld innerhalb einer Wirtschaft durch das Bankensystem generiert werden kann.

Ist der Leitzins niedrig, dann ist die Nachfrage nach Krediten hoch und Banken können viel Geld verleihen. Auf der anderen Seite nutzen die Zentralbanken eine Erhöhung des Leitzinses, um die Geldmenge zu reduzieren. Und aufgrund der hohen Inflation kam es so zum ersten Mal zu einer Erhöhung seit über 10 Jahren. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie  in Zukunft mit wesentlich weniger attraktiven Konditionen bei Krediten rechnen müssen.

Bildnachweis: DIgilife / stock.adobe.com

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