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Welche Tätigkeiten gehören nicht zur Ausbildung?

Lesezeit: 2 Minuten Es ist ein Klassiker unter den Streitthemen zwischen Ausbildern und Auszubildenden: ausbildungsfremde Tätigkeiten. Was ist hiermit genau gemeint? Gibt es einen Grenzbereich? Was genau darf der Ausbilder von seinem Azubi verlangen, ohne in Konflikt mit dem Berufsbildungsgesetz zu kommen?

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Welche Tätigkeiten gehören nicht zur Ausbildung?

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Auszubildende, die über ihre eigene Ausbildung behaupten, sie seien nur zum Kaffee kochen und Kopieren da, muss man natürlich ernst nehmen. Denn wenn ein Azubi fast ausschließlich diese beiden Tätigkeiten ausführt, dann ist das selbstverständlich mit keinem Ausbildungsberuf in Einklang zu bringen. Auf der anderen Seite heißt das aber nicht, dass das Kaffee kochen und das Kopieren von einem Auszubildenden niemals verlangt werden darf. Letztendlich kommt es immer darauf an, wie oft eine bestimmte Tätigkeit ausgeführt wird und ob alle Lernziele laut Ausbildungsrahmenplan erreicht werden.

Auch heute noch gehört vor allem in kaufmännischen Berufen das Vervielfältigen von Dokumenten zum Arbeitsalltag. Das kann beispielsweise elektronisch erfolgen, es können Dokumente eingescannt werden oder es handelt sich um klassisches Kopieren auf Papier. Auch wenn sich diese Tätigkeiten nicht im Ausbildungsrahmenplan wiederfinden, kann ein Azubi zu einer entsprechenden Arbeit aufgefordert werden, wenn sie gerade einfällt und in der Abteilung, in der er beschäftigt ist, dazugehört. Das bedeutet aber nicht, dass alle Kollegen ihre eigene ungeliebte Arbeit, zum Beispiel also das Kopieren, dem Auszubildenden aufhalsen. Dann würde es nämlich überhand nehmen und zulasten der anderen Ausbildungsziele gehen.

Tätigkeiten wie Kaffeekochen und Putzen: Das darf auch mal sein

Gleiches gilt für das Kaffee kochen. Dieses gehört definitiv laut Ausbildungsordnung zu keinem technischen oder kaufmännischen Ausbildungsberuf dazu. Trotzdem kann es passieren, dass der Azubi mal für sich und die Kollegen einen Kaffee aufsetzt. Dies ist zumindest in dem Rahmen möglich, in dem auch alle anderen Kollegen dazu eingeteilt werden. Manche Auszubildende machen das auch sehr gerne freiwillig und sind daher aus eigenem Antrieb etwas öfter dran. Auch hier gilt: Solange das nicht überhand nimmt und nicht von anderen ausgenutzt wird, ist das vollkommen in Ordnung.

Ebenso sind Auszubildende dazu angehalten, den eigenen Arbeitsplatz sauber zu halten. Insofern kann es zur Ausbildung dazugehören, den Schreibtisch abzuwischen, das Lager zu fegen oder Regale ordentlich einzusortieren. Denn schließlich ist eine Grundordnung vonnöten, um andere Tätigkeiten effizient ausüben zu können. Zu beachten ist allerdings, dass auch hier der Azubi nicht über Maßnahmen und möglicherweise für die Arbeitsplätze der Vorgesetzten zum Aufräumen und Putzen verdonnert wird. Dann würde es sich nämlich um ausbildungsfremde Tätigkeiten handeln. Es sei denn, der Azubi ist in einem Reinigungsberuf tätig.

Aus meiner Sicht ist es wichtig, mit den Auszubildenden über mögliche Tätigkeiten, zu denen er abgehalten werden kann, aufzuklären. So beugen Sie Missverständnissen vor. Insbesondere fordern Sie den Azubi aber auch dazu auf, dass er meldet, wenn er glaubt, dass bestimmte Tätigkeiten überhand nehmen. Prüfen Sie das dann gewissenhaft, um nicht mit dem Berufsbildungsgesetz in Konflikt zu geraten.

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