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Was tun wenn der Azubi ständig privat surft?

Lesezeit: 2 Minuten Ausbildende Unternehmen beklagen sich immer häufiger, dass ihre Azubis durch das Internet abgelenkt sind. Teilweise ist man ständig mit dem eigenen Smartphone online. Manchmal wird aber auch der betriebliche PC genutzt, um zu surfen und möglicherweise sogar etwas zu downloaden. Wie verhalten Sie sich nun als Ausbilder?

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Was tun wenn der Azubi ständig privat surft?

Lesezeit: 2 Minuten

Das wichtigste für ein Ausbildungsunternehmen, das mit solchen Problemen konfrontiert wird, ist eine klare Regelung, was erlaubt ist und was nicht. Es gibt durchaus Unternehmen, die ihren Mitarbeitern und Auszubildenden die Nutzung des Internets erlauben – auch zu privaten Zwecken. Solche Regelungen funktionieren aber nur, wenn Mitarbeiter und Azubis diese nicht ausnutzen. Wer also ständig Videos oder ganze Spielfilme anschaut, der geht eindeutig zu weit. In solchen Fällen muss die Nutzung natürlich eingeschränkt oder sogar verboten werden.

Besser ist es jedoch, die Regelungen nicht allzu großzügig, aber auch nicht zu streng zu handhaben. Ein absolutes Internetverbot während der Ausbildungszeit wird von vielen jungen Menschen als krasse Einschränkung empfunden. Ausbildungsbetriebe, die so verfahren, sind häufig bei Bewerbern nicht allzu beliebt. Schließlich spricht es sich herum, wenn ein Unternehmen einen Azubi abmahnt, weil er möglicherweise nur auf eine WhatsApp-Nachricht während der Ausbildungszeit reagiert hat.

Privat surfen: Finden Sie einen guten Mittelweg

Legen Sie in jedem Fall zunächst einmal fest, ob Ihre Auszubildenden das WLAN des Unternehmens zum privaten Surfen nutzen können. Wenn vom Datenvolumen her und auch aus Datenschutzgründen nichts dagegen spricht, ist gegen eine Erlaubnis nichts einzuwenden. Allerdings muss dringend auch geregelt werden, wann ein Azubi mit Ihrem Netz online gehen kann. Erlauben Sie es nur in den Pausen oder auch während der Arbeitszeit? Und machen Sie irgendwelche Einschränkungen – beispielsweise indem Sie den Download von Daten und den Besuch bestimmter Seiten verbieten? Hierüber sollten Sie ernsthaft nachdenken. Teilen Sie allen Ihren Mitarbeitern und Auszubildenden mit, was wann möglich ist.

Aus meiner Sicht ist es ganz besonders wichtig, dem Auszubildenden auch beizubringen, mit bestimmten großzügigen Regelungen verantwortungsvoll umzugehen. Es muss stets klar sein, dass er während der Arbeits- und Ausbildungszeit eine Lern- und Arbeitspflicht hat. Das bedeutet nicht, dass er diese Zeit zu 100% in den Dienst seines Ausbildungsbetriebs stellen muss. Wenn er allerdings zwischendurch die eine oder andere private Nachricht beantwortet, dann darf darunter seine Arbeitsleistung und seine Verhalten nicht leiden.

So regelt sich die Internet-Nutzung von selbst

Ich empfehle stets, in diesem Sinne eine Lösung zu finden, die einen Mittelweg darstellt. In der Regel gelingt es dann, dass die Mehrzahl der Auszubildenden dem selbstverständlich folgt. Wenn ein einzelner Azubi die Großzügigkeit ausnutzt, dann gerät er häufig schon intern (durch die anderen Auszubildenden) unter Druck und muss seine Verhaltensweisen korrigieren. Gelingt es Ihnen, ein solches sich selbst korrigierendes Klima zu schaffen, dann werden Ihre Azubis die Ausbildung bei Ihnen als angenehm empfinden und Sie wiederum können fest damit rechnen, dass die Einstellung zum Beruf in Ihrem Sinne ist.

Bildnachweis: pixabay.com (nightowl) CC0 Public Domain

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