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Was Mitarbeitern wirklich wichtig ist

Lesezeit: 2 Minuten In der Krise steckten die Mitabeiter zurück, nahmen Nullrunden und Ausfälle von Sonderzahlungen in Kauf. Jetzt geht es wieder aufwärts. Wie reagieren die Unternehmen mit ihrer Personalpolitik, um das Engagement der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern?

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Was Mitarbeitern wirklich wichtig ist

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Die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat kaum ein Unternehmen verschont. Fast alle Arbeitnehmer waren von Einsparmaßnahmen betroffen. Deutsche Unternehmen hielten sich im internationalen Vergleich mit Entlassungen zwar bekanntermaßen zurück (vgl. auch Beitrag über Personalarbeit in der Krise). Aber nahezu klaglos wurden Nullrunden und entfallene oder gekürzte Sonderzahlungen hingenommen.

Nun ist die Wirtschaftskraft wieder da. Was die Mitarbeiter fordern, ist aber nicht in erster Linie eine Rückkehr zur alten Vergütungspolitik. Die Werte haben sich zugunsten der Arbeitsplatzsicherung und einem angestrebten Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit verschoben.

Belastet aus der Krise

Gleiche Arbeit für weniger Geld – das war für viele Arbeitnehmer eine unausweichliche Folge der Wirtschaftskrise. Für viele nahm auch die faktische Arbeitsbelastung zu, da sie die Mindereinnahmen kompensieren mussten oder die Arbeit von nicht mehr vorhandenen Mitarbeitern übernehmen mussten.

Erschöpfungszustände, nachlassendes Engagement, mangelnde Identifikation mit Unternehmen und Aufgabe sind Zustände, unter denen die Arbeitsleistung der Unternehmen jetzt leidet. Krankenstatistiken und Umfragen geben umfassend Auskunft darüber. Mit einer Rückkehr zur alten Vergütung ist es also nicht getan.

Sicherheit ist gefragt

Wie kaum einmal zuvor wurde fast jedem Arbeitnehmer durch die Krise klar, dass sein Beschäftigungsverhältnis und damit sein gesichertes Einkommen nicht garantiert ist. Eine vormals als selbstverständlich angesehene Dauerbeschäftigung wird nunmehr zum Ziel, das es zu erhalten gilt. Sicherheitsorientierung geht einem Einkommenszuwachs vielfach vor.

Veränderungen durch demografischen Wandel

Der nach der Krise und zukünftig wohl dauerhaft spürbare Arbeitskräftemangel macht es mehr denn je notwendig, dass Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter kennen und ihre Personalpolitik darauf ausrichten. Ein attraktives Vergütungspaket ist nur ein Aspekt. Wichtiger denn je sind fundiert vorgetragene oder vereinbarte   Entwicklungsperspektiven und Arbeitsbedingungen, die die verschiedenen Lebenssituationen der Mitarbeiter angemessen berücksichtigen und sich durch entsprechende Flexibilitäten auszeichnen.

Hohe Anforderungen an Personalkonzepte

Die Erkenntnisse machen deutlich: Unternehmen, die zukünftig am Markt mit guten Mitarbeitern erfolgreich sein wollen, müssen wissen, was ihre Mitarbeiter von ihnen als Arbeitgeber erwarten. Auch jetzt, da die Wirtschaftskraft wieder floriert, steht kein Füllhorn zur Verfügung, das ausgeschüttet werden kann. Mit den nach wie vor begrenzten Mitteln ein Optimum zu gestalten, ist anspruchsvoller und wichtiger denn je.

Unternehmen, die hier nicht proaktiv tätig sind, sondern den Interessen der Mitarbeiter hinterherlaufen, haben langfristig das Nachsehen.  

Das Thema wurde in vielen Facetten auch im Rahmen einer Studie von Towers Watson untersucht.

Bildnachweis: pressmaster / stock.adobe.com

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