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Wer den Urlaub festlegt

Lesezeit: 2 Minuten Lesen Sie bei Experto.de, wer den Urlaub für Arbeitnehmer festlegt.

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Wer den Urlaub festlegt

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Arbeitnehmer haben Anspruch auf Urlaub. So steht es im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG). Der Anspruch auf Erholungsurlaub ist unabhängig davon, ob Mitarbeiter in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijobber arbeiten.

Wichtig: Der Arbeitgeber erteilt den Urlaub. Deshalb liegt es sowohl im Interesse der Arbeitnehmer, als auch des Arbeitgebers, den Urlaub möglichst frühzeitig zu planen festzulegen, wann Arbeitnehmer in Urlaub gehen. Dabei sind die Urlaubswünsche aller Arbeitnehmer zu berücksichtigen.

Denn der Arbeitgeber kann von den Wünschen der Arbeitnehmer nur abweichen, wenn

  • dringende betriebliche Belange oder
  • Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten vorrangig sind, entgegenstehen.

Beispiele:

  1. Ein Arbeitnehmer möchte im August seinen gesamten Jahresurlaub nehmen. Da der Betrieb jedoch auf Grund von Betriebsferien den gesamten Juli Ihren Betrieb geschlossen hat, darf der Arbeitgeber den Urlaubswunsch ablehnen.
  2. Der Betrieb erhält im Mai eine neue Software. Sämtliche Mitarbeiter sollen deshalb in der letzten Mai-Woche geschult werden. Auch hier darf der Arbeitgeber den Urlaubswunsch verweigern.
  3. Zwei Arbeitnehmerteilen sich einen Arbeitsplatz. Damit dieser Platz nicht völlig unbesetzt bleibt, dürfen diese beiden Arbeitnehmer nicht gleichzeitig in Urlaub gehen.

Problematisch wird es natürlich beim Zusammentreffen mehrerer Urlaubswünsche.

Sozial vorrangig sind Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer dann, wenn deren Urlaub z. B. mit Rücksicht auf

  • den Urlaub anderer Familienmitglieder,
  • die Schulferien der Kinder oder
  • aus gesundheitlichen Gründen

nicht zu anderen Zeiten genommen werden kann.

Das ist auch noch gut zu wissen:

  1. Der Arbeitgeber darf auch bei der Urlaubsgewährung bei Teilzeitkräften nicht wegen der Teilzeit diese gegenüber den Vollzeitkräften oder anderen Teilzeitkräften mit mehr Stunden benachteiligen.
  2. Wenn Arbeitnehmer Urlaub im Anschluss an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt, darf der Arbeitgeber das nicht ablehnen.
  3. Wichtig ist, dass der Arbeitgeber den Urlaub zusammenhängend gewährt. Nur so können sich Arbeitnehmer wirklich erholen.

Aber auch hier gelten Ausnahmen:

Wenn

  • dringende betriebliche oder
  • in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe

eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen, ist das problemlos möglich.

  1. Haben Arbeitnehmer allerdings Anspruch auf mehr als 12 Werktage Urlaub, muss einer der Urlaubsteile mindestens diese 12 Werktage umfassen.
  2. Einmal gewährter Urlaub ist auch für den Arbeitgeber bindend. Der Arbeitgeber darf Arbeitnehmern nicht ohne Weiteres den zugesagten Urlaub wieder streichen.

Bildnachweis: olly / stock.adobe.com

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