Arbeit & Beruf Businesstipps

Win-win-Situation: Konfliktlösung positiv für beide Parteien gestalten

Lesezeit: 2 Minuten Interessengegensätze und Konflikte sind in unserem Leben unvermeidlich. Unser Artikel zeigt verschiedene Ansätze auf, wie Sie Konflikte positiv lösen können - und wie Sie so eine Win-win-Situation für beide Parteien schaffen.

2 min Lesezeit

Win-win-Situation: Konfliktlösung positiv für beide Parteien gestalten

Lesezeit: 2 Minuten

Interessengegensätze und Konflikte sind in unserem Leben unvermeidlich. In der Regel wird die Lösung eines Konfliktes so aussehen, dass die Partei mit den besseren Argumenten oder aber einer besser ausgebauten Machtposition die Oberhand behält und ihr Lösungsvorschlag angenommen wird, obwohl dadurch für die zweite Partei Nachteile entstehen. Im besten Fall kann es zu einem Kompromiss kommen. Immer jedoch ist es so die klassische Gewinner-/Verlierer- oder Verlierer-/Verlierer-Situation, die eigentlich nur einen oder keinen der Beteiligten zufriedenstellt.

Dauerhafte Lösungen

Eine dauerhafte, zufriedenstellende Lösung, eine Win-win-Situation, ist nicht einfach herzustellen. Viele Voraussetzungen auf beiden Seiten müssen erfüllt werden. Enorm wichtig und grundlegend ist die Kommunikationsfähigkeit der Parteien. Die Verhandlungen müssen sachbezogen geführt werden, Ängste und Kritik, Schuldzuweisungen sind unnütz.

Schwierig ist sicherlich, die eigenen Positionen objektiv darzustellen, die persönlichen Forderungen nicht in den Vordergrund zu stellen, eine sachliche Bewertung von Argumenten zu bewerkstelligen. Es geht letzten Endes um Empathie, um die Fähigkeit, auch die Problematik der anderen Seite zu erkennen, zu verstehen, zu akzeptieren. Nur so ist es möglich, Lösungsansätze zu erarbeiten, die für beide Seiten zufriedenstellend und nützlich sind, einen Rückfall in Gewinner-/Verlierer-Muster zu vermeiden, eine Angelegenheit langfristig zu klären.

Eine Win-win-Situation bedeutet, dass beide Parteien den Eindruck haben, in der Diskussion und der Lösung des Problems etwas zu gewinnen und eine befriedigende Problemlösung erreicht zu haben. 

Fauler Kompromiss

Eine solche Situation ist keinesfalls zu verwechseln mit einem faulen Kompromiss, den Freud als "Objektwegnahme" bezeichnet, der in der Volkswirtschaftslehre als Minimaxprinzip behandelt wird und in der Soziologie "antagonistischer Tausch" heißt. Solche, für beide Parteien unbefriedigenden, scheinbaren Lösungen führen nach allen Erfahrungen immer wieder nur zu neuen Streitdiskussionen, Folgekonflikten, Gegenangriffen, Motivationseinbrüchen. Eine Win-win-Situation herbeizuführen ist schwierig, alleine aufgrund der Tatsache, dass der Mensch von Natur aus nicht dazu bestimmt zu sein scheint.

Das Prinzip des Menschseins scheint Gewinner und Verlierer mit sich zu bringen. Reduziert man jedoch das Problem auf eine sachliche Ebene, stellt man die eigene Situation ohne großartige Emotionen dar, wird die Auseinandersetzung fair geführt, ist die Argumentation ohne verbale Angriffe und Schuldzuweisungen möglich und werden unsachliche Konfrontationen auf ein Mindestmaß begrenzt (die menschliche Psyche ist nie ganz frei davon), wird ein Lösungsgleichgewicht entstehen, das beide Seiten zufriedenstellt und auf jeder Seite der Parteien Gewinner erkennen lässt. 

Grenzen der Win-win-Strategie

Sobald ein Ungleichgewicht existiert, das nicht vernachlässigt werden kann, sei es durch erhabene Machtpositionen, durch die den Menschen ureigene Einstellung des Wettbewerbs, will heißen ein Gewinner und ein Verlierer werden nicht nur als Normalzustand angesehen, sondern sind sogar erwünscht, dann kann keine Situation, in der beide Seiten gewinnen, mehr entstehen.

Dasselbe gilt, wenn die Kommunikation nicht möglich oder verzerrt ist. Hier spricht man von asymmetrischer Information. Auch klassische Mangelsituationen, Gebietsansprüche, politische Tendenzen, der Sozialdarwinismus und die sogenannte induktive Argumentation zeigen die Grenzen der Win-win-Strategie deutlich auf. 

So steht das Bild des "Wettbewerbs" dieser Lösungsmöglichkeit in seiner Bedeutungsinterpretation eigentlich feindlich gegenüber. Das ist zu erkennen im Hochschulbetrieb, in Verkaufssituationen, bei der Arbeitssuche. "Möge der Bessere gewinnen!"– Ein Killer für jede Win-win-Situation. Empathie ist, obwohl ursächlich in Mensch und Tier verankert, nicht unbedingt die Stärke der Menschen. Und doch ist sie zwingend notwendig, um langfristig zufriedenstellende Lösungen für beide Seiten der Front zu erlangen. 

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: