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Wie gehen Sie mit Stress um?

Stress empfinden wir immer dann, wenn wir das Gefühl haben die Kontrolle zu verlieren. Wenn wir glauben, die Menge Arbeit nicht zu schaffen, wenn etwas Unvorhersehbares unsere Pläne durchkreuzt oder wenn die Anforderungen an uns zu hoch sind etc. – dann entsteht immer Stress.

Erzeugt durch Angst vor eventuellen Katastrophen, davor zu Versagen oder etwas nicht zu schaffen, treibt der Stress unseren Adrenalinspiegel in die Höhe. Dies kostet den Körper Unmengen Energie und kann auf Dauer sogar ernsthaft krank machen.

Im Rahmen einer Studie der Harvard Universität wurde nun herausgefunden, dass Arbeitnehmer mit Personalverantwortung durchschnittlich weniger gestresst sind. Die Kontrolle, die Sie durch mehr Verantwortung erhalten, wiegt scheinbar den Stress auf. Das bedeutet, je mehr wir die Kontrolle abgeben und uns fremdbestimmt fühlen, desto eher fühlen wir uns gestresst.

Tipps zur Stressbewältigung

  • Überlegen Sie, in welchen Situationen Sie sich gestresst fühlen und notieren Sie diese auf einem Blatt Papier. Dann fragen Sie sich, wie sehr Sie sich in den jeweiligen Situationen gestresst fühlen. Welche Gedanken und Gefühle währenddessen in Ihnen ablaufen, und ob diese der Realität entsprechen oder ihren Ursprung eher in alten blockierenden Glaubenssätzen haben.
  • Überlegen Sie, wer in diesem Bereich die Kontrolle hat, ob Sie die jeweilige Aufgabe überhaupt selbst erledigen wollen, und ob Sie diese vielleicht auch delegieren können und wenn ja, an wen.
  • Machen Sie sich Gedanken, was Sie in den einzelnen Situationen oder Bereichen ändern könnten – Und ändern Sie es. Falls Sie immer noch etwas abhält, fragen Sie sich, welchen Gewinn Sie von diesem Verhalten haben. Oder, was Sie verlieren würden, wenn Sie eine Veränderung durchführen würden.
  • Schauen Sie die Aufgaben genau an, die Sie erledigen müssen. Bestimmen Sie deren Dringlich- und Wichtigkeit, verschieben Sie Aufgaben, die weniger wichtig sind, auf stressfreie Zeiten oder delegieren Sie sie weiter. Dinge ohne jegliche Wichtig- und Dringlichkeit verschieben Sie in den Papierkorb. Prüfen Sie, ob Sie die wichtigen und dringlichen Arbeiten wirklich alle selbst erledigen müssen und trauen Sie sich, Arbeit abzugeben.

Eigene Ansichten überprüfen

Wenn wir Dinge vermeintlich tun müssen, setzen wir uns selbst unter Druck. Dann heißt es: "Ich muss arbeiten", "Ich muss Geld verdienen" oder auch "Ich soll dies und jenes tun". Aber seien Sie ehrlich, wer zwingt Sie dazu? Da ist niemand, der Sie an Ihren Bürostuhl kettet, es kommt keine Polizei und verhaftet Sie, wenn Sie nicht zur Arbeit gehen.

Warum tun Sie es trotzdem? Weil Sie sich irgendwann einmal dafür entschieden haben, also aus freien Stücken. Korrekt ist, die Arbeit gibt Ihnen einen Sinn und deshalb wollen Sie diese auch erledigen. Wäre es dann nicht richtiger zu sagen: "Ich darf arbeiten",  "Ich will Geld verdienen", oder "Ich möchte dieses tun". Spüren Sie einmal in sich selbst hinein, wenn Sie sagen: "Ich muss arbeiten". Und dann fühlen Sie hinein, wenn Sie sagen: "Ich will arbeiten". Die eine Äußerung  erzeugt Druck und die andere wirkt befreiend. Die zweite Aussage schenkt Kraft und Freude am Tun. Selbst solch kleine Dinge haben oft große Wirkung auf unser Stressempfinden.

Zeit für sich selbst

Verschaffen Sie sich auch genügend eigene Zeit, und wenn das wirklich mal nicht möglich sein sollte, verlegen Sie Ihre Arbeit z. B. an die frische Luft. Machen Sie Besprechungen beispielsweise bei einem Spaziergang. Wechseln Sie zwischendurch die Räumlichkeiten oder erledigen Sie manche Arbeiten im Stehen. Entfliehen Sie einen Moment lang dem Alltag und dem damit verbundenen Stress, in dem Sie sich eine mentale Vorstellung von einem Strandspaziergang machen oder sich gedanklich an einen wunderschönen paradiesischen Ort beamen. Und erleben Sie diese Fantasiereise mit all Ihren Sinnen, so intensiv Sie nur können.

Kleine Entspannungs- oder Atemübungen können auch helfen. Wichtig ist, seien Sie sich selbst gegenüber achtsam, spüren Sie in sich hinein und reagieren Sie frühzeitig auf Stress und negative Gefühle.

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Verena Heinzerling