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Wie ein Beurteilungssystem hilft, Mitarbeiter zu fördern

Lesezeit: 2 Minuten Eine rein intuitive Beurteilung von Mitarbeitern, eine Bewertung aus dem Bauch heraus, mag durchaus zur Erfolgsstrategie einer Führungskraft gehören. In größeren Betrieben erscheint es jedoch angebracht, ein standardisiertes Beurteilungssystem zu verwenden.

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Wie ein Beurteilungssystem hilft, Mitarbeiter zu fördern

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Ziele einer Mitarbeiterbeurteilung

Die geläufigste Art des Beurteilungssystems eines Mitarbeiters ist sicherlich das Arbeits- oder Führungszeugnis. Doch ist die Einschätzung der Leistungsfähigkeit einer Arbeitskraft auch während des Beschäftigungsverhältnisses durchaus von Vorteil.

Verschiedene Kriterien, wie die Kompetenz im Arbeitsbereich, das Benehmen gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Vorgesetzten, die quantitative und qualitative Leistung, die Effizienz bei der Arbeit, die sichtbare Motivation, allgemeine Stärken und Schwächen, auch die Belastbarkeit, sind flexible Größen und sollten regelmäßig erfasst werden.

Für die Bewertung weiterhin relevant sind sicherlich eindeutige Unternehmensziele, Transparenz, Kritikfähigkeit sowie die Möglichkeit, beschlossene Maßnahmen auch zu verwirklichen. Ein Ziel der laufenden Mitarbeiterbeurteilung anhand standardisierter Verfahren ist es, Objektivität in der Personalarbeit zu erreichen, die Leistung der Arbeitskräfte nachhaltig zu fördern, also zu nachhaltig besseren Leistungen anzuspornen, letztlich die Qualität der Führungsstrategie zu verbessern und die vorhandenen Potenziale der Arbeitskräfte zu nützen.

Vorteile für Führungskräfte und Mitarbeiter

Mit einer gewissenhaft durchgeführten, kompetenten Beurteilung eines Mitarbeiters ist es dem Vorgesetzten möglich, die Arbeitskraft seines Untergebenen in Bezug auf Verhalten und Leistung eindeutig einzuordnen, ihn also entsprechend einzusetzen. Es wird damit möglich, die Schwächen und Stärken der Mitarbeiter offen zu legen, eine entsprechende Personalplanung zu betreiben und die Besetzung von Stellen zu optimieren. Die Bezahlung des Mitarbeiters kann angepasst werden, seinen gesundheitlichen Möglichkeiten Rechnung getragen werden, schließlich kann das Betriebsklima grundlegend verbessert werden. Es kann damit erreicht werden, dass das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen gesteigert wird und somit Unternehmensziele einfacher umgesetzt werden.

Für den Mitarbeiter hat eine korrekte Beurteilung natürlich den Vorteil, sich selbst im Arbeitsprozess besser einschätzen zu können. Er kann Unterstützung bei der Überwindung seiner eventuellen Schwächen finden und seine beruflichen Aussichten richtiger einordnen. Seine Motivation kann sich erhöhen, sein Verantwortungsbewusstsein gesteigert werden. Eine kompetente Beurteilung kann ihm in seiner persönlichen, beruflichen, doch durchaus auch privaten Weiterentwicklung behilflich sein.

Die typischen Beurteilungsmethoden

Die wohl am Häufigsten verwendete Beurteilungsmethode ist sicherlich die mehr oder weniger intuitive durch den Vorgesetzten. Hierbei sind die Bewertungskriterien durch den Vorgesetzten frei gewählt. Eine sehr subjektive Angelegenheit, die dem Sinn und Zweck einer korrekten Beurteilung nicht immer entspricht. Im sogenannten Einstufungsverfahren wird das Ergebnis anhand einer Skala erarbeitet, in die die Beobachtung des Verhaltens des Untergebenen sowie Merkmaleinschätzungen einfließen.

Ein Polaritätsverfahren lässt dem Beurteiler eine Auswahl unter zwei verschiedenen Attributen. So kristallisiert sich ebenfalls ein relevantes Profil heraus. Im Rangordnungsverfahren werden Vergleiche zwischen verschiedenen Arbeitskräften angestellt. Im Vergabevergleichsverfahren wird einfach das zu erreichende Ziel vorgegeben und der Zielerreichungsgrad gemessen. Die Methode der kritischen Vorfälle schließlich dokumentiert Erfolge und Misserfolge der zu beurteilenden Arbeitskraft.

Natürlich ist zu bedenken, dass bei standardisierten Beurteilungsverfahren und der aus ihnen resultierenden Abstraktion Beurteilungsmerkmale oft ungenügend abgegrenzt werden können, eine individuell firmenbezogene Beurteilung nicht oder nur ungenügend möglich ist und ein systematisches Erkennen von anzustrebenden Entwicklungsmaßnahmen im Personalbereich nur sehr schwierig möglich ist. Die sogenannte Button-Up Beurteilung, also die Beurteilung und Einschätzung der Qualitäten von Führungskräften, ist ein separat zu behandelndes Thema.

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