Businesstipps Existenzgründung

Welche Vorteile hat eine Versicherung für Gründer?

Lesezeit: 2 Minuten Jungunternehmer und Gründer stecken in der Phase des Markteintritts vor schwierigen Herausforderungen. Als frische Selbstständige sind sie in der Regel noch unerfahren, was die Gefahr erhöht, entscheidende Fehler im Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und anderen Involvierten zu machen. Mit den passenden Versicherungen können sie sich gegen mögliche Schäden, die daraus resultieren, absichern. Der Abschluss einer Versicherung erhöht aber die laufenden Kosten. Schließlich müssen monatlich, quartalsweise oder jährlich die Beiträge bezahlt werden. Was bringt also eine Versicherung für Gründer? Welche Versicherung sollte man auf jeden Fall abschließen, wenn man sich selbstständig macht? Antworten auf diese und auf weitere Fragen liefern wir in diesem Text.

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Welche Vorteile hat eine Versicherung für Gründer?

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Warum braucht ein Gründer Versicherungen?

Eine Versicherung ist sinnvoll, um sich gegen Verluste bei möglichen Schadenereignissen zu schützen. Eine Versicherung tritt ein und ersetzt beispielsweise den Neupreis oder den Zeitwert eines physischen Gegenstands. Sie kann aber auch immaterielle Werte wie Verdienstausfälle oder Schadenersatzforderungen anderer erstatten. Wer keine Versicherung abgeschlossen hat, muss selbst für den Schaden aufkommen. Das kann Jungunternehmer, die noch keine finanzielle Sicherheit aufgebaut haben, unter Umständen vor große Probleme stellen, die möglicherweise die Fortführung des Geschäftsbetriebs gefährden.

Die Frage, welche Versicherungen für Unternehmer wichtig sind, hängt in erster Linie von der Branche und der Tätigkeit ab, in der ein sie tätig sind. Wer beispielsweise als Webdesigner seine Dienstleistungen anbietet, muss andere Risiken abdecken als ein Produzent von Gütern. Unternehmen, die aus dem Homeoffice geführt werden, kommen in der Regel mit einem geringeren Versicherungsschutz aus als Firmen, für die eigene Immobilien angemietet oder gekauft werden. Die Entscheidung, die richtigen Versicherungen abzuschließen, erfordert eine Menge Weitsicht. Es ist nicht möglich, sich erst dann für einen bestimmten Schadenfall zu versichern, nachdem dieser eingetreten ist. Hier gibt es weitere Informationen.

Bei der Auswahl des richtigen Versicherungsschutzes sollten Unternehmer beachten, dass die privat abgeschlossenen Versicherungen im Schadenfall nicht greifen. Sie regulieren lediglich Schäden, die ihnen als Privatpersonen zustoßen oder die sie als Privatpersonen verursachen. Die privat abgeschlossenen Versicherungen sind für Gründer eine grobe Orientierung dafür, welche Versicherungen sie in ihrem geschäftlichen Umfeld benötigen könnten. Allerdings sind die unternehmerischen Risiken und die damit verbundenen Sachwerte deutlich höher als im privaten Kontext.

Wenn Unternehmer ihr Versicherungspaket zusammenstellen, sollten sie einschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein bestimmter Schadenfall eintritt. Es sollte auch der Umfang einer möglichen Regulierung ins Verhältnis zu den Kosten gesetzt werden. Besteht die Geschäftsausstattung lediglich aus einem in die Jahre gekommenen Computer, lohnt es sich nicht, eine entsprechende Versicherung abzuschließen. Wer hingegen hochwertige und teure Produktionsanlagen angeschafft hat, sollte auf jeden Fall eine Maschinenversicherung abschließen. Abhängig vom Versicherungswert sind die Versicherungsbeiträge. Sie steigen bei hochwertigen Gütern.

Welche Versicherung braucht man?

Jeder Selbstständige braucht zunächst eine Krankenversicherung. Sie tritt im Krankheitsfall für die medizinische Versorgung ein. Das betrifft sowohl die Behandlung als auch die Medikamente. In einigen Bereichen haben Freiberufler die Wahl, ob sie sich freiwillig gesetzlich krankenversichern oder in eine private Krankenversicherung eintreten. Diese bieten den Vorteil, dass sie erweiterte Leistungen anbieten, dafür aber höhere Beiträge erheben.

In manchen Berufen sind Berufshaftpflichtversicherungen nötig. Das betrifft Rentenberater, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Versicherungsagenten, Notare und Rechtsanwälte. Die Versicherung reguliert einen Schaden dann, wenn einem Dritten ein finanzieller Schaden durch den Versicherten entsteht. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Steuerberater die Steuererklärung eines Mandanten nicht fristgerecht einreicht und dessen Steuerschuld geschätzt wird.

Empfehlenswert ist zudem, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung übernimmt sie die Kosten für den Anwalt. Die Gründe für einen Rechtsstreit können vielfältig sein. Es kann sein, dass ein Kunde einen Unternehmer verklagt, weil das Produkt in erheblichem Maße mangelhaft war. Genauso kann ein Unternehmer einen Kunden verklagen, weil er seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Auch Lieferanten können der Auslöser für einen Streit sein, weil sie den vereinbarten Vertrag nicht einhalten. Wer nicht als Solo-Selbstständiger tätig ist, kann unter Umständen mit Geschäftspartnern, Subunternehmern und Mitarbeitern aneinander geraten. Auch dann zahlt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung aus.

Bildnachweis: Freedomz / stock.adobe.com

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