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Wer an der Stechuhr manipuliert, verliert seinen Job

Lesezeit: < 1 Minute Auch ohne konkreten Schaden ist eine Manipulation an einer Stechuhr ein ausreichender Grund zur fristlosen Kündigung eines Mitarbeiters. Darauf hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem aktuell veröffentlichten Urteil hingewiesen.

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Wer an der Stechuhr manipuliert, verliert seinen Job

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Die Richter wiesen damit die Klage eines Mitarbeiters gegen seinen Arbeitgeber zurück.

Im konkreten Fall hatten Recherchen des Arbeitgebers ergeben, dass der Mitarbeiter Arbeitszeiten in die Stechuhr eingegeben hatte, die nicht mit seinen tatsächlichen Zeiten übereinstimmten. Zu seiner Rechtfertigung erklärte der Mitarbeiter, er habe das schon seit längerem so gemacht. Er war der Meinung, nicht nach Stunden, sondern nach Arbeitsergebnissen bezahlt zu werden. Ein Schaden sei deshalb für den Arbeitgeber gar nicht entstanden. Das Gericht sah das aber anders. Arbeitgeber müssen sich derartige Unkorrektheiten nicht länger gefallen lassen. Nachdem der Mitarbeiter freimütig bekannt habe, die Stechuhr schon längere Zeit manipuliert zu haben, sei auch keine besondere Abmahnung mehr erforderlich gewesen.

Manipulationen an Arbeitszeiterfassungsgeräten wie der Stechuhr erfüllten den Strafbestand der Urkundenfälschung und des Betruges, erklärte das Gericht. Im Arbeitsvertrag seien genaue Arbeitszeiten vorgegeben, die auch einzuhalten seien (Arbeitsgericht Frankfurt/Main, Urteil vom 30.11.2004, Az: 18/2 Ca 4896/03).

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