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Was versteht man unter Fluktuationsrate und Fluktuation?

Lesezeit: 2 Minuten Fluktuation beschreibt die Veränderung von Mengen, von Zuständen. Die Bedeutung des Wortes ist sehr weit gefasst und kann auch beschönigend für das endgültige Verschwinden, zum Beispiel von Arbeitsplätzen, verwendet werden. In der Wirtschaft wird es zumeist in Zusammenhang mit dem Eintritt und dem Austritt von Arbeitnehmern, also dem Wechsel des Personals, verwendet.

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Was versteht man unter Fluktuationsrate und Fluktuation?

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Der Begriff hat seinen Ursprung im lateinischen "fluctare", das bedeutet schwanken. In der Naturwissenschaft, als auch in der Mathematik, ist Fluktuation die unbestimmte, nicht definierbare, zufällige Änderung einer sonst stets gleichbleibenden oder regelmäßig schwingenden Größe. In der Medizin hingegen versteht man unter Fluktuation den Weg und die Bewegung einer Flüssigkeit unter der Hautoberfläche. Die Fluktuationsrate ist die Nenngröße der existierenden Fluktuation.

Fluktuation in den Wirtschaftswissenschaften

In den Wirtschaftswissenschaften werden bestimmte Arten von Fluktuation abgebildet. So spricht man von natürlicher Fluktuation, individueller Fluktuation und institutioneller Fluktuation. Die natürliche Fluktuation bezieht sich auf das Verschwinden von Arbeitskräften aus Gründen des Alters oder wegen einer Krankheit.

Die Individuelle Fluktuation ergibt sich beispielsweise aus einem Wohnortwechsel oder innerbetrieblich durch den Wechsel eines Mitarbeiters von einer Abteilung in die andere. Die institutionelle Fluktuation, zum Beispiel an einer Schule, wird durch die Jahrgangsstufen bestimmt.

Im personalwirtschaftlichen Konsens kann die Fluktuation unter anderem zum Grund haben, dass die Arbeitnehmer bei einer Behörde in einem Beamtenverhältnis stehen – die Fluktuationsrate ist entsprechend niedrig – oder sie als Arbeiter oder Angestellte tätig sind – die Fluktuation ist entsprechend höher.

Auch die allgemeine wirtschaftliche Lage oder die spezielle Situation eines Betriebes beeinflusst die Fluktuation, genauso wie beispielsweise die Arbeitslosenzahlen. Ist die Arbeitslosenrate hoch, wird jeder Arbeitnehmer vermeiden, seinen Job zu verlieren. Auch eine Eigenbeteiligung der Arbeitskräfte am Unternehmen (z. B. Aktienbeteiligung) kann die Personalfluktuation entscheidend beeinflussen.

Fluktuation ist grundsätzlich schwingend

Während der deutsche Begriff "schwinden" nur aussagt, dass eine gewisse Menge sich verringert, beinhaltet der Begriff Fluktuation auch immer die Möglichkeit, eigentlich sogar Gewissheit, dass der Trend sich umdreht.

Das ist logischerweise eine Frage, auf welche die Zeit einen großen Einfluss hat. Relativ gesehen ist auch die Zahl der Menschen auf dem Erdball einer Fluktuation unterworfen, zeigt eine gewisse Fluktuationsrate. Auch wenn es in der Jetztzeit aussieht, als würde sie (die Menge der Menschen auf dem Erdball)  nur zunehmen, können Ereignisse, wie z.B.  eine Pandemie, die Fluktuationsrate der Anzahl der Menschen auf dem Planeten ebenso tangieren.

Eine missbräuchliche Verwendung des Wortes ist nicht selten, wenn zum Beispiel Kriegsherren beschönigend von einer Fluktuation der eingesetzten Soldaten sprechen, oder mit dem Begriff die Tatsache dargestellt wird, dass bestimmte Tierarten aussterben, beziehungsweise vom Aussterben bedroht sind. Dies würde implizieren, dass in beiden Fällen auch eine Schwingung nach oben eintritt, was wohl so nicht der Fall ist.

Wie an diesen Beispielen verdeutlicht, ist es immer von großer Wichtigkeit, die originäre Bedeutung eines Fremdwortes zu hinterfragen. In der Literatur bezeichnet man die Verwendung des Wortes "Fluktuation" in bestimmten Zusammenhängen als Euphemismus, abgemildert als beschönigende Beschreibung.

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