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Was Führungskräfte gegen Lärm tun können

Lesezeit: 2 Minuten Durch Lärm wird unser Gehör nachhaltig geschädigt. Lärmschwerhörigkeit ist eine weitverbreitete Berufskrankheit. Grund genug sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Was ist Lärm? Wie kann man Lärmquellen erkennen und was können Sie als Führungskraft und Entscheider gegen Lärm tun? Wertvolle Tipps und Erkenntnisse erfahren Sie hier.

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Was Führungskräfte gegen Lärm tun können

Was Führungskräfte gegen Lärm tun können

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Seit den sechziger Jahren werden in Deutschland Lärmmessungen an den Arbeitsplätzen in Industrie und Gewerbe durchgeführt. Meistens wurden im Abstand von fünf Jahren Überprüfungen des Gehörs durchgeführt. Durch diese Langzeitstudien konnte ermittelt werden, dass Lärm am Arbeitsplatz schädlich für das menschliche Gehör ist. Ist einmal das Gehör geschädigt, so lässt es sich nicht mehr heilen.

Lärm kann man über den sogenannten Schalldruckpegel definieren. Dieser wird in der Einheit Dezibel (dB) angegeben und ist ein logarithmisches Verhältnis vom effektiven Wert des Schalldrucks zu einem Bezugswert. Mit anderen Worten: Es gilt die Faustformel, dass zehn Dezibel mehr Schalldruck als doppelte Lautstärke wahrgenommen wird.

Wie empfindlich reagieren wir auf Lärm?

  • Ab 35 Dezibel wird das zentrale und vegetative Nervensystem aktiviert. Das bedeutet, dass man hier schon aus einer Entspannung oder einem Schlaf gerissen werden kann.
  • Ab 55 Dezibel: Die Kommunikation und eine konzentrierte Arbeit wird hier schon beeinträchtigt.
  • Bis zu 70 Dezibel: Das Gehör muss sich hier schon vom Lärm erholen können, um keine Schädigung abzubekommen.
  • Ab 85 Dezibel: Beginn der Gehörschädigung und bei längerer Lärmbelastung kommt es schon zu nachhaltigen Schäden der Gehörzellen im Innenohr.
  • Bei 105 bis 120 Dezibel nimmt die Schädigung des Gehörs weiter zu.
  • Ab 120 Dezibel: Schmerzempfindung im Gehör

Wie verhindern Sie Lärm wirkungsvoll?

  1. Gefährdungsbeurteilung: Führen Sie zuerst eine Gefährdungsbeurteilung durch. Dazu eignet sich ein Lärmmessgerät. Noch besser eignet sich eine akustische Kamera. Hier wird ein Abbild der Schallemissionen wie bei einer Wärmebildkamera erzeugt.
  2. Ermitteln Sie die Pegelspitzen: Nicht immer ist eine potentielle Lärmquelle als solche erkennbar. Durch eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum ist es möglich, diese Pegelspitzen zu ermitteln, um Abhilfe schaffen zu können.
  3. Achten Sie besonders auf Schallschutzkapseln: An Nahtstellen und Öffnungen von Schallschutzkapseln kann erst recht neuer Lärm entstehen. Diese gilt es zu erkennen und abzudichten.
  4. Setzen Sie Schallschutzmaßnahmen an der Quelle: Nur am Ort, an dem der Lärm entsteht, kann man ihn auch wirkungsvoll verhindern.
  5. Setzen Sie technisch-organisatorische Maßnahmen: Stellen Sie Maschinen, die Lärm erzeugen, an einen anderen Ort. Von der Gestaltung von Räumen kann es auch abhängen, wie sich der Lärm entwickeln kann und verbreitet.

Fazit:

Lärm ist ein ernst zu nehmendes Thema am Arbeitsplatz. Wirkungsvoll verhindern können Sie diesen nur durch Erkennung der Lärmquellen. Erst dann können Sie zielgerichtete Maßnahmen ergreifen.

Bildnachweis: Drobot Dean / stock.adobe.com

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