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Wie man im Vorstellungsgespräch auf Stressfragen reagiert

Lesezeit: 2 Minuten Fangfragen kommen in Vorstellungsgesprächen immer wieder vor. Die Personalverantwortlichen wollen herausfinden, ob ein Bewerber zum Job passt und wie seine Entwicklungspotenziale sind. Oft laufen die Gespräche nach einem bestimmten Schema ab: Den Kandidaten soll intensiv auf den Zahn gefühlt werden. Dabei wird auch die Stressresistenz der Bewerber getestet. Wie man im Vorstellungsgespräch auf Stressfragen reagiert, erfahren Sie hier.

2 min Lesezeit
Wie man im Vorstellungsgespräch auf Stressfragen reagiert

Wie man im Vorstellungsgespräch auf Stressfragen reagiert

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Im Bewerbungsgespräch zeigt sich, wie souverän ein Bewerber ist, wie gut er mit Stress umgehen kann und ob er auch unter Anspannung klug und gelassen reagiert. Gelassenheit in Verbindung mit Kompetenz gibt in der Regel Pluspunkte. Wie man im Vorstellungsgespräch auf Stressfragen reagiert,
lässt sich trainieren, während der Bewerber die Kompetenz mitbringen muss.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Experten raten, bei der Vorbereitung alle denkbaren Fragen aufzuschreiben, die einen in Bedrängnis bringen können und in Ruhe zu überlegen, was eine passende Antwort darauf sein könnte. Im Folgenden finden Sie ausgewählte Stressfragen, die in Vorstellungsgesprächen immer wieder gestellt werden.

„Wie stehen Sie zu Ihrem jetzigen Vorgesetzten? Was schätzen Sie an ihm und was schätzen Sie nicht?

Mit dieser Frage prüft ein Arbeitgeber, wie es um die Loyalität, Selbstbeherrschung und Diskretion eines Bewerbers steht. Wer hier munter drauflos redet, macht sich verdächtig, und das in beide Richtungen: Bei zu großer Bewunderung ist die Gegenfrage wahrscheinlich, warum man denn trotzdem den Arbeitgeber wechseln möchte. Und Kritik sollte man erst recht nicht äußern, da einem dies als mangelnde Loyalität ausgelegt werden kann.

„Welche Frage würden Sie an unserer Stelle einem Bewerber stellen?“

In einem Vorstellungsgespräch beantwortet man so eine Stressfrage nur dann leicht aus dem Stegreif, wenn man gut vorbereitet ist und über einen wachen und klugen Verstand verfügt. Bewerber geben mit der Beantwortung dieser Frage eine Arbeitsprobe ab.

„Mit welcher Frage haben Sie heute nicht gerechnet? Und was hat Sie daran so überrascht?“

Mit dieser Frage wird getestet, wie der Bewerber mit unangenehmen Fragen umgeht und wie geschickt er sich aus einer heiklen Situation heraus lavieren kann.

„Sind Sie spontan und können uns sagen, was Sie im nächsten Leben gerne wären und warum?“

Man muss kein Psychologe sein, um hier schnell etwas interpretieren zu können. Mit dieser Frage möchten Personalverantwortliche verborgene Wünsche aufdecken. Viele Kandidaten nennen hier einen großen Politiker, Literaten, Philosophen oder Erfinder.

„Ihr Vorgesetzter bittet Sie in einer wichtigen Entscheidung um konkrete Ideen, stimmt Ihrem Vorschlag zu und macht dann etwas ganz anderes. Wie verhalten Sie sich?

Wer hier nicht deutliches Erstaunen zugibt, macht sich unglaubwürdig. Deshalb sollte der Bewerber deutlich machen, in jedem Fall das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen, um sich seine Entscheidung erklären zu lassen.

„Ihr Vorgesetzter macht Sie für einen Fehler verantwortlich, den Sie nicht zu verantworten haben. Wie reagieren Sie?“

Eine sinnvolle Reaktion des Bewerbers wäre zum Beispiel folgende: „Ich würde mir Gedanken machen, wie mein Vorgesetzter zu dieser für mich negativen Einschätzung der Situation gekommen ist und konstruktive Verbesserungsvorschläge vorbereiten. Erst dann würde ich mir Gedanken machen, wie ich beweisen kann, dass ich den Fehler weder verursacht habe noch für ihn verantwortlich bin.“

In diesem Fall geht es in erster Linie um die strategisch kluge Beantwortung der Frage. Der Bewerber sollte zeigen, dass er weiß, worauf es in der Theorie ankommt.

Scheitern als Lernchance begreifen

Wenn ein Vorstellungsgespräch durch Stressfragen schlecht gelaufen ist, sollten Bewerber dies als Lernchance für künftige Gespräche sehen und bei der Nachbereitung prüfen, was zum Scheitern des Gesprächs geführt hat. Schließlich gehört Scheitern im Leben dazu und niemand kann stets nur gewinnen.

Bildnachweis: Lumina Images / stock.adobe.com

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