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Welche Schutzstufen gibt es beim Schweißen?

Lesezeit: < 1 Minute Schweißen ist in Betrieben eines der häufigsten Verfahren, um Metallteile aneinander zu fügen. Der beim Schweißen entstehende Rauch ist jedoch für Ihre Mitarbeiter gesundheitsgefährdend. Besonders wenn in Ihrem Betrieb über einen längeren Zeitraum täglich geschweißt wird. Dabei sind gewisse Schutzstufen beim Schweißen zu beachten. Welche das sind und welche Maßnahmen Sie treffen müssen, lesen Sie hier.

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Welche Schutzstufen gibt es beim Schweißen?

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Rauch beim Schweißen besteht aus einer Mischung aus festen Partikeln und Gasen in der Luft. Generell unterscheiden wir Grobstaub und Feinstaub. Rauch unter einer Teilchengröße von 0,001 mm bezeichnet man als Feinstaub. Aber nicht nur der Schweißrauch, sondern auch Lötrauch und Ölnebel fallen unter die Kategorie Feinstaub.

Rauch beim Schweißen ist deshalb so gefährlich, weil dieser bei hoher
Konzentration und langzeitiger Aufnahme zu Bronchitis, Asthma und
schweren Atemwegserkrankungen führen kann. Er ist deshalb so gefährlich,
weil besonders Feinstaubpartikel unter 0,001 mm in der Lunge verbleiben können und ins umliegende Gewebe eindringen können. Außerdem enthält Schweißrauch Gefahrstoffe.

Wie Sie den Schweißrauch mit Schutzstufen in den Griff bekommen:

  1. Führen Sie eine Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz durch
  2. Halten Sie sich an die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  3. Treffen Sie die geeigneten Schutzmaßnahmen

Die geeigneten Schutzmaßnahmen sind abhängig von der betreffenden Schutzstufe beim Schweißen. Welche das sind, lesen Sie hier:

Schutzstufe 1 beim Schweißen

Diese liegt bei geringer Gefährdung vor. Treffen Sie folgende Maßnahmen:

  • Sauberkeit am Arbeitsplatz
  • Keine Lebensmittel am Arbeitsplatz
  • Verwenden Sie Schutzkleidung
  • Begrenzen Sie die Gefahrstoffe auf die erforderliche Menge

Schutzstufe 2

Wenn die in Schutzstufe 1 getroffenen Maßnahmen beim Schweißen nicht ausreichen, treffen Sie zusätzliche Maßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen:

  • Ersetzen Sie das Schweißverfahren durch ein ungefährlicheres
  • Ersetzen Sie die Gefahrstoffe durch andere Stoffe und Zubereitungen, die weniger gefährlich sind
  • Wählen Sie ein anderes Schweißverfahren. Zum Beispiel könnten Sie das WIG-Schweißen Anstelle vom MIG/Mag-Schweißen einsetzen.
  • Ermitteln Sie die Belastung durch Messung der Staubkonzentration
  • Setzen Sie eine Absauganlage oder Punktabsaugung ein.

Schutzstufe 3

Diese kommt bei giftigen (T) und sehr giftigen (T+) Stoffen zum Einsatz. Treffen Sie die folgenden Maßnahmen:

  • Schaffen Sie geschlossene Systeme
  • Setzen Sie Zugangsbeschränkungen ein

Schutzstufe 4 beim Schweißen

Bei krebserregenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Gefahrstoffen treffen Sie folgende Schutzmaßnahmen:

  • Abgrenzung der Gefahrenbereiche
  • Reinluftrückführung ist nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen erlaubt.

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