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Wie schnell muss eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden?

Lesezeit: < 1 Minute Wenn ein Arbeitgeber eine fristlose Kündigung aussprechen möchte, müssen nicht nur die Voraussetzungen gegeben sein, sondern er muss auch eine Frist beachten. Ein Beispiel: Einem Mitarbeiter wird vorgeworfen, Geld entwendet zu haben.

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Wie schnell muss eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden?

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Das Geld befand sich in einem Tresor, zu dem die drei Geschäftsführer und der Mitarbeiter jeweils einen Schlüssel haben. Der Mitarbeiter bestreitet, einen Diebstahl begangen zu haben. Wie das Geld aus dem Tresor kam, ist noch nicht geklärt, aber der Arbeitgeber will gegen den Mitarbeiter eine fristlose Kündigung aussprechen. Das Verschwinden des Geldes wurde aber bereits vor vier Wochen  festgestellt. Ist es schon zu spät für eine fristlose Kündigung?

Nicht unbedingt. Denn: Es gibt zwar eine Frist von zwei Wochen, innerhalb derer eine fristlose Kündigung – also auch eine Verdachtskündigung wie im oben beschriebenen Fall – ausgesprochen werden muss (§ 626 Abs. 2 BGB). Aber diese Frist beginnt erst dann abzulaufen, wenn der Arbeitgeber den Sachverhalt so weit aufgeklärt hat, dass ihm die Entscheidung, ob die fristlose Kündigung gerechtfertigt ist, zuzumuten ist.

Sind im oben genannten Fall mehr als zwei Wochen vergangen, seit der Arbeitgeber Anhaltspunkte hatte, um eine Verdachtskündigung zu begründen, ist es zu spät für eine fristlose Kündigung. Haben Aufklärungsmaßnahmen erst später solche Anhaltspunkte geliedert, kann er noch fristlos kündigen.

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