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Warnung vor schwarzen Schafen am Telefon…

Lesezeit: 2 Minuten Seitdem es das Telemediengesetz gibt, poppen immer wieder Verfahren und Urteile in den Medien auf: Seit Jahren also werden Verstöße geahndet. Dennoch kommen Kriminelle immer wieder auf neue Ideen …

2 min Lesezeit
Warnung vor schwarzen Schafen am Telefon…

Warnung vor schwarzen Schafen am Telefon…

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Abzocke am Telefon: “Hören Sie mich?“ Nicht “Ja“ sagen!

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor unseriösen Werbeanrufen:

Ein unbekannter Anrufer stellt Ihnen eine Frage wie: “Hören Sie mich?“ oder: “Sind Sie Hauseigentümer?“ und Sie antworten ohne Umschweife mit “Ja“. Diese Masche nutzen Betrüger – im großen Stil derzeit in USA. Offenbar sind Abzocker mit vergleichbarer Masche auch in Deutschland aktiv, berichten Medien. Das unscheinbare Wörtchen “Ja“ wird nach Ihrem Telefonat so in ein fingiertes Gespräch eingebaut, dass es so klingt, als hätten Sie einen Vertrag abgeschlossen. Doch so einen Vertragsschluss hat es tatsächlich nie gegeben. Deshalb auch die gute Nachricht: Sollte Ihnen so etwas passieren, müssen Sie die Rechnung nicht zahlen. Sie sollten sie jedoch nicht einfach ignorieren, sondern sich dagegen wehren.

Ein abschreckendes Beispiel …

Natürlich ist das schlichter Betrug. Doch mancher Verbraucher schluckt derlei vielleicht runter statt sich zu wehren: Häufig geht es um vergleichsweise geringe Beträge. Oder jemand erinnert sich nur mehr verschwommen ans Gespräch … Wie auch immer: Solche „schwarzen Schafe“ verschlimmern natürlich den Eindruck, bei „dieser Branche“ gehe es eh immer nur um Abzocke. „Diese Branche“, also Dienstleistungs-Call-Center oder auch Abteilungen in Unternehmen. „Diese Branche“ – das meint vor allem Lotterien, Telekommunikation, Geldanlage, vielleicht auch Zeitschriften-Verlage, die dann hierunter leiden, trotz aller Gegenmaßnahmen.

Sind Sie betroffen? Es geht um b2c …

Weniger als Verbraucher – so etwas wird Ihnen sicher auffallen und Sie werden abwehrend zu reagieren verstehen, ob direkt am Telefon, siehe den Hinweis der Verbraucherzentrale oben. Oder im Nachhinein, wenn eine Rechnung ins Haus (= privat oder Firma) flattert, mit der Sie nichts anzufangen wissen. Das ist die eine Seite. Die andere ist der Halo-Effekt, das Ausstrahlen negativen Erlebens auf unschuldige Marktteilnehmer. Jedenfalls dann, wenn Sie Privatleute als Kunden bedienen, die etwas in der Art des Geschilderten vielleicht schon selbst erlebt haben – oder aus Hörensagen kennen. Doch letztlich trifft es Sie auch dann, wenn Sie per Telefonmarketing b2b agieren: Wer in der privaten Rolle vorsichtig abwehrend wird, überträgt das unbewusst auch aufs berufliche Tun …

Agieren Sie besonders defensiv!

Was bedeutet das für Ihr Telefonmarketing? In früheren Zeiten ging es in Vertriebs-Trainings schon mal darum eine „Ja-Straße“ zu entwickeln. Also den Gesprächspartner (gerade am Telefon) zu mehreren Jas hintereinander zu motivieren: „Sie bieten doch XYZ an, Herr …?!“ – „Ist es für Sie interessant, Personen der Gruppe ABC zu erreichen?“ usw. Um schließlich auf platte Fragen auch noch ein Ja einzuheimsen, etwa „Dann darf ich Ihnen ein Kennelern-Paket unseres DEF schicken?“. Defensiv und zugleich informativ wirken im Deutschen die W-Fragen, öffnend. Also wer, was, wie etc. pp. Außer „warum,wieso,weshalb“ – damit wirken Sie ausfragend. Das ist ein anderes Thema …

Bildnachweis: Jürgen Manz / Adobe Stock

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