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Wie Sie durch einen Arbeitsvertrag mit Ihrem Partner 2017 optimal Geld sparen können

Lesezeit: 8 Minuten Arbeitsverträge mit Ehegatten sind ein beliebtes Steuersparmodell. Durch geschickte Gestaltung eines Arbeitsvertrags mit Ihrem Partner können Sie Geld sparen.

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Wie Sie durch einen Arbeitsvertrag mit Ihrem Partner 2017 optimal Geld sparen können

Wie Sie durch einen Arbeitsvertrag mit Ihrem Partner 2017 optimal Geld sparen können

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Steuern und Sozialversicherungsbeiträge können Sie auf diese Weise optimieren. Dieses anerkannte und probate Gestaltungsmittel ist jedoch mit einigen Fallstricken versehen. Ich zeige Ihnen, worauf Sie achten sollten, damit Sie einer Betriebsprüfung diesbezüglich völlig gelassen entgegensehen können.

Diese Steuervorteile bietet ein Arbeitsverhältnis mit Ihrem Partner Arbeitsverhältnisse mit dem Ehepartner oder Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft – beide Lebensformen werden steuerlich mittlerweile gleichbehandelt und wir sprechen fortan in diesem Zusammenhang von Ihrem „Partner“ – sind ein anerkanntes und probates Gestaltungsinstrument. Sie können dadurch Ihre gemeinsame Steuerlast optimieren und Sozialversicherungsbeiträge sparen.

Bei der gemeinsamen Optimierung spielen Wechselwirkungen eine Rolle: Während sich durch ein Ehegatten-Arbeitsverhältnis die Steuerlast des Arbeitgeber-Ehegatten mindert, erhöht sie sich beim Arbeitnehmer-Ehegatten. Das muss aber nicht im gleichen Verhältnis sein, sodass bei sorgsamer Planung insgesamt eine Steuerersparnis für Sie beide dabei herausspringt.

Wie Sie durch den Arbeitnehmer-Pauschbetrag Steuern sparen

Beim Partner, der durch das Ehegatten-Arbeitsverhältnis Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit bezieht, wird im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr berücksichtigt. Dieser Betrag ist, unabhängig davon, ob tatsächlich Werbungskosten angefallen sind, komplett steuerfrei.

Beispiel:

Sie werden mit Ihrem Partner gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt. Ihr gemeinsamer Steuersatz beträgt 35 %. Während Sie Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit beziehen, haben Sie Ihren Partner im Rahmen eines regulären Arbeitsverhältnisses angestellt. Sie zahlen ihm 1.000 € im Monat.

Während bei Ihnen die gezahlten (12 x 1.000 € =) 12.000 € Ihren betrieblichen Gewinn mindern, hat Ihr Partner Einnahmen in eben dieser Höhe. Davon kann er aber den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 € abziehen, sodass seine Einkünfte nur 11.000 € betragen.

Ihre gemeinsame Steuerersparnis beträgt (35 % von 1.000 € =) 350 € pro Jahr. Interessant kann auch die Beschäftigung in Form eines Minijobs (450s -Job) sein, denn Ihr Partner muss in diesem Fall seine Einkünfte nicht versteuern. Wenn Sie prüfen, ob das für Sie günstig ist, berücksichtigen Sie auf jeden Fall Ihren persönlichen Steuersatz.

Denn davon hängt es ab, ob Sie bei einem Minijob-Arbeitsverhältnis draufzahlen oder davon profitieren. Im gewerblichen Bereich betragen die pauschalen Abgaben für den Arbeitgeber-Partner: Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung 13,0 % Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung 15,0 % Beitragsanteil des Arbeitnehmer-Ehegatten in der Rentenversicherung 3,7 % Steuern 2,0 % Umlagen (U1, U2, Insolvenzgeld) 1,42 % insgesamt 35,12 % Hinzu kommen Beiträge an die für Sie zuständige betriebliche Unfallversicherung.

Praxis-Tipp

Wenn Ihr persönlicher Steuersatz niedriger ist als dieser Betrag, lohnt sich ein Ehegatten-MinijobArbeitsverhältnis finanziell für Sie nicht. Das sieht aber anders aus, wenn Ihr Partner nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern privat versichert ist. Dann entfallen nämlich die pauschalen Beiträge zur Krankenversicherung in Höhe von 13 %. Einen Steuersatz von 22,12 % überschreitet man schon deutlich leichter und das Arbeitsverhältnis kann sich für Sie beide lohnen.

Wenn Sie zu dem Schluss gekommen sind, dass sich ein Minijob mit Ihrem Partner lohnt, können Sie dadurch (12 x 450 € =) 5.400 € steuerfrei und ohne Auswirkung auf Ihren progressiven Einkommensteuertarif zahlen. Bei einem Spitzensteuersatz von 45 % sparen Sie dadurch einschließlich Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer fast 2.500 € Steuern im Jahr. Achten Sie auf diese Formvorschriften Bei Verträgen mit Angehörigen wittert das Finanzamt sehr schnell Missbrauch.

Achten Sie daher darauf, dass Sie solche Rechtsverhältnisse besonders sorgfältig ausgestalten und jede auch noch so kleine Formvorschrift in allen Einzelheiten beachten. Zivilrechtlich ist für Arbeitsverträge keine besondere Form vorgeschrieben. Sie können diesen auch mündlich oder stillschweigend abschließen. Einen solchen Vertragsschluss erkennt das Finanzamt aber bei Verträgen mit Ihrem Partner in vielen Fällen nicht an.

Praxis-Tipp

Auch wenn es rein zivilrechtlich nicht erforderlich ist, einen Arbeitsvertrag schriftlich abzuschließen, sollten Sie das aus Beweisgründen bei einem Ehegatten-Arbeitsvertrag stets tun. Denn es liegt bei Ihnen nachzuweisen, dass ein Vertrag überhaupt zustande gekommen ist und welche Bedingungen Sie vereinbart haben.

Das ist bei einer mündlichen Vereinbarung schwierig.

So umgehen Sie eine gefährliche Steuerfalle

Damit der Vertrag steuerlich anerkannt wird und Sie die Lohnkosten als Betriebsausgaben geltend machen können, muss der Vertrag so gestaltet und durchgeführt werden, wie es unter fremden Vertragspartnern üblich ist.

Die Basis für alle Ihre Steuervorteile ist daher ein wasserdichter Arbeitsvertrag. Beachten Sie die Grundsätze des Fremdvergleichs Stellen Sie daher sicher, dass es sich eindeutig um vertragliche Beziehungen im betrieblichen Bereich handelt und nicht etwa um private Unterhaltsleistungen.

Finanzämter und Finanzgerichte stellen strenge Anforderungen an Vereinbarung und Durchführung von Ehegatten-Arbeitsverhältnissen. Vergleichsmaßstab ist dabei immer die vertragliche Gestaltung zwischen fremden Dritten und die entsprechende tatsächliche Durchführung der Vereinbarungen.

Wie Sie durch einen Arbeitsvertrag mit Ihrem Partner 2017 optimal Geld sparen können
Der Arbeitsvertrag

Im Einzelnen achten Sie auf folgende Grundsätze: Nur ernst gemeinte Vereinbarungen zählen

Wenn Sie einen Vertrag mit Ihrem Partner abschließen, überzeugen Sie das Finanzamt davon, dass Sie die Vereinbarung ernst meinen. Maßstab dafür ist, dass Ihre gegenseitigen Beziehungen im Rahmen des Arbeitsvertrags im Wesentlichen die gleichen sind, wie sie zwischen Fremden vereinbart würden.

Wenn Sie auch andere fremde Arbeitnehmer beschäftigen, sollten die Vereinbarungen mit Ihrem Partner nicht zu sehr von denen abweichen, die Sie mit Ihren sonstigen Arbeitnehmern geschlossen haben. Größere Abweichungen sollten Sie im Zweifel sachlich begründen können.

Vermeiden Sie wechselseitige Mitarbeit in Vollzeit

Sie können sicher sein, dass das Finanzamt ganz genau hinschaut, wenn Sie und Ihr Partner jeweils selbstständig sind und wechselseitige Arbeitsverträge vereinbart haben. Denn wer selbst in Vollzeit berufstätig ist, kann nicht zugleich auch noch ganztags in der Praxis oder im Betrieb seines Partners arbeiten.

Beispiel:

Sie und Ihr Ehepartner sind beide selbstständig tätig. Sie haben einen Handwerksbetrieb, Ihr Partner betreibt einen Büroservice. Nebenher arbeiten Sie beide Vollzeit beim jeweils anderen Partner mit. Ihr Partner erledigt als Angestellter Ihre Buchführung und auch Sie sind als Arbeitnehmer bei Ihrem Partner angestellt. Formal haben Sie alles korrekt vereinbart: Die Verträge sind ordnungsgemäß abgeschlossen und Sie zahlen sich gegenseitig vereinbarungsgemäß das Gehalt.

Eine solche Vereinbarung, in der beide Partner Vollzeit beim jeweils anderen Partner neben der eigenen Selbstständigkeit arbeiten, wird das Finanzamt nicht anerkennen, weil es sie für praktisch nicht durchführbar hält. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wechselseitige Verpflichtungen grundsätzlich nicht anerkannt werden können.

Praxis-Tipp

Wenn Sie und Ihr Partner sich zu einer wechselseitigen Teilzeitarbeit verpflichten, steht das einer steuerlichen Anerkennung nicht im Wege. Dass Ehegatten-Arbeitsverträge nicht schon am Nebeneinander von unternehmerischer und selbstständiger Arbeit scheitern, hat der Bundesfinanzhof ausdrücklich klargestellt (Urteil vom 12.10.1988, Az. X R 2/86).

Verweisen Sie das Finanzamt auf diese wenig bekannte Entscheidung, wenn es Ihnen die Anerkennung Ihrer Verträge verweigern sollte.

Vereinbaren Sie eine Probezeit

In der betrieblichen Praxis ist es üblich, bei unbefristeten Arbeitsverträgen eine Probezeit zu vereinbaren. Daher dürfen Sie auch bei einem Ehegatten-Arbeitsverhältnis keinesfalls darauf verzichten. Die Probezeit beträgt meist 3 bis 6 Monate.

Zahlen Sie ein angemessenes Gehalt

Das Gehalt muss – in allen seinen Bestandteilen und in seiner Gesamtheit – im Rahmen dessen liegen, was ein Dritter erhalten würde. Ein unangemessen hohes Gehalt deutet darauf hin, dass die Vereinbarung eher steuerlich als betrieblich motiviert ist. Dann wird das Finanzamt aber nicht gleich das gesamte Arbeitsverhältnis infrage stellen, sondern im Fall einer Betriebsprüfung den Abzug von Betriebsausgaben nur für den Teil streichen, der eine normale Bezahlung übersteigt (Niedersächsisches Finanzgericht, Urteil vom 7.1.2014, Az. 9 K 135/12, rechtskräftig).

Praxis-Tipp

Wenn Ihr Partner eine besondere Vertrauensstellung in Ihrem Betrieb hat, kommt durchaus auch eine höhere Vergütung als für andere Arbeitnehmer mit vergleichbarem Tätigkeitsbereich in Betracht. Bei Freiberuflern und Kleinunternehmern ist das sehr häufig der Fall, sodass Sie gegenüber dem Finanzamt hier ein gutes Argument in der Hand haben, warum Sie Ihrem Partner mehr zahlen, als Sie einem fremden Dritten zahlen würden.

Bezeichnen Sie den Tätigkeitsbereich Wichtig ist, dass Sie den Tätigkeitsbereich im Arbeitsvertrag bezeichnen. Das ist erforderlich, damit das Finanzamt beurteilen kann, ob die Vergütung für Ihren Partner angemessen ist oder nur aus steuerlichen Gründen so hoch ist, wie sie vereinbart wurde. Denn es kann gar nicht zu oft betont werden, dass nur ein Arbeitsvertrag, der wie unter fremden Dritten vereinbart und durchgeführt wird, Sie zum Abzug der Lohnkosten berechtigt.

Beispiel:

Ihr Partner übernimmt die Buchhaltung für Ihren Betrieb. Nennen Sie diese Tätigkeit ganz konkret im Arbeitsvertrag. Daraus ergibt sich dann, dass Sie Ihrem Partner auch nur ein Gehalt zahlen können, wie Sie es üblicherweise an einen Buchhalter oder eine Buchhalterin zahlen würden.

Ist Ihr Partner darüber hinaus auch für den Vertrieb zuständig, rechtfertigt das ein höheres Gehalt.

Regeln Sie die Arbeitszeit

Vermeiden Sie allgemeine Formulierungen im Arbeitsvertrag. Schreiben Sie daher nicht „Mitarbeit nach Kräften“ oder „nach Bedarf“. Auf solche Regelungen würden Sie sich vermutlich auch bei fremden Arbeitnehmern nicht einlassen.

Praxis-Tipp

Entgegen anders lautenden Gerüchten ist es aus steuerlichen Gründen nicht erforderlich, dass Ihr Partner ganztägig in Ihrem Unternehmen arbeitet.

Ein Arbeitsvertrag wird auch dann anerkannt, wenn Sie lediglich eine Mitarbeit von einigen Stunden pro Woche vereinbart haben. Vereinbaren Sie das Gehalt Unverzichtbarer Inhalt eines jeden Arbeitsvertrags ist eine klare Regelung über

  • Höhe und
  • Zahlungsweise des Gehalts.

Dieses Detail des Arbeitsvertrags ist für die steuerliche Anerkennung eines Ehegatten-Arbeitsvertrags eines der wichtigsten. Aber nicht nur für den Abzug von Betriebsausgaben benötigen Sie diese Regelung. Auch für die Festsetzung und Abführung der Lohnsteuer ist die Höhe des Arbeitsentgelts wichtig. Für die Sozialversicherung spielt die vertragliche Regelung sogar eine größere Rolle als die tatsächliche Zahlung.

Gesetzliche Vorgabe: der Mindesturlaub

Alle Arbeitnehmer haben Anspruch auf die Gewährung eines bezahlten Erholungsurlaubs. Diesen Anspruch können Sie auch nicht vertraglich abbedingen. Und er gilt daher auch für den bei Ihnen angestellten Partner. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt pro Jahr 24 Werktage. Werktage sind alle Kalendertage, die nicht Sonntage oder gesetzliche Feiertage sind. Samstage gehören also zu den Werktagen, auch wenn es bei Ihnen keine regulären Arbeitstage sein sollten.

Führen Sie den Vertrag wie vereinbart durch Eine perfekte Vertragsgestaltung hilft Ihnen gegenüber dem Finanzamt nichts, wenn Sie sie nicht so durchführen, wie es auf dem Papier steht. Stellt das Finanzamt Abweichungen fest, die fremde Dritte nicht akzeptieren würden, erkennt es die Verträge nicht an.

Beispiel:

Sie vereinbaren eine monatliche Gehaltszahlung zum 15. jedes Monats. Abbuchungen von Ihrem Bankkonto für die Zahlung an Ihren Partner können Sie jedoch nur unregelmäßig nachweisen. Sie behaupten, das Geld in den fehlenden Monaten bar ausgezahlt zu haben. Diese Behauptung allein reicht nicht.

Das Finanzamt wird möglicherweise den gesamten Ehegatten-Arbeitsvertrag nicht anerkennen, weil er nicht wie vereinbart durchgeführt wurde. Das Finanzamt kann Ihnen die Anerkennung des gesamten Arbeitsvertrags zwar dann nicht verweigern, wenn Sie sich den Empfang des Barlohns ordnungsgemäß quittieren lassen.

Dennoch empfehle ich Ihnen, sich nicht auf Experimente einzulassen: Überweisen Sie das Gehalt für Ihren Partner monatlich auf dessen Bankkonto.

Umgehen Sie diese Fallstricke bei der Gehaltszahlung

Wie jeder andere Arbeitnehmer auch muss Ihr Partner über sein Nettogehalt frei verfügen können. Immer wieder kommt es aber im Rahmen von Ehegatten-Arbeitsverhältnissen zu Auszahlungspraktiken, die dem Fremdvergleich nicht standhalten.

Als Folge davon erkennt das Finanzamt das Arbeitsverhältnis dann oft nicht an. Das bedeutet, dass Sie die gezahlten Abgaben und Steuern nicht als Betriebsausgabe abziehen können. Sie sind dann Privatentnahmen, die Ihren steuerlichen Gewinn nicht mindern.

Praxis-Tipp

Wenn Ihnen das widerfahren sollte, können Sie sich zu viel gezahlte Lohnsteuern vom Finanzamt zurückholen. Beachten Sie dabei die Verjährungsfrist von 4 Jahren. Ist sie abgelaufen, ist Ihr Geld verloren.

Wichtig für Sie: Möglicherweise verweigert Ihnen das Finanzamt die Anerkennung des Arbeitsverhältnisses. Das muss aber nicht für die Sozialversicherung gelten, die eine eigene Beurteilung vornimmt. Dann zahlen Sie Sozialversicherungsbeiträge für ein steuerlich nicht anerkanntes Arbeitsverhältnis. Das ist dann besonders ärgerlich. Vermeiden Sie das, indem Sie meine Tipps genau befolgen.

In diesen Fällen hat das Finanzamt ein Ehegatten-Arbeitsverhältnis nicht anerkannt, weil die Zahlungsmodalitäten nicht dem Fremdvergleich standgehalten haben:

  • Es fehlte an einer vertraglichen Vereinbarung über die Höhe des Arbeitslohns.
  • Das Gehalt wurde längere Zeit nicht zum vereinbarten Zeitpunkt gezahlt. Stattdessen erfolgte eine Einmalzahlung am Jahresende. Das Arbeitsverhältnis wurde steuerlich nicht anerkannt, obwohl Lohnsteuer und Sozialabgaben monatlich abgeführt wurden und lediglich das Nettogehalt „stehen blieb“.
  • Der Arbeitnehmer-Ehegatte hob monatlich vom betrieblichen Bankkonto des Arbeitgeber-Ehegatten einen größeren Geldbetrag ab. Er teilte diesen Betrag selbst in das benötigte Haushaltsgeld und den ihm zustehenden Arbeitslohn auf.

Praxis-Tipp

Vermeiden Sie im Rahmen eines Ehegatten-Arbeitsverhältnisses ungewöhnliche Konstruktionen. Je „normaler“ dieses Arbeitsverhältnis vereinbart und durchgeführt wird, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Finanzamt Ihnen den Betriebsausgabenabzug streicht. Das bedeutet aber nicht, dass Sie so tun müssten, als seien Sie tatsächlich fremde Dritte.

Diese Auszahlungsmodalitäten gefährden die steuerliche Anerkennung des Arbeitsverhältnisses nicht: ? Sie überweisen das Gehalt Ihres Partners auf dessen Sparkonto. Ohne dass ein zeitlicher Zusammenhang mit der Lohnzahlung besteht, hebt Ihr Partner hin und wieder größere Beträge ab, die er Ihnen schenkt.

Der Arbeitsvertrag

Ob Sie sich für einen kurzen Vertrag entscheiden, der kaum ein Blatt füllt, oder für ein mehrseitiges Vertragswerk, können Sie nach Belieben entscheiden. Wichtig ist nur, dass zumindest diese Details in diesem Vertrag geklärt werden:

  • Bezeichnung der Vertragspartner
  • Beginn des Arbeitsverhältnisses
  • Vereinbarung einer Probezeit
  • Tätigkeitsbereich des Arbeitnehmer-Ehegatten
  • Höhe und Fälligkeit des Arbeitsentgelts
  • Arbeitszeit
  • Urlaub
  • Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Darüber hinausgehend können Sie auch diese Aspekte regeln, was Sie auch tun sollten, wenn die Arbeitsverträge mit Ihren anderen Arbeitnehmern diese ebenfalls enthalten:

  • Verschwiegenheitspflicht
  • Wettbewerbsverbot
  • betriebliche Altersversorgung
  • sonstige soziale Leistungen

Bildnachweis: 83521300 / Adobe Stock

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