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Was genau ist Bildungsurlaub und wie können Sie ihn in Anspruch nehmen

Lesezeit: 2 Minuten Der Bildungsurlaub ermöglicht es Arbeitnehmern, an Veranstaltungen teilzunehmen und sich somit beruflich und politisch weiterzubilden. Hierfür muss Sie der Arbeitgeber bezahlt freistellen, falls Sie einen Anspruch haben.

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Was genau ist Bildungsurlaub und wie können Sie ihn in Anspruch nehmen

Lesezeit: 2 Minuten

Der folgende Ratgeber erläutert alles Wissenswerte rund um den Bildungsurlaub und wie Sie ihn in Anspruch nehmen.

Was bedeutet Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub heißt genau genommen eine bezahlte Bildungsfreistellung, zusätzlich zum regulären Anspruch auf Urlaub. Die Bundesregierung gibt dem Arbeitnehmer damit die Möglichkeit, dass er einige bezahlte Arbeitstage im Jahr für eine bestimmte Fort- und Weiterbildung freigestellt wird. Die Beschäftigten haben darauf einen gesetzlichen Anspruch. Dies soll dazu beitragen, den Anforderungen im politischen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben, die sich immer mehr und schneller verändern, gerecht werden zu können.

Doch der Staat sieht vor, dass dies nicht in der Urlaubszeit, die zum Erholen vorgesehen ist, oder nach anstrengenden Arbeitstagen geschieht, sondern in einem anderen dafür vorgesehenen Rahmen. In jedem Bundesland sind die Regelungen und Handhabungen hinsichtlich des Bildungsurlaubs jedoch unterschiedlich.

Wer hat auf Bildungsurlaub einen Anspruch?

Anspruch darauf haben sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, die mindestens ein halbes Jahr im Unternehmen in Vollzeit beschäftigt sind. Der Anspruch beträgt dann bis zu fünf Kalendertage im Jahr, während der Arbeitszeit. Den Bildungsurlaub können Sie beispielsweise für Veranstaltungen, Seminare oder Sprachreisen nutzen. Der Arbeitgeber kann ihn nicht pauschal ablehnen, falls Anspruch darauf besteht, sondern lediglich darum bitten, den Zeitpunkt zu verschieben, falls betriebliche Gründe hierfür vorliegen.

Maßgeblich für den Anspruch ist das Bundesland, in welchem sich der Arbeitsplatz befindet. Der Wohnort spielt keine Rolle. In zwölf Bundesländern sind die Mitarbeiter dazu berechtigt. Sie allein entscheiden, ob sie daran teilnehmen möchten. Wenn Sie diesen Anspruch geltend machen, beziehen Sie während des Bildungsurlaubs weiterhin Ihr reguläres Gehalt.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Völlig spontan können Sie den Bildungsurlaub nicht einplanen, denn laut Gesetz muss der Antrag spätestens sechs Wochen vor dem Beginn der Reise oder des Kurses gestellt werden. Zudem haben viele Bildungsministerien eine Frist von bis zu 12 Wochen festgelegt, um den Antrag zu bearbeiten. Daher sollten Sie rechtzeitig planen und die Möglichkeiten der Freistellung mit Ihrem Arbeitgeber klären. Während in der Zeit das Gehalt oder der Lohn weitergezahlt werden wie beim regulären Urlaub, übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für die Fahrt, Unterkunft, Kursgebühren und die Ausgaben für Lehrmittel nicht.

Diese müssen Sie selber tragen. Sie können die Kosten aber in der jährlichen Steuererklärung geltend machen. Sinnvoll ist es auch, nach Absprache mit dem Arbeitgeber den Anspruch von zwei aufeinander folgenden Jahren zu zwei Wochen (10 Arbeitstagen) zusammenzufassen. Dies empfiehlt sich vor allem für eine Sprachreise, denn diese sollte im Ausland mindestens zwei Wochen dauern. Wichtig ist, dass der Sprachkurs im Bundesland des Arbeitgebers als Bildungsurlaub anerkannt ist. Insbesondere Sprachkurse im Ausland, die einen Berufsbezug haben, sind sehr beliebt.

Fazit

Der Bildungsurlaub ist in vielen Fällen eine sehr lohnende und sinnvolle Entscheidung. Wichtig ist dabei, dass Sie anerkannte Veranstaltungen wählen. Falls Sie sich dafür entschieden haben, ist es empfehlenswert, auf Datenbanken zurückzugreifen, die vom Bundesland betrieben werden, in welchem sich der eigene Arbeitsplatz befindet, da die Regelungen zwischen den Bundesländern variieren.

Wenn Sie ein geeignetes Angebot gefunden haben, sollten Sie Ihrem Arbeitgeber am besten schriftlich und rechtzeitig vor dem Beginn der Reise oder des Kurses Bescheid geben. In der Regel genügt es, dies sechs Wochen vorher zu machen.

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