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Was Sie mit der Deckungsbeitragsrechnung ermitteln können

Lesezeit: 2 Minuten Die Deckungsbeitragsrechnung ermöglicht Ihnen, die Erfolge verschiedener Produkte zu ermitteln und Optimierungsbedarf festzustellen. Welche Schritte dafür nötig sind und welche Grundannahmen der Deckungsbeitragsrechnung zugrunde liegen, lesen Sie in diesem Artikel!

2 min Lesezeit

Was Sie mit der Deckungsbeitragsrechnung ermitteln können

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Um die Kosten in einem Unternehmen zu berechnen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Eine Option ist die Deckungsbeitragsrechnung, die in den 1930er Jahren in den USA entwickelt wurde. Ihre Besonderheit liegt darin, dass die fixen Kosten von den variablen Kosten getrennt werden. Mit der Deckungsbeitragsrechnung sollen Erfolge ermittelt und Angebote zur Bildung eines Preises kalkuliert werden.

Was ist die Deckungsbeitragsrechnung?

Die Deckungsbeitragsrechnung wird auch Teilkostenrechnung genannt und ist eine Bruttogewinnrechnung. Dabei werden verschiedenen Kostenstellen oder –trägern nur Teile der entstandenen Kosten zugerechnet und nicht die gesamten Kosten inklusive der Fixkosten.

Mit dem Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen Umsatz und variablen Kosten gemeint. Er bezeichnet den Betrag, der zur Deckung der Fixkosten in einem Unternehmen oder einer Produktion zur Verfügung stehen.  

Die Grundannahmen der Deckungsbeitragsrechnung

Die Grundannahme, auf der die Deckungsbeitragsrechnung beruht ist, dass der Erfolg einer Produktion nicht nur von den Verkaufsanstrengungen am Markt abhängt, sondern auch von der vorhandenen Produktionsmenge. Je höher die Produktionsmenge ist, desto stärker fällt der relative Fixkostenanteil pro Stück, da Massenproduktion in der Regel günstiger ist.  Mit einem sinkenden Fixkostenanteil steigt also der Periodenerfolg.

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So ermitteln Sie das Betriebsergebnis und Deckungsbeiträge

Für eine Deckungsbeitragsrechnung müssen zunächst folgende Beiträge ermittelt werden:

  1. Stückdeckungsbeitrag: Für jedes Produkt kann pro Stück ein Deckungsbeitrag ermittelt werden. Er errechnet sich wie folgt: Produktpreis – variable Stückkosten = Stückdeckungsbeitrag.
  2. Gesamtdeckungsbeitrag: Für jedes Produkt kann zudem ein Gesamtdeckungsbeitrag ermittelt werden. Er errechnet sich wie folgt: Produktdeckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag x Absatzmenge des Produkts = Gesamtdeckungsbeitrag.
  3. Deckungsbeitrag aller Produkte: Anschließend wird der Deckungsbeitrag aller Produkte ermittelt. Dafür wird die Summe der Produktdeckungsbeiträge gebildet.
  4. Betriebsergebnis: Um das Betriebsergebnis zu ermitteln, rechnen Sie wie folgt: Deckungsbeitrag aller Produkte – Fixkosten des Unternehmens = Betriebsergebnis. 

Wofür die Deckungsbeitragsrechnung eingesetzt werden kann

Die Deckungsbeitragsrechnung können Sie in Ihrem Unternehmen für verschiedene Zwecke einsetzen. So können anhand der Deckungsbeitragsrechnung einzelne Produkte beziehungsweise Produktarten beurteilt werden, indem geschaut wird, welche den höchsten Deckungsbeitrag liefern.

Alternativ können Entscheidungen bezüglich des Sortiments anhand einer Deckungsbeitragsrechnung besser getroffen werden. Produkte mit hohen Deckungsbeiträgen könnten zum Beispiel durch Marketing gefördert werden und Produkte, die einen negativen Deckungsbeitrag haben, können eingestellt werden. Dabei sollte allerdings gründlich geprüft werden, ob die Artikel nicht zur Abrundung der Produktpalette doch erforderlich sind.

Preisgrenzen mit der Deckungsbeitragsrechnung berechnen

Auch die Preisuntergrenze, also der Punkt, an dem Kosten gerade so gedeckt sind, sollte bedacht werden und kann anhand einer Deckungsbeitragsrechnung festgestellt werden. Ob beim Lieferanten zu bestellen oder selber zu produzieren günstiger ist, kann ebenfalls so berechnet werden. Wann es lohnt Zusatzaufträge anzunehmen und herauszufinden, wann die Gewinnschwelle mit einem Produkt erreicht wird, sind weitere Erkenntnisse aus der Deckungsbeitragsrechnung.

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