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Wie Sie die Belegschaft von morgen managen

Lesezeit: 2 Minuten Auch in Ihrer Belegschaft wird sich in den kommenden Jahren eine Alterswende vollziehen. Die Faktenbasis dazu: Noch im vergangenen Jahr waren die 30- bis 44-Jährigen in der Erwerbsbevölkerung am stärksten vertreten. Der Anteil dieser Altersklasse betrug 41 Prozent.

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Wie Sie die Belegschaft von morgen managen

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Das wird sich in absehbarer Zeit verändern: Schon im Jahr 2010 stellen die über 45-Jährigen in den meisten Betrieben die Mehrheit der Mitarbeiter, so eine Analyse des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn. Auf dem Arbeitsmarkt werden das 18 Millionen Menschen sein, ein Anteil von dann 42 % der Erwerbsbevölkerung. Ursache dieser Alterswende: Die geburtenstarken Jahrgänge, geboren 1955 bis 1965, werden dann alle das 45. Lebensjahr überschritten haben.

Die weitere Entwicklung ist vorgezeichnet. Der Anteil der Altersklasse 45plus wird auch in den Jahren nach 2010 weiter zunehmen. Der große Defizit-Bereich sind die jüngeren Menschen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren. Hier macht sich der Geburtenschwund besonders bemerkbar. Das Bonner Institut rät Unternehmen deshalb, sich rechtzeitig auf die alternde Belegschaft einzustellen. Die Agenda:

  1. Mitarbeiter altersbezogen managen. Geschäftsführung und Personalabteilung haben eine neue Aufgabe: Es gilt, die Einstellung der Belegschaft gegenüber den älteren Arbeitskräften zu ändern. Frühpensionierungslisten wird es dann nicht mehr geben – aber die Erkenntnis, dass erfahrene, eingearbeitete Arbeitskräfte nicht weniger leisten als jüngere. Deshalb werden auch Mitarbeiter im Alter 45plus in die betriebliche Personal- und Karriereplanung einbezogen.
  2. Arbeitsumfeld altersgerecht gestalten. Nutzen Sie die Potentiale älterer Mitarbeiter in Ihrer Belegschaft. Repititive körperliche Tätigkeiten sollten die Ausnahme bleiben, weil diese abstumpfen. Wichtig: Stärken Sie regelmäßig die geistigen Herausforderungen. Überdies sollte der Berufsaustritt nicht abrupt erfolgen, sondern gleitend. Beziehen Sie hier die Wünsche des jeweiligen Mitarbeiters ein!
  3. Produktive Alte statt veraltete Produktion. Heute nehmen in den meisten Betrieben nur Mitarbeiter unter 40 Jahren an der Weiterbildung teil. In Zukunft gilt: Frischen Sie die Ressource Wissen in der ganzen Belegschaft auf. Deshalb sollten verstärkt die älteren Mitarbeiter einbezogen werden. Ein 45-Jähriger hat heute nicht mehr 10, sondern 20 Berufsjahre vor sich.
  4. Senioritätsprinzip abschaffen. Noch ist das Senioritätsprinzip in Deutschland besonders ausgeprägt. Für ältere Mitarbeiter wirkt das aber als Beschäftigungshürde. Deshalb sollte sich die Entlohnung stärker an der individuellen Leistung orientieren.
  5. Verlust talentierter Frauen eindämmen. Heute kommen noch zu wenig Frauen nach der Babypause zurück ins Arbeitsleben. Deshalb sollten Sie familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen. Beachten Sie hier auch: Die meisten Betriebsräte interessieren sich nicht für dieses Thema. Auch das muss sich ändern.

Einschätzung: In vielen Betrieben ist die Praxis noch so: Es wird zwar gelegentlich über das Thema gesprochen – aber getan wird kaum etwas. Nicht einmal die Faktenbasis ist klar. Frage deshalb: Kennen Sie den Altersaufbau Ihrer Belegschaft? Überprüfen Sie das – und ziehen Sie die nötigen Schlussfolgerungen gemäß dieser Agenda. In den nächsten Jahren ergibt sich ein Wettbewerbsvorteil für Betriebe, die auf die demografische Herausforderung vorbereitet sind.

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