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Weiterbildung im Personalwesen (1): Personalfachkaufmann

Lesezeit: 2 Minuten Das Berufsbild des Personafachkaufmannes bzw. der Personalfachkauffrau wird vorgestellt. Dieser Abschluss an den Industrie- und Handelskammern ermöglicht es, qualifizierte Sachbearbeiter- oder Referentenpositionen in der privaten Wirtschaft oder im Öffentlichen Dienst wahrzunehmen.

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Weiterbildung im Personalwesen (1): Personalfachkaufmann

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Der Personalfachkaufmann bzw. die Personalfachkaufrau ist ein begehrtes Abschlusszertifikat der Industrie- und Handelskammern. Sie setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung und einschlägige Berufspraxis im Personalwesen voraus. 

Das Anforderungsprofil an den jungen Beruf, den es erst seit 1990 gibt, hat sich durch die bundeseinheitliche Prüfungsverordnung vom 11.2.2002 noch einmal modernisiert. Neue Themenstellungen wie das Projektmanagement oder moderne Personaldienstleistungen zogen in das Curriculum ein. 

Die klassische mündliche Abschlussprüfung in drei Teilprüfungsfächern wurde durch ein situationsbezogenes Fachgespräch abgelöst. Die moderne Didaktik und Präsentationsformen ersetzen das traditionelle Prüfungsgespräch. Auch die formellen Anforderungen an den Prüfling wurden durch die Erwerb der Ausbildungseignung als Prüfungsvoraussetzung verschärft.

Die schriftlichen Prüfungen umfassen die Lernfelder:

  1. Personalarbeit organisieren und durchführen
  2. Personalarbeit aufgrund rechtlicher Bestimmungen durchführen
  3. Personalplanung, -marketing und -controlling gestalten und umsetzen
  4. Personal- und Organisationsentwicklung steuern

In der mindestens 480-stündigen Ausbildung werden Ansprüche gestellt, wie sie vergleichbar mit dem Schwerpunkt Personal im Rahmen eines betriebswirtschaftlichen Studiums an der Fachhochschule sind.  

Die Interessenten an dem Kurs sind recht unterschiedlich, allerdings dominiert die dreißigjährige Kauffrau mit mittlere Reife. Akademiker/Akademikerinnen wählen häufig dann den Kurs, wenn Sie mit fachfremden Studienabschlüssen in das Personalwesen gekommen sind. Für sie ist das Zertifikat ein formeller Nachweis ihrer theoretischen Kenntnisse.    

Es gibt verschiedene Formen der Vorbereitung auf die Prüfungen vor dem paritätisch besetzten Prüfungsausschuss. Sehr beliebt sind das Fernstudiums, die Form des Blended Learning (einer Mischung aus E-Learning und Präsenzunterricht) oder einer berufsbegeitenden kompakten (1-2-jährigen) Präsenzform, bei der neben der Wochenendschulung Bildungsurlaub mit eingeplant wird.

Die Ausbildung kann durch das so genannte Meister-Bafög finnaziert werden; die Kosten sind recht unterschiedlich, können aber – einschließlich der Prüfungsgebühren – bis zu 3.000 Euro betragen.

Die Berufsaussichten für die Absolventen differieren nach der Wirtschaftsstruktur in der Region und der konjunkturellen Ausprägung. Dabei entscheiden weniger die Abschlussnoten über den weiteren beruflichen Erfolg als der bisherige Karriereweg.

Qualifizierte Sachbearbeiterstellen in der Lohn- und Gehaltsabrechnung sind im Regelfall genauso errreichbar wie Referentenstellen in der Personalentwicklung. Die Berufsaussichten sind bei den mittelständischen Unternehmen besser als in der Großindustrie, da die Personalfachkaufleute nicht in der direkten Konkurrenz mit Universitäts -und Fachhochschulabsolventen liegen.

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