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Wenn weniger Inhalt zum gleichen Preis gerechtfertigt sein kann

Lesezeit: 2 Minuten Das Thema "Mogelpackung" oder "Mondpreis" ist ein Dauerbrenner: Beides meint Gleiches, nämlich die Gleichgewichts-Störung von Menge und Preis. Jedenfalls im Verbraucher-Empfinden, wenn er derlei denn entdeckt!

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Wenn weniger Inhalt zum gleichen Preis gerechtfertigt sein kann

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Immer häufiger finden sich Produkte in kleineren Verpackungen, die Preise aber bleiben. 

Ist Gesundheit der Grund bei Lebensmitteln?

Meist sind es Verbraucherschützer, die mit Argusaugen beobachten, was Hersteller an Inhalten, Gewichten und Stückzahlen verändern, bei gleich bleibender Verpackungsgröße und identischem Verkaufspreis. Aktuell waren wieder Lebensmittel im Gespräch, wie häufig: Magnum-Eis unterschiedlicher Kalorien-Anzahl, ob nun in Deutschland oder Großbritannien verkauft.

Erreicht durch geringeren Inhalt (z. B. 150 gegenüber nur 100 ml): Ein Trend, der aus den USA nach Europa schwappt, könnte man meinen – siehe das (vorüber gehende) Verbot von Magnum-Flaschen Cola durch den New Yorker Bürgermeister. Wenn allerdings bald wieder größere Füllmengen angeboten werden, verbunden mit deutlich erhöhtem Preis, lässt das manchen nachdenken.

Klar, dass auch das Handling der Produkte dazu kommt: Verpackungen sind (auch) dahin gehend konzipiert, leicht stapelbar zu sein. Und der Trend zur kleine(re)n Portion als Augenwischerei der Verbraucher trägt zusätzlich bei.

Verbraucher greifen zum Gewohnten

Was Verbraucher erwartet, nimmt er auch wahr, eine Art Tunnelblick, wissenschaftlich als "selektive Wahrnehmung" bekannt und auch hierauf anwendbar: Wenn die (Außen-)Verpackung aussieht wie bisher, verzichten wir darauf, das "Kleingedruckte" wahrzunehmen. Doch Vorsicht achten: Sobald wir über die Medien (oder andere Verbraucher, siehe Social Media & Co.) informiert werden, sind wir sofort gewarnt. Dazu kommt, dass das schlechte Gewissen dazu führt, eher kleinere Portionen zu kaufen – und dafür dann (in Summe) mehr.

Auf diese Weise umgehen wir unbewusst die "kognitive Dissonanz", die sogenannte nachträgliche Kaufreue: Emotional zugegriffen, verstandesmäßig infrage gestellt. Doch dagegen spricht heutzutage übrigens auch noch der ökologische Aspekt: Verpackungsmenge! ökologisch orientierten LOHAS allerdings lehnen Packungen mit vielen kleinen Innen-Packungen ab, jene, die "Living on Health and Sustainability".

Lieber fair vermitteln

Alles in allem ist zu empfehlen, veränderte Mengen und/oder Preise als solche offen und ehrlich darzustellen, immer sinnvoll und nachvollziehbar begründet. Das kann sogar dann klappen, wenn Sie Ihre Produkte so umstellen, dass eine geringere Menge für den selben Preis angeboten ist. Hier greift z. B. das Gesundheits-Argument bei Lebensmitteln verbunden mit den gleich bleibenden Zusatzkosten in Produktion, Verpackung und Vertrieb.

Bei anderen Produkten vielleicht das Thema Single-Verbrauch oder nötige Mindestmenge, während die Mehr-Menge ggf. unbrauchbar würde, also z. B. vertrocknen oder spröde werden – schlicht der Verlust von Kern-Eigenschaften.

Ihr Learning? Prüfen Sie, was von diesen beispielhaft konkretisierten Situationen auf Ihr Angebot übertragbar sein könnte!

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