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Wertewandel und Personalpolitik

Lesezeit: < 1 Minute Der Wertewandel in modernen Gesellschaften beschleunigt sich. Dadurch differenzieren sich die Wertemuster in der Gesamtgesellschaft immer mehr aus und unterscheiden sich deutlicher. Das führt dazu, dass die Suche nach gemeinsamen Wertevostellungen in den Betrieben immer schwieriger wird. Trotzdem machen Mitarbeiterbefragungen nach kulturellen Wertevorstellungen in den Betrieben einen praktischen Sinn für den Einsatz personalpolitischer Instrumente.

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Wertewandel und Personalpolitik

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Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich rasch Werten und Wertvorstellungen wandeln.Wenn man die letzten Sinus-Studien vergleicht, erkennt man eine Zunahme von unterschiedlichen Milieus.

Dabei versteht man in der soziologischen Forschung unter einem Milieu einen statistisch erfassten Zusammenhang zwischen der sozialen Lage des Einzelnen und dessen Grundorientierung. Um das zu veranschaulichen, kann man Cluster bilden, z. B. umfasst der größte Cluster "Bürgerliche Mitte" in der Sinus-Studie 2007 16% der Bevölkerung. Er lässt sich als Kombination von mittlerer Mittelschichtszugehörigkeit und Modernisierungswillen (Individualisierung, Ich-Orientierung) beschreiben.

Wie leicht erkennbar, lassen sich bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen diesen Clustermitgliedern zuordnen (z. B. Leistungsorientierung). Auffällig ist, dass sich seit der ersten Erhebung in den 90er Jahren die Anzahl der unterschiedlichen Cluster auf 10 erhöht hat. Diese gesellschaftliche Wertedifferenzierung setzt sich natürlich auch in den Belegschaften fort und erhöht eine strukturelle Konfliktanfälligkeit, z. B. zwischen Freizeitorientierten und Konsumorientierten.

Auf der anderen Seite ist auch schon erkennbar, dass die Suche nach alternativen Unternehmensformen und nach neuen Leitbildern zugenommen hat. Das verschärft eine ethische Diskussion in den Betrieben. Die Suche nach nachhaltigen und ethik-orientierten Leitbildern und Programmen wird neue latente Konfliktpotentiale sichtbar machen, wie wir es seit 2007 z. B. bei der Siemens AG oder in der Finanzbranche erleben.

Die Werte sind bei bei den Beschäftigten in den Branchen unterschiedlich. Darauf müssen sich Personalverantwortliche in den Betrieben einstellen. Betriebsindividuelle Erhebungen geben aber auch die Chance, auf die konkreten Bedürfnisse der betrieblichen Milieus einzugehen; denn wir wissen, dass Wertemuster und Lebensstile eng mit Gesundheitsverhalten zusammenhängen. Diese Analyse erhöht die Wahrscheinlichkeit, im Rahmen der Personalentwicklung punktgenaue und nachfrageorientierte Gesundheitsprogramme zu entwickeln. 

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