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Welche Hobbys und Fortbildungen nenne ich im Lebenslauf?

Lesezeit: 2 Minuten Bewerber sind sich bei der Abfassung ihres Lebenslaufs häufig über zwei Dinge unklar: Erstens fragen sie sich, ob sie ihre Hobbys angeben sollten und zweitens sind sie unsicher, welche ihrer unter Umständen zahlreichen Fortbildungen Sie aufnehmen sollten und welche sie besser weglassen. Hier finden Sie Tipps.

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Welche Hobbys und Fortbildungen nenne ich im Lebenslauf?

Welche Hobbys und Fortbildungen nenne ich im Lebenslauf?

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Die Aussagen einschlägiger Bewerbungsratgeber zum Thema Hobby im Lebenslauf könnten unterschiedlicher kaum sein: Die einen raten „Auf keinen Fall angeben“, während die anderen sagen „Unbedingt angeben“. Eine dritte Fraktion schlägt vor, „Hobbys nur anzugeben, wenn Sie etwas mit der ausgeschriebenen Stelle, auf die Sie sich bewerben, zu tun haben“. Was ist nun richtig?

Hobbys in jedem Falle angeben

Ich rate Ihnen dazu, Ihre Hobbys in jedem Falle anzugeben. Füttern Sie den Personalchef auch mit Daten zu ihrer Person, die nicht in jedem Falle etwas mit der Stelle, um die es geht, zu tun haben. So erfährt er mehr über Sie als Mensch. Ein früherer Kollege von mir, der hoch qualifiziert war, staunte nicht schlecht, als der Personalchef im Vorstellungsgespräch mit dem Thema Klavier spielen begann, einem seiner Hobbys und seiner größten Leidenschaft zugleich.

Vermeiden Sie es, gefährliche Hobbys anzugeben

Bitte geben Sie keine Hobbys an, die gefährlich sind und bei denen Sie sich schnell verletzen können oder Schlimmeres eintreten kann. Fallschirmspringen, Tauchen, Berge besteigen etc. sind also tabu. Das Unternehmen möchte nicht einen fünfstelligen oder sogar sechsstelligen Betrag in Ihre Ausbildung und Einarbeitung investieren und Sie danach durch einen Absturz etc. verlieren. Hier geht es also um das liebe Geld! An Ihrer Stelle würde ich mir sogar überlegen, ob ich Fußball als Leistungssport angeben würde, da dieser Sport – vor allem auch in unteren Liegen – recht verletzungsträchtig ist.

Als nächstes ist die Frage zu klären, welche Ihrer gegebenenfalls zahlreichen Fortbildungen Sie anführen und welche nicht.

Immer, wenn die Fortbildung einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle hat

In allen Fällen, bei denen die Fortbildung einen Bezug zur Stelle hat, um die es geht, sollten Sie diese auch auflisten. Und das mit Datum und Zeitangabe, also wie lange die Fortbildung gedauert hat. Manche Fortbildungen sind an einem Tag erledigt, andere dauern zwei Wochen oder gar länger, wenn Sie einen zusätzlichen Abschluss, zum Beispiel als „Finanzbuchhalter“, erwerben.

Einige Beispiele zur Erhellung

Wenn ein Schlosser verschiedene Arten zu Schweißen beherrscht und diese in Lehrgängen erworben hat, sollte er diese Fortbildungen unbedingt angeben, wenn er sich auf eine Stelle als Schlosser bewirbt.

Wenn ein Diplom-Kaufmann einen Rhetorikkurs absolviert hat, sollte er diesen unbedingt angeben, wenn er bei der ausgeschriebenen Stelle häufiger Präsentationen halten muss.

Wenn eine Verkäuferin ein Seminar zur „Serviceorientierung im direkten Kundenkontakt“ besucht hat, sollte sie diese unbedingt angeben, wenn sie sich wieder als Verkäuferin bewirbt.

Hat jemand einen Töpferkurs absolviert und bewirbt sich im Büro, sollte er diesen besser nicht angeben, da dieser Kurs rein gar nichts mit der Arbeit in einem Büro zu tun hat.

Sie sehen, es kommt also jeweils darauf an, ob Sie erstens Ihre Hobbys angeben sollten und zweitens ihre Fortbildungen besser auflisten oder nicht. Auch der Lebenslauf ist ein Bewerbungsdokument, das nicht einmal für alle Fälle zusammengestellt wird, sondern wo fallweise zu entscheiden ist, welche Aspekte überhaupt aufgenommen werden und welche in den Fokus der Betrachtung rücken.

Bildnachweis: goodluz / stock.adobe.com

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